FUSSBALL

Ungeschlagen zum Titel: Heiligenhaus triumphiert bei den Ü40-Kreismeisterschaften

lo; 31.05.2026, 09:45 Uhr
Fotos: Holger Plum --- Der Heiligenhauser SV war beim Finalturnier der Ü40-Fußballer aus dem Kreis Berg das Maß aller Dinge.
FUSSBALL

Ungeschlagen zum Titel: Heiligenhaus triumphiert bei den Ü40-Kreismeisterschaften

lo; 31.05.2026, 09:45 Uhr
Oberberg – Der HSV löst Nümbrecht als Champion in der Altersklasse ab – 21 Mannschaften nahmen am Finalturnier in Refrath teil – Abschied für Alfons Arnoldy.

Mächtig ins Schwitzen gerieten die Ü40-Fußballer aus dem Kreis Berg am sonnigen und warmen Samstag auf der Sportanlage des SV Refrath. Nicht weniger als 21 Teams bewarben sich um den Titel, sodass das Finalturnier zu einer fast achtstündigen Mammutveranstaltung mutierte. Dabei hatte Alfons Arnoldy, als scheidender Vorsitzender des Ausschusses für Breitensport und Gesundheit letztmals federführend zuständig, die Spielzeit pro Partie auf zehn Minuten heruntergeschraubt. Immerhin wurde so der zwischenzeitliche Zeitverzug fast aufgeholt, sodass die meisten halbwegs pünktlich zum Anstoß des Champions-League-Endspiels zu Hause waren – wenn sie denn wollten.

 

[Eduard Landel nahm für die SG Wildbergerhütte/Morsbach den Preis für den zweiten Platz entgegen. Bei der Siegerehrung wurden Alfons Arnoldy und Eckhard Demmer vom Geschäftsführer des Fußballkreises Berg, Ralf Zimmermann (li.), unterstützt.] 

 

Zum neuen Titelträger krönte sich der Heiligenhauser SV, der mit einem riesigen Aufgebot angereist war und somit bei der Hitze munter durchwechseln konnte. Der HSV war mit einem 1:0-Sieg gegen den zweifachen Titelverteidiger Nümbrecht in den Tag gestartet und hielt sich auch im weiteren Verlauf der Gruppenphase schadlos. Lediglich der FC Wiedenest-Othetal – mit Ex-Profi Timo Röttger – trotzte dem späteren Gewinner ein torloses Remis ab. Im Viertelfinale war es ein später Neunmeter, der Heiligenhaus einen 1:0-Erfolg gegen Hoffnungsthal bescherte.

 

WERBUNG

Das Halbfinale gegen den FV Wiehl gewannen die Heiligenhauser mit 2:0, ehe im Finale die SG Wildbergerhütte/Morsbach wartete, die sich zuvor nach Neunmeterschießen gegen den Gastgeber SV Refrath durchgesetzt hatte. Schnell war die Luft raus im letzten Duell des Turniers: Marius Laux brachte den HSV mit einem Kopfballtreffer in Front. Anschließend leistete sich ein SG-Spieler ein unbeabsichtigtes, aber hartes Foul an Alexander Röger. Da dieser freie Bahn gehabt hätte, zückte der Schiedsrichter die Rote Karte und verhängte einen Strafstoß, den Selcuk Alay zum 2:0 verwandelte. Den Schlusspunkt zum 3:0 gegen die dezimierten Oberberger setzte Oliver Bernards.

 

[Für den SSV Homburg-Nümbrecht, der den Pokal 2024 und 2025 geholt hatte, war nach der Vorrunde Schluss - hier hat Viktor Haupt eine Torchance.]

 

Kleiner Trost für die Spielgemeinschaft: Neben Heiligenhaus darf sie bei den Ü40-Mittelrheinmeisterschaften am 28. Juni in Mondorf starten. Platz drei sicherte sich Refrath durch einen 2:0-Sieg gegen Wiehl. Onur Özdemir und Daniel Eck erzielten die Treffer für die „Blues“. Bei der Siegerehrung bekamen die Heiligenhauser nicht nur den großen Wanderpokal, sondern zusätzlich eine von ihnen selbst (bzw. der Firma Hartenfels, die sich bei den Siegprämien ebenfalls erkenntlich zeigte) gestiftete, neue Trophäe. Der Triumph war sicherlich auch eine Genugtuung für das überraschende Aus beim Ü32-Zunft-Kösch-Cup, wo der favorisierte Sieger der beiden Vorjahre im Viertelfinale an Nümbrecht gescheitert war.   

 

[Im Viertelfinale gegen den TuS Lindlar setzte sich der FV Wiehl, hier mit Markus Möller (re.), nach Neunmeterschießen durch, im Halbfinale gegen Heiligenhaus war dann Endstation.]

 

Für Arnoldy war es ein gelungener Abschluss in der Ü40-Altersklasse. Den SV Refrath lobte er für die Ausrichtung über den grünen Klee. „Die Refrather haben es super gemacht. Alle waren sehr zufrieden, auch mit der Versorgung mit Essen und Trinken“, so der Ausschusschef. In der Tat herrschte den ganzen Tag über eine freundschaftliche Atmosphäre, die den Vibe eines Klassentreffens versprühte. Für Arnoldy, der demnächst von Eckhard Demmer beerbt wird, gab’s viele warme Worte  - und von der Mannschaft des VfL Gummersbach zum Abschied sogar einen großen Präsentkorb, den er sichtlich gerührt entgegennahm.

 

[Sonnenbrillen waren ein Muss: Alfons Arnoldy leitete das Turnier letztmals - zusammen mit seinem Nachfolger Eckhard Demmer (re.).]

 

Nicht zuletzt dankte Arnoldy den Schiedsrichtern Hüseyin Öztürk, Murat Bagli, Mohamed Yaman, Stefan Junge, Stelio Caratzas, Marcel Lamour und Yavuz Coban, die mit den fairen Matches kaum Probleme hatten. Eine letzte offizielle Amtshandlung steht für Arnoldy noch auf dem Programm: die Finalbegegnungen der Ü32-Kreismeisterschaften am 13. Juni.

 

Zu den Ergebnissen

BILDERGALERIE

WERBUNG