FUSSBALL
Stolpergefahr für Schönenbach? SVF reist mit Rückenwind an
Oberberg - Landesliga: Der FV Wiehl hat einen weiteren Konkurrenten aus dem Tabellenkeller zu Gast, Nümbrecht muss zum Drittletzten - Bezirksliga: Aufstiegshoffnungen gegen Kampf um den Klassenerhalt beim Oberberg-Duell in der Lademacher Waldarena.
Vorschau Landesliga (23. Spieltag)
FV Wiehl – SV Schlebusch (Sonntag, 15:15 Uhr).
Hinspiel: 4:0.
Es fehlen: Jan Peters, Alexander Marks, Marvin Bollow, Rene Gailowitz, Kevin Derksen.
Einsatz fraglich: Justus Dabringhausen.
Zum Spiel: Der FV Wiehl feierte am vergangenen Wochenende einen wichtigen Erfolg im Tabellenkeller, schlug den direkten Konkurrenten TuS Marialinden mit 4:2 und erhöhte sein Punktekonto auf 23. Damit ist man zwar längst nicht aus dem Gröbsten raus, doch die Elf von Sascha Mühlmann hat den Klassenerhalt selbst in der Hand, nachdem es zu Beginn der Saison mit sechs Niederlagen am Stück ziemlich düster aussah. Der Coach glaubt, dass noch drei Siege notwendig sein werden, um am Ende über dem Strich zu bleiben. Dies können die Wiehler mit Erfolgen gegen weitere Teams aus dem unmittelbaren Umfeld des Klassements, zu denen der kommende Gegner gehört, realisieren. Im Hinspiel gelang der erste Dreier der Spielzeit (4:0). Danach trat Schlebuschs Trainer Sven Bellinghausen zurück.
Allerdings befinden sich auch die Leverkusener spürbar im Aufwind und haben just am Wochenende die rote Zone verlassen. Dabei gelang dem SVS eine erstaunliche Aufholjagd: Gegen Blau-Weiß Köln lag man nach knapp einer halben Stunde mit 1:4 zurück, wendete aber noch das Blatt und verbuchte dank einer fulminanten zweiten Halbzeit einen 7:4-Sieg. Mühlmann ist spätestens nach diesem Auftritt gewarnt und sagt: „Ich habe die Schlebuscher nie so eingeschätzt, dass sie da unten drinbleiben werden. Dafür sind sie zu stark“, hätten sich die Gäste seit dem Trainerwechsel in der Hinrunde – Heiko Dietz übernahm den Chefposten im November – stabilisiert.
„Und sie haben mit Sebastian Bamberg, Murat Aydin, Niklas Engelke oder auch Marco Brahmer einige Unterschiedsspieler dabei. Das wird eine schwierige Aufgabe, aber wir gucken weiter nur auf uns. Wichtig wird sein, nicht ins offene Messer zu laufen. Wir wollen auch am Sonntag etwas mitnehmen, zumindest das Spiel nicht verlieren“, erläutert Mühlmann. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass seine Schützlinge – anders als im Derby gegen Nümbrecht und zuletzt gegen Marialinden – von Beginn hellwach sind und nicht erst nach dem Seitenwechsel aufwachen. „Wenn wir gegen Schlebusch nur eine gute Halbzeit abliefern, wird das nichts. Das werden sie bestrafen“, betont der Trainer.
Mühlmann ist in der Offensive zu Umbaumaßnahmen gezwungen und muss möglicherweise auf seine beiden besten Torschützen verzichten: Jan Peters fällt aufgrund von Problemen mit dem Knie und der Muskulatur bis auf Weiteres aus und Justus Dabringhausen, der schon in Marialinden passen musste, laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Bei ihm besteht immerhin eine Resthoffnung auf einen Einsatz.
Ob Mühlmann erneut auf die Kicker aus der A-Jugend zurückgreifen wird, entscheidet sich kurzfristig. Die Nachwuchsequipe hat am Samstag gegen den JFV Siebengebirge eine wegweisende Ligapartie vor der Brust. „Die Jungs sollen sich auf die U19 konzentrieren. Wenn sie am Sonntag noch ein bisschen Kraft im Tank haben sollten, nehme ich sie mit dazu“, schildert Mühlmann. Gegen Marialinden war der eingewechselte Youngster Elias Butzmuehlen mit einem Hattrick binnen weniger Minuten der Matchwinner. (lo)
SpVg. Köln-Flittard – SSV Homburg-Nümbrecht (Sonntag, 15:30 Uhr).
