FUSSBALL

Schwere Auswärtshürden für Frielingsdorf und Wipperfürth

lo, thg; 10.09.2026, 13:00 Uhr
Archivfoto: Michael Kleinjung --- Während der SV Frielingsdorf am Wochenende bei Jan Wellem antritt, empfängt der TuS Lindlar den CfB Ford Niehl.
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Schwere Auswärtshürden für Frielingsdorf und Wipperfürth

lo, thg; 10.09.2026, 13:00 Uhr
Oberberg - Der SVF und der VfR sind nach zwei Spieltagen die einzigen verlustpunktfreien Bezirksliga-Teams, treten nun aber gegen starke Gegner aus dem Rheinisch-Bergischen an - Lindlar hofft aufs erste Erfolgserlebnis - Hohkeppel II nach Überraschungscoup zu Hause gegen Schwarz-Weiß Köln gefordert.

Vorschau Bezirksliga (3. Spieltag)

 

SSV Jan Wellem Bergisch Gladbach – SV Frielingsdorf (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Marvin Cortes, Luca Everding, Yannick Blumberg.

 

Einsatz fraglich: Niklas Yegin, Leon Dema.

 

Zum Spiel: Perfekter Start für den SV Frielingsdorf: Nach dem 3:1-Sieg gegen Hohkeppel II wurde im ersten Heimspiel der Saison auch der TuS Lindlar geschlagen. In der ersten halben Stunde taten sich die SVF-Kicker noch schwer, gegen den tief postierten Gemeindenachbarn eine Lücke zu finden, doch mit drei Treffern zwischen der 30. und 45. Minute zogen die Frielingsdorfer dem Aufsteiger den Zahn. Ein zweifacher Derbyerfolg zum Auftakt der neuen Spielzeit: Die Mannschaft von Andy Dreiner scheint nahtlos an die starke Rückrunde der Vorsaison anknüpfen zu können.

 

Den Trainer lobt vor allem die bisherige Defensivarbeit. „Wir haben in beiden Spielen relativ wenig zugelassen, dabei hatten wir hier während der Vorbereitung noch das eine oder andere Problemchen“, so Dreiner. Nun wartet einer der vermeintlich härtesten Brocken: Die Fußballer vom Scheelbach treten beim SSV Jan Wellem Bergisch Gladbach an. Die Hausherren hatte nicht nur Dreiner ganz oben auf dem Zettel der Aufstiegskandidaten. Umso überraschender war die happige Heimpleite der Equipe von David Gsella gegen die Hohkeppeler Reserve am vergangenen Wochenende.

 

Das 1:5 war ein heftiger Dämpfer, dessen Zustandekommen laut Dreiner aus der Ferne schwierig einzuordnen sei. „Trotzdem ist es so, dass Jan Wellem nominell mit den besten Kader in der Liga hat. Sie hatten einen kleinen Umbruch, vielleicht muss sich die Mannschaft noch finden“, mutmaßt der Coach. Neben einigen Akteuren aus der U19 des SV Bergisch Gladbach 09 ist unter anderem Stefano Fragapane (früher 1. Mannschaft des SV 09) an den Rübezahlwald gewechselt. Mit Sascha Marquet hat Jan Wellem einen ehemaligen Profi in seinen Reihen.

 

„Am Sonntag kommt eine hohe individuelle Qualität auf uns zu“, weiß Dreiner um die Schwere der Aufgabe, verweist aber auch darauf, dass die Gäste mit breiter Brust anreisen werden. „Wir haben durch die Siege Selbstvertrauen getankt und schon in der letzten Saison gezeigt, dass wir solche Gegner bespielen können. Im Rückspiel gegen Jan Wellem hatten wir sogar ein Chancenplus, da hat nur die nötige Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“ Weiterhin fraglich ist Angreifer Niklas Yegin, der Einsatz seines Sturmpartners Leon Dema ist ebenfalls gefährdet. (lo)         

 

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TV Hoffnungsthal – VfR Wipperfürth (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Theo Kruschinski.

