FUSSBALL

Rossenbacher Pokalhelden vor Mammutaufgabe – Nümbrecht spielt auswärts zuhause

hp, thg, lo; 05.10.2026, 21:00 Uhr
Archivfoto: Holger Plum --- In den Pokalwettbewerben hat die Spvg. Rossenbach in diesem Jahr mehr erreicht, als die Spieler jemals zu träumen gewagt hätten. Am Mittwoch wartet die bislang schwerste Aufgabe auf den B-Ligisten.
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Rossenbacher Pokalhelden vor Mammutaufgabe – Nümbrecht spielt auswärts zuhause

hp, thg, lo; 05.10.2026, 21:00 Uhr
Oberberg – Die letzten beiden verbliebenen oberbergischen Herren-Teams bestreiten am Mittwoch ihre Zweitrundenpartien im FVM-Pokal: Underdog Rossenbach spielt gegen den Mittelrheinligisten Zülpich, der SSV Homburg-Nümbrecht empfängt in Marienfeld den Ligarivalen Bad Honnef – Schaebens-Pokal der Frauen: Bröltaler Achtelfinal-Duell gegen Deutz (AKTUALISIERT).

Bitburger-Pokal der Herren (2. Runde)

 

Spvg. Rossenbach – TuS Chlodwig Zülpich (Mittwoch, 20 Uhr).

 

Es fehlen: Florian Schneider, Timo Lenneper, Nico Hoffmann, Christian Ückerseifer, Lars Schumacher.

 

Einsatz fraglich: Erik Jödden, Kevin Romünder.

 

Zum Spiel: Sechs Heimspiele in drei Wochen lautet die terminlich sehr herausfordernde Konstellation in Rossenbach. Die Erfolge in den Pokalwettbewerben fordern momentan ihren Tribut. Mit Florian Schneider, Timo Lenneper, Nico Hoffmann, Christian Ückerseifer, Lars Schumacher fallen teils sehr wichtige Leistungsträger komplett. Zudem wackelt vor dem Duell mit dem Mittelrheinliga-Aufsteiger Zülpich der Einsatz von Erik Jödden, mit seinen zehn Saisontreffern in der Meisterschaft so etwas wie die Lebensversicherung der Rossenbacher. Auch Kevin Romünder ist fraglich.

 

Die Personalprobleme können die Vorfreude des B-Ligisten auf den Kracher gegen ein Team aus dem Verbandsoberhaus jedoch nicht trüben.  „Wir freuen uns auf den Verbandsligisten am Mittwochabend hier oben, auch wenn wir wenig Leute haben. Der Sieg in der Meisterschaft am Sonntag hat im Hinblick auf das Pokalspiel sehr gutgetan und wir haben hoffentlich auch viel Selbstvertrauen getankt“, erklärte Trainer Manuel Schwarz nach dem 4:1-Erfolg gegen den FC Wiedenest-Othetal. 

 

Selbst wenn die Gastgeber wie im Kreispokal oder in der ersten Runde auf FVM-Ebene gegen den Bezirksligisten Sportfreunde Troisdorf, der mit 4:3 nach Verlängerung bezwungen wurde, wieder über sich hinauswachsen, dürfte nach menschlichem Ermessen Endstation sein. Die Gäste aus dem Kreis Euskirchen sind in diesem Jahr in die höchste Verbandsspielklasse aufgestiegen und haben dort als Neuling einen hervorragenden Start hingelegt. Mit zehn Zählern rangieren sie auf einem sehr guten sechsten Platz, am vergangenen Sonntag wurde der SSV Bornheim mit einem deutlichen 5:1 nach Hause geschickt. Auf den krassen Außenseiter kommt also geballte Offensivpower mit viel Qualität zu. (hp)

 

 

SSV Homburg-Nümbrecht – FV Bad Honnef (Mittwoch, 20 Uhr/in Marienfeld)

 

Es fehlen: Mouad Zaki, Fritz Schäfer, Marc Wolf, Niklas Goße, Tom Hillenbach.

 

Einsatz fraglich: Kilian Seinsche.

 

Zum Spiel: Die Nümbrechter haben vielleicht das fieseste Los der zweiten Pokalrunde erwischt. Ohne den Honnefern etwas Negatives zu wollen – es hätte attraktivere Lose für die Nümbrechter geben können. Und vor allen Dingen schlagbarere Gegner. Mit dem Tabellenvierten der aktuellen Landesligatabelle empfängt die Equipe von Trainer Marcus Voike nämlich eines der formstärksten Teams der Klasse. Abgesehen vom FV Bonn-Endenich, der weiterhin verlustpunktfrei an der Tabellenspitze steht.