Hinspiel: 0:5.
Es fehlen: Niklas Clemens, Finley Friedrichs, Robin Brummenbaum, Niklas Goße, Moritz Becker, Mouad Zaki, Tom Hillenbach.
Zum Spiel: Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit. Gegen den drittletzten der Tabelle ist ein Sieg für die Nümbrechter eigentlich Pflicht. Nach dem bisherigen Jahresverlauf ist sich SSV-Trainer Marcus Voike da aber nicht so sicher. „Wir sind auch nicht gerade gut in die Rückrunde gestartet. Und gegen Schlebusch haben wir auch nicht gut gespielt“, erinnert er sich an das Unentschieden gegen die ebenfalls im Tabellenkeller positionierten Leverkusener. „Flittard ist eigentlich eine gute Mannschaft. Aber sie kämpfen auch ums Überleben. Ich weiß nicht, woran es liegt. Vielleich gehen sie zu viel Risiko. Im Vorbeigehen werden wir die nicht schlagen können“, so Voike weiter und nimmt Bezug auf die gewaltigen 64 Gegentore, die die Kölner bereits hinnehmen mussten.
Auch gegen die Nümbrechter klingelte es in der Hinrunde fünfmal. Mit Robin Brummenbaum und Niklas Clemens fehlen jedoch zwei Torschützen des Hinspiels beim zweiten Aufeinandertreffen. Grundsätzlich sei die Personalproblematik in der Offensive auch ein Grund für die mäßigen Ergebnisse der zweiten Halbserie. „Robin Brummenbaum ist häufig ausgefallen und hat wohl rund zehn Tore weniger, als er zu diesem Zeitpunkt haben müsste, Kilian Seinsche war in der Hinrunde manchmal krank und ist nie richtig in Form gekommen. Er ist auch immer für mindestens zehn Assists und zehn Tore gut. Wenn wir allein die Tore der beiden gehabt hätten, wäre alles in Ordnung.“
Auch wenn in der Meisterschaft die ganz großen Ziele fehlen, sieht Voike für den Saisonausklang keine Motivationsprobleme. „Darauf werden wir genau achten. Wenn jemand nicht mehr motiviert ist, kann er gleich zu Hause bleiben. Wir wollen noch so viele Punkte wie möglich holen und wir haben ja auch noch den Pokal.“ Neben den Langzeitausfällen fehlt in Flittard Niklas Clemens urlaubsbedingt, Niklas Goße muss mindestens noch drei Wochen pausieren. Beim Mittelfeldmotor des SSV wurde ein Ermüdungsbruch im Becken festgestellt. (thg)
Vorschau Bezirksliga (23. Spieltag)
SV Schönenbach – SV Frielingsdorf (Sonntag, 15:15 Uhr).
Hinspiel: 3:0.
Es fehlen: Sven Wurm, Jordi Scherbaum, Fabian Spröer, Rolf Unzola, Patrick Schmid, Pascal Königs, Astrit Dauti - Fabian Januszewski, Gianluca Fliegner, Laurin Schenk, Yannick Blumberg, Jannis Everding, Luca Everding.
Einsatz fraglich: keiner - Norman Lemke.
Zum Spiel: Im Gegensatz zu den Frielingsdorfern gehen die Schönenbacher nicht gerade mit breiter Brust ins oberbergische Derby. Beim TFC Köln bemühte sich die Truppe über 90 Minuten und schaffte es dennoch nicht, das Tor zu treffen. Und jetzt kommen zur Ladehemmung auch noch zwei erhebliche Defensivprobleme hinzu. Sven Wurm kassierte gegen den Türkischen FC in der Nachspielzeit die zehnte Gelbe Karte, Jordi Scherbaum sah die fünfte und somit dürfen beide den Lokalkampf von der Tribüne aus verfolgen.
