FUSSBALL

Verhindertes Topspiel: Bei Hohkeppels Gegner gehen vielleicht die Lichter aus

thg; 05.11.2026, 15:00 Uhr
Foto: Thomas Giesen --- Eintracht Hohkeppel muss am Sonntag beim Siegburger SV möglicherweise auf den Einsatz von Rudolf Gonzalez verzichten.
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Verhindertes Topspiel: Bei Hohkeppels Gegner gehen vielleicht die Lichter aus

thg; 05.11.2026, 15:00 Uhr
​​​​​​​Lindlar – Eintracht Hohkeppel trifft am Sonntag auf den Vorjahresdritten Siegburger SV – Der Gastgeber zählte vor der Saison zu den Meisterschaftskandidaten – Nach Ausfall des Hauptsponsors ist die Zukunft des Klubs aber unklar.

Von Thomas Giesen

 

Siegburger SV – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15:30 Uhr).

 

Es fehlen: Hendrik Strobl, Kenneth Eligon.

 

Einsatz fraglich: Rudolf Gonzalez, Kevin Marnu.

 

Zum Spiel: Die Hohkeppeler sind ein wenig unter Druck. Nach einem bitteren 2:2-Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten FSV Neunkirchen-Seelscheid – mit einem Gegentreffer in der Schlussminute – setzte es vor rund zwei Wochen eine 3:5-Pleite gegen Frechen 20. Mittlerweile ist der Aufstiegsaspirant auf Rang drei der Tabelle abgerutscht und hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Primus aus Wegberg-Beeck. Vor allem die Anzahl der Gegentore macht Sorgen. 19-Mal klingelte es bereits im Kasten der Eintracht – der schlechteste Wert aller Teams der oberen Tabellenhälfte.

 

„Es wird auch gegen Siegburg wieder ein interessantes Spiel. Generell ist es ja so: Wenn man sich Spiele von Eintracht Hohkeppel anschaut, dann kann man sicher sein, dass für Tore gesorgt ist. Ob für uns oder gegen uns“, nimmt es Trainer Giuseppe Brunetto mit Galgenhumor. Dass die Lage ernster ist, will Brunetto nicht verschweigen