 

Zum Spiel: So kommt man gerne aus den Startblöcken, ganz besonders als Liga-Neuling: Der VfR Wipperfürth ließ dem 4:0-Derbytriumph beim TuS Lindlar einen 3:1-Heimerfolg gegen Niehl folgen und grüßt nach zwei Spieltagen als eines von zwei Teams (das andere ist der SV Frielingsdorf) mit der Optimalausbeute von der Tabellenspitze. Zweifellos nicht mehr als eine Momentaufnahme, doch die sechs Zähler sind eine ausgezeichnete Basis, um das angestrebte Saisonziel - im Idealfall soll im Endklassement ein einstelliger Platz herausspringen – zu erreichen.

 

„Es ist positiv, dass wir nicht mit dem Rücken zur Wand gestartet sind, sondern mit viel Selbstvertrauen an die nächsten Aufgaben herangehen können“, sagt Trainer Norbert Scheider mit Blick auf die Bilanz. Am Sonntag haben die Hansestädter indes eine äußerst knifflige Auswärtshürde zu bewältigen. Der TV Hoffnungsthal gehört inzwischen zum Inventar der Bezirksliga und hat sich zu einem gefürchteten Widersacher gemausert. Am Bergsegen tritt niemand gerne an, sodass Wipperfürth eine echte Standortbestimmung ins Haus steht.   

 

„Wenn wir dort mithalten können – egal ob wir am Ende gewinnen oder verlieren -, sind wir meiner Meinung nach tauglich für die Liga. Das wird der erste wirkliche Gradmesser für uns“, erläutert Scheider und ergänzt: „Hoffnungsthal ist ein heißes Pflaster und die Mannschaft mit vielen spielstarken und schnellen Leuten besetzt. Wir müssen hellwach sein, denn der Gegner wird uns alles abverlangen – auch läuferisch. Dass wir sie müde laufen, kann ich mir nicht vorstellen“, sei die physische Komponente von entscheidender Bedeutung.                 

 

Genauso gelte es, an die Defensivleistung der ersten beiden Matches anzuknüpfen. Beinahe hätte auch gegen Niehl die Null gestanden, ein Gegentreffer in der Nachspielzeit verhinderte dies. „Wir müssen an unsere eigene Stärke glauben, weiterhin so kompakt und sicher stehen und vermeiden, früh in Rückstand zu geraten. Mit einem Punkt könnten wir ganz gut leben“, so Scheider, der in personeller Hinsicht aus dem Vollen schöpfen kann. Bis auf Langzeitausfall Theo Kruschinski sind - Stand jetzt – alle Spieler an Bord. (lo)

 

 

TuS Lindlar – CfB Ford Niehl (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Marco Bong, Vesor Gashi, Roberto Bruni, Fabio Römer, Jack Devern, Marius Mukherjee, Tim Schmitz.

 

Einsatz fraglich: Luca Jansen.

 

Zum Spiel: Null Punkte, 0:8 Tore – ernüchternder hätte der Bezirksliga-Aufgalopp für den TuS Lindlar nicht sein können. Dass man dabei gegen zwei Lokalrivalen deutlich den Kürzeren zog, macht das Ganze doppelt unerfreulich. Während die Lindlarer bei der Auftaktpleite gegen Wipperfürth von Beginn an auf verlorenem Posten standen, zeigten sie gegen den SV Frielingsdorf eine Steigerung – sowohl in kämpferischer als auch taktischer Hinsicht. Ein individueller Schnitzer leitete im Gemeindeduell den ersten Gegentreffer ein. Anschließend entschieden die Frielingsdorfer das Spiel binnen weniger Minuten vorzeitig.

