FUSSBALL
Rückkehr in die Westkampfbahn
Lindlar - Der Mittelrheinligist Eintracht Hohkeppel ist Gast beim 1. FC Düren - Für Verein und Trainer ist es eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte.
Von Thomas Giesen
1. FC Düren – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15 Uhr).
Es fehlt: keiner.
Zum Spiel: Die Hohkeppeler thronen auch nach dem dritten Spieltag auf dem Spitzenplatz der Mittelrheinligatabelle. Allerdings räumte Eintrachts Trainer Giuseppe Brunetto nach dem jüngsten 3:0-Erfolg über den FC Hennef ein, dass seine Truppe nicht so überlegen war, wie es das Ergebnis darstellte. Zum ersten Mal in dieser Saison hätte ein Gegner seine Elf zeitweise eingeschnürt – und Hennef gehört nicht gerade zu den Topteams der Liga. Mit einigen Tagen Abstand relativiert er seine Einschätzung aber.
„Ich habe die Phase zwischen der 70. und 80. Minute in Erinnerung, wo uns der Gegner großen Druck gemacht hat. Aber ich habe mir das Spiel noch einmal auf Video angesehen. Der Gegner hatte da keine einzige Torchance. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, aber wir müssen jeden Sonntag ans Limit gehen“, sah er seine Mannschaft im Nachhinein deutlicher im Vorteil als zuvor. Mit den Dürenern erwartet Brunetto nun einen Gegner ähnlichen Kalibers. Dabei hat der Klub schon deutlich erfolgreichere Jahre erlebt – und zwar mit Brunetto. Rund dreieinhalb Jahre verbrachte der Coach beim 1. FC Düren und stieg mit seinem Team in die Regionalliga auf. Höhepunkt war der Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals und die Partie gegen den FC Bayern München.
„An den Ort zurückzukehren, ist natürlich etwas Besonderes. So eine Zeit vergisst man nicht. Aber das gehört der Vergangenheit an. Wir wollen nachlegen, wohl wissend, dass die Westkampfbahn kein einfaches Pflaster ist“, sagt Brunetto und meint in erster Linie die Platzverhältnisse im Dürener Stadion. „Ich kenne den Platz bestens. Wenn es so weiter regnet, dann wird es ein sehr tiefer Rasenplatz. Dann wird es schwierig, Fußball darauf zu spielen“, macht er sich auf Unwägbarkeiten in dem Stadion gefasst, indem die Hohkeppeler zu Regionalligazeiten ihre Heimspiele ausgetragen haben. Die Spielweise werde das wenig beeinflussen. „Wir müssen die Bedingungen so annehmen, wie sie sind. Wir haben gegen Hennef auch im strömenden Regen gespielt und die Situation angenommen.“
Den Gegner hat Brunetto im Vorfeld sehr positiv wahrgenommen. „Das ist eine teilweise junge Mannschaft, die Fußball spielen möchte“, sagt er und hat zwei Spieler besonders im Fokus. Mittelfeldstratege und Kapitän Niklas Koppitz, seit Jahren in der Mittelrheinliga mit starken Scorerwerten unterwegs und stark bei Standards, sowie Tomoki Kitagawa in der Offensive. „Es wird ein enges Spiel werden. Entscheidend wird sein, wer den größeren Willen hat. Sie werden uns alles abverlangen.“