Waldbröl – Wiehl zum Abschluss des Trainingslagers mit Remis gegen Hoffnungsthal - Schönenbach unterliegt Porz - Personell gebeutelte Frielingsdorfer schlagen Derschlag - Wahlscheid und ersatzgeschwächte Lindlarer trennen sich unentschieden - Wipperfürth feiert Erfolg (AKTUALISIERT).
Weitere Testspielberichte folgen am Montag!
FV Wiehl – TV Hoffnungsthal 0:0.
„Ich glaube, die Jungs können mich nicht mehr sehen und sind froh, dass sie jetzt nach Hause fahren können“, sagte Wiehls Coach Sascha Mühlmann augenzwinkernd nach dem Abpfiff des Matches gegen den Bezirksligisten aus Hoffnungsthal, die den Abschluss des Trainingslagers bildete. „Das Spiel war unsere siebte Einheit seit Donnerstag“, hatte Mühlmann dann auch keine Wunderdinge erwartet. „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft platt ist. Die Jungs haben richtig hart gearbeitet. Daher bin ich sowohl mit dem Trainingslager als auch mit dem Spiel sehr zufrieden.“
Der TVH erarbeitete sich in der zweiten Halbzeit ein Chancenplus, letztlich blieb es aber bei einem torlosen Remis. Erstmals zum Einsatz kam aufseiten des Landesligisten ein Neuzugang: Marc Can Kamga wechselt mit sofortiger Wirkung von der U19 des FC Pesch auf die Eichhardt. „Er ist technisch sehr versiert und passt auch gut in unsere Altersstruktur rein“, freute sich Mühlmann über den Transfer.
SV Frielingsdorf – Borussia Derschlag 4:2 (3:2).
SVF-Coach Andy Dreiner standen beim Test gegen den Kreisliga A-Aufsteiger lediglich zwölf einsatzfähige Feldspieler zur Verfügung, weshalb er die Bank mit Akteuren aus der 2. Mannschaft, die vorher selbst einen Test absolviert hatte, bestücken musste. „Da kann man sich glücklich schätzen, dass sich die Jungs aufgeopfert und ausgeholfen haben“, richtete Dreiner seinen Dank an die Kicker aus der Reserve. Aufgrund der personellen Situation und der äußeren Bedingungen entwickelte sich die Begegnung aus Frielingsdorfer Sicht zu einer Sache des Willens, zumal Dreiner schon in der ersten Hälfte die angeschlagenen Justin Ufer und Daniel Okojie auswechseln musste.
Derschlag war durch Jordi Scherbaum in Führung gegangen (4.), anschließend führten Leon Dema per Doppelpack (15./21.) und Niklas Grumann (25.) die Wende herbei. Für die Borussia konnte Triantafilos Vlachos noch vor dem Kabinengang verkürzen (45.+1). In der zweiten Halbzeit, als Dreiner bereits auf eine Dreierkette umgestellt hatte, sorgte Maurice Häger für den Endstand (65.). Zuvor hatte es eine Schrecksekunde gegeben, als sich Torwart Lukas Borkes ohne Fremdeinwirkung eine Muskelverletzung zuzog. Auch für ihn war die Partie beendet. „Die Jungs mussten sich heute richtig quälen und haben das sehr gut gemacht, wobei wir fußballerisch noch Luft nach oben haben. Alles in allem war das ein ordentlicher Test“, sagte Dreiner.
Wahlscheider SV – TuS Lindlar 3:3 (0:2).
Das Duell Bezirksliga-Absteiger gegen Bezirksliga-Aufsteiger endete mit einem Unentschieden, wobei der ersatzgeschwächte Gast aus Lindlar in der ersten Halbzeit das bessere Team war und verdient mit 2:0 führte. Nach schöner Vorlage von Marc Bruch brachte Felix Lamers die Gäste in Front (18.) und Tim Schmitz erhöhte per Kopf, nachdem erneut Bruch den Assist geliefert hatte (36.). „Mit der ersten Halbzeit waren wir zufrieden. Das war grundsolide und souverän. Wir waren sicherer im Ballbesitz als in den letzten Spielen und haben gute Konter gefahren“, berichtete Marcel Besgen vom Lindlarer Trainerteam.
Wahlscheid wollte den ersten Durchgang nicht auf sich sitzen lassen, attackierte die Lindlarer nach dem Seitenwechsel früher und kam zum Anschluss (47.). Zwar konnte Gian Luca Wester nach Vorarbeit von Nico Schachow den alten Abstand wiederherstellen (61.), doch den Gastgebern gelang noch der Ausgleich (64./76.). „Am Ende war es ein ziemlich fehlerbehaftetes Spiel, was sicherlich auch an den Temperaturen lag“, so Besgen, der heute erneut als Keeper aushelfen musste.
SV Wermelskirchen II – VfR Wipperfürth 2:4 (1:1).
Besser als im ersten Test gegen den Dabringhauser TV vor Wochenfrist (1:3) präsentierte sich der VfR Wipperfürth in der Vorbereitungspartie gegen einen weiteren A-Ligisten aus dem Kreis Remscheid-Solingen. „Das seitliche Verschieben hat heute gepasst. Jetzt müssen wir noch die Abstände zwischen den Ketten verfeinern“, erklärte Trainer Norbert Scheider. Zwar konnten die Hausherren in Führung gehen (17.), doch danach nahm der Neu-Bezirksligist das Heft des Handelns in die Hand und kam durch Maximilian Müller zum Ausgleich (41.).
„Wir hatten noch weitere Chancen und hätten zur Pause 3:1 führen müssen“, so Scheider, der in der Halbzeit einmal komplett durchwechselte. Neuzugang Henrik Schmitz (49.) und Luis Zapp (50./61.) schraubten das Resultat in die Höhe, ehe Wermelskirchen den Endstand herstellte (62.). „Die läuferische Leistung hat mir bei der Hitze gut gefallen. Spielerisch haben wir noch Luft nach oben, aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung völlig normal“, sagte Scheider. Die Partie war um 12:30 Uhr angepfiffen worden.
SpVg. Porz – SV Schönenbach 3:1 (3:0), von Samstag.
Die Schönenbacher erlebten ein Testspiel mit Licht und Schatten. Keine drei Minuten waren gespielt, als der erste gravierende Fehler passierte. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel markierte Shin-Young Hwang den Führungstreffer für den Mittelrheinligisten. Nach einer Viertelstunde fiel das 0:2 nach einer Ecke. Das 0:3 kassierten die Schönenbacher erneut nach einem Eckstoß (44.). Beide Male war erneut Hwang der Abnehmer. Nach der verkorksten ersten Hälfte wurde es für den Landesligaaufsteiger im zweiten Durchgang besser. Rayen Hakimi nutzte einen unnötigen Ballverlust der Porzer zum 1:3. Dabei schoss der Neuzugang den Ball aus rund 40 Metern über Torwart Marlon Müller hinweg ins Netz (50.). Später hatten Niels Smuda, Gabriel Werner und Davin Dresbach sogar noch Gelegenheiten, zu verkürzen.
"Wir haben heute fünf Torschüsse zugelassen. Zwei Ecken führen zu Gegentoren. Wir haben es defensiv super gemacht und wenig zugelassen“, zeigte sich Schönenbachs Trainer Torsten Reisewitz zufrieden mit der Abwehrleistung und lobte zudem die läuferische Leistung seiner Equipe. „Mit dem Ball waren wir aber häufig zu unsauber. Da ist noch viel Luft nach oben“, bilanzierte Reisewitz.