 

„Das erste Gegentor hat uns schon beeinflusst. Wichtig ist, sich von solchen Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen und weiter an sich zu glauben“, konstatiert Marcel Besgen vom Trainerteam. Die Lindlarer möchten die positiven Ansätze aus dem Derby gegen den SVF konservieren und „an die defensive Stabilität, die wir vor dem 0:1 hatten, anknüpfen. Leidenschaft und Willen waren vorhanden“, hebt Besgen hervor.  Im Angriffsdrittel geht den Grün-Weißen bislang die nötige Durchschlagskraft ab, die herausgespielten Chancen sind an einer Hand abzuzählen. Logische Folge ist der „Salto Nullo“ auf der Habenseite.

 

Daher wird es im Heimspiel gegen Ford Niehl auch darum gehen, das Offensivspiel zu beleben, gegebenenfalls durch eine taktische Anpassung. „Wollen wir wieder so defensiv spielen wie gegen Frielingsdorf oder höher verteidigen, damit wir bei Ballgewinnen schneller nach vorne kommen?“, fragt Besgen vor der Partie gegen den bis dato ebenfalls sieglosen Kontrahenten aus Köln wohl eher rhetorisch. Niehl verbuchte am ersten Spieltag ein Remis gegen Heiligenhaus und unterlag anschließend dem VfR Wipperfürth mit 1:3.   

 

Der Kader des TuS füllt sich derweil langsam, aber stetig: Für Innenverteidiger Luca Jansen könnte es am Sonntag noch nicht für einen Einsatz reichen, dafür ist Neuzugang Ervin Novakaj eine Option. Er hatte bereits in Frielingsdorf als Einwechselspieler debütiert. (lo)   

 

 

Eintracht Hohkeppel II – Schwarz-Weiß Köln (Sonntag, 13 Uhr).

 

Es fehlt: keiner.

 

Zum Spiel: Den Hohkeppelern ist am vergangenen Sonntag ein echter Coup gelungen. Gegen den Favoriten SSV Jan Wellem gelang ein fulminanter 5:1-Erfolg und damit der erste Dreier der noch jungen Saison. Jesse Muambay wünscht sich gleich den zweiten hinterher. Der Trainer hat am Sonntag Geburtstag. „Da gibt es nichts Besseres als den ersten Heimsieg zu holen“, sagt der Eintracht-Coach, der 37 Jahre alt wird.

 

„Die Jungs sind hochmotiviert und brennen auf das nächste Spiel. Man merkt, dass der Sieg gegen Jan Wellem sie nochmals beflügelt hat“, erklärt er, tritt dann aber sogleich auf die Euphoriebremse: „Die Marschrichtung ist klar. Wir wollen den Gegner nicht unterschätzen. Wie gegen Jan Wellem haben wir einiges an Daten und Informationen über den Gegner gesammelt und werden uns auf ihn einstellen. Aber wir wissen, dass kein Spiel ein Selbstläufer wird und werden den Gegner sehr ernst nehmen. Es wird ein ganz anderes Spiel.“

 

Die Kölner aus dem Stadtbezirk Lindenthal haben in der vergangenen Spielzeit knapp den Klassenerhalt geschafft, sich vor der aktuellen Saison aber mit Kicker verstärkt, die bereits Bezirks- und Landesligaerfahrung mitbringen. Zu spüren bekam das jüngst die SpVg. Flittard, die nach rund 80 Minuten 1:4 hinten lag, ehe sie noch auf 3:4 verkürzte. Zum Auftakt unterlag man der Zweitvertretung des FC Hürth mit 1:3, kassierte aber erst spät zwei Gegentore. Da war man allerdings nach drei Platzverweisen schon deutlich in Unterzahl.

 

„Das ist ein Team, das viel über den Kampf kommt. Sie sind gut bei Standardsituationen, aber wir werden vorbereitet sein“, sagt Muambay, der personell die Qual der Wahl hat. Ausfälle gibt es keine. Zudem ist es denkbar, dass erneut Spieler aus der 1. Mannschaft an die Reserve abgegeben werden. (thg)

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