Matthias Siebertz, Sportlicher Leiter des SVS, muss umbauen und wird voraussichtlich Davin Dresbach in die Innenverteidigung stellen und Niels Smuda – häufiger Flankengeber gegen die Domstädter – für Scherbaum auf die Rechtsverteidigerposition beordern. „Wie wir das lösen, werden wir vielleicht erst am Sonntag beschließen. Angesichts der Ausfälle sehe ich uns in dem Spiel nicht als Favorit. Frielingsdorf kommt vielleicht mit großem Selbstvertrauen. Für uns wird das kein Spaziergang. Ich sehe es als ein 50:50-Spiel“, sagt Siebertz.
In der Hinrunde erledigte Gabriel Werner den Aufsteiger mit einem Hattrick innerhalb von knapp acht Minuten fast im Alleingang. Aber bei ihm ist derzeit Torflaute angesagt. „Er hat jetzt länger nicht getroffen. Das ist bei Stürmern manchmal so. Ich messe ihn aber nicht an Toren. Er macht seine Assists und ist sehr wichtig für unser Spiel“, will Siebertz Wohl und Wehe nicht an einem Spieler festmachen. Ein besonderes Spiel ist das Aufeinandertreffen der beiden Oberberger für Siebertz derweil nicht. „Frielingsdorf ist so weit weg von uns. Für mich ist das kein Derby.“
Die Gäste haben am vergangenen Wochenende ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um den Ligaverbleib gesetzt: Mit 5:1 fegte die Elf von Andy Dreiner den Schönenbacher Aufstiegskonkurrenten DJK Südwest Köln vom Feld, zeigte dabei die stärkste Saisonleistung. Der Sieg hätte aufgrund einer Vielzahl an Topchancen im ersten Durchgang sogar deutlicher ausfallen können. Der nicht eingeplante Dreier war auch deshalb wichtig, weil die Vereine von unten den Druck hochhalten. Germania Zündorf, das auf dem ersten Abstiegsrang gelistet wird, fertigte den FC Hürth II mit 7:2 ab, hätte den Abstand somit verkürzen können, wenn der SVF gegen Südwest nicht eine solche Gala rausgehauen hätte.
Ausgestanden ist das Zittern um den Klassenerhalt noch nicht, doch nach dem jüngsten Erfolg können die Frielingsdorfer selbstbewusst ins Oberberg-Duell gehen. „Wenn wir an die Leistung von Sonntag anknüpfen, ist in den nächsten zwei Spielen gegen sehr gute Gegner etwas drin für uns“, so Dreiner, der mit seiner Auswahl in der darauffolgenden Woche auf den in der Rückrunde noch verlustpunktfreien SV Bergfried Leverkusen trifft. Doch erstmal gilt die volle Konzentration der Aufgabe in Schönenbach. „Sie gehören zu den Topteams der Liga, sind individuell sehr stark besetzt. Wichtig wird sein, wenig zuzulassen. Im Hinspiel haben wir gesehen, dass sie es brutal bestrafen können, wenn man unachtsam ist und leichte Fehler macht“, führt Dreiner aus.
Seinerzeit war Frielingsdorf in der ersten Hälfte die gefährlichere Mannschaft, doch nach der Pause nutzte Gabriel Werner die Patzer der Hausherren eiskalt aus. „Wir probieren auf jeden Fall, den Schwung vom letzten Spiel mitzunehmen und wollen mutig Fußball spielen“, möchte man sich laut Dreiner nicht verstecken – und im Optimalfall die nächste Überraschung schaffen. Neben den Langzeitverletzten steht Fabian Januszewski (berufliche Gründe) nicht zur Verfügung. (thg, lo)
Vorschau Jugendfußball
A-Junioren Bezirksliga (15. Spieltag)
JFV Siebengebirge – FV Wiehl (Samstag, 18:30 Uhr)
B-Junioren Mittelrheinliga (19. Spieltag)
FV Wiehl – SC West Köln (Samstag, 16 Uhr)
C-Junioren Bezirksliga (4. Spieltag)
FV Wiehl – VfL Vichttal (Samstag, 14 Uhr)
D-Junioren Bezirksliga (4. Spieltag)
TuS Chlodwig Zülpich – FV Wiehl (Samstag, 14:30 Uhr)