 

Gegen den scheinbar übermächtigen Primus unterlagen die Honnefer am vergangenen Sonntag nur mit 0:1. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Endenich spielte man rund 30 Minuten in Überzahl und verschoss sogar einen Elfmeter. Nümbrechts Trainer Marcus Voike weiß, was auf seine Mannschaft zukommt. „Bei den Honnefern sieht jeder, dass sie unter den Top fünf der Liga mitspielen werden. Das ist eine homogene Truppe, die sich kontinuierlich verstärkt hat. Mit Endenich waren sie auf Augenhöhe. Aber wenn wir an die Leistung im Spiel gegen Wiehl anknüpfen können, dann könnte es ein enges Spiel werden“, sieht Voike seine Elf nicht in der Favoritenrolle, aber auch nicht chancenlos.

 

Sollten die Nümbrechter schon nach der zweiten Runde ausscheiden, wäre es für den Klub doppelt bitter. Wegen anhaltender Bauarbeiten ist das heimische Stadion weiterhin nicht nutzbar, demnächst soll die neue Platzdecke verlegt werden. Gespielt wird in Marienfeld, wo die Nümbrechter in den vergangenen Wochen ihre Trainingseinheiten abgehalten haben. Voike hat sich mit der Situation längst abgefunden. „Wir sind mittlerweile daran gewöhnt, immer auswärts zu spielen. Ich kann mich kaum mehr daran erinnern, dass wir mal zu Hause gespielt haben“, sagt Voike mit einem Augenzwinkern.

 

Dass nach den jüngst anstrengenden Wochen schon wieder ein Pflichtspiel an einem Mittwochabend stattfindet, nimmt Voike diesmal gelassen hin. „Wir haben ja schon am Freitag das Derby gegen Wiehl gespielt. Das ist Zeit genug, sich zu erholen. Wir müssen jetzt nicht auf elf Positionen wechseln, wie wir das vorher gemacht haben“, so Voike, der sich im Pokal auf die Dienste von Felix Klein verlassen darf. Nach einer Roten Karte im Auswärtsspiel beim TuS Marialinden für die Meisterschaft gesperrt, darf er der Regel nach im Pokal spielen. (thg)

 

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Schaebens-Pokal der Frauen (Achtelfinale)

 

TuS Homburg-Bröltal – SV Deutz 05 (Donnerstag, 19:30 Uhr).

 

Es fehlt: Sabina Barke.

 

Zum Spiel: Auch die Frauenteams steigen unter der Woche in den FVM-Pokalreigen ein, wobei im Vorfeld schon vier Playoff-Partien stattgefunden hatten. Die Kreispokalsieger – hierzu gehört der TuS Homburg-Bröltal - und die Regionalligisten der vorangegangenen Saison waren direkt fürs Achtelfinale gesetzt. Die Gäste aus Deutz mussten sich nach einer Saison wieder aus der dritthöchsten Frauen-Spielklasse verabschieden, haben aber in der Mittelrheinliga einen guten Start hingelegt und sind nach drei Begegnungen ungeschlagen. Das jüngste Spiel in Merl musste abgebrochen werden.

 

Letztmals mit den Deutzerinnen in Berührung kamen die THB-Kickerinnen in der vorletzten Spielzeit, als sie gegen den feststehenden Meister mit einem dramatischen 4:4 am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherten. In der abgelaufenen Serie konnte der THB den Mittelrheinliga-Abstieg nicht verhindern und spielt fortan wieder in der Landesliga. Unter dem neuen Coach Burkhard Graeve gelang drei Siege in vier Partien – die Gastgeberinnen können mit dem Aufgalopp also auch sehr zufrieden sein.

 

„Im Pokal geht es darum, eine Runde weiterzukommen, aber wir wissen natürlich, dass es ein schweres Spiel für uns wird“, sagt Graeve, der den Pokalgegner vor zehn Tagen beobachten konnte, weil er mit seiner Mannschaft in der Meisterschaften gegen die Deutzer Reserve antrat. 6:1 siegte die SVD-Erstvertretung gegen Menden. „Das ist eine sehr spielstarke Truppe, doch wenn wir es schaffen, lange ein 0:0 zu halten und unsere Chancen effektiver nutzen als zuletzt, ist vielleicht etwas drin. Ich muss sagen, dass ich mich auf das Spiel richtig freue. Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt und hoffen, den auch umsetzen zu können.“

 

Ein Nachteil für die Gastgeberinnen dürfte der kleine Kader sein. Sollten nicht noch nachträgliche Blessuren aus dem letzten Ligamatch (2:1 gegen Biesfeld) gemeldet werden, ist Sabina Barke (Knieverletzung) am Donnerstag der einzige Ausfall. (lo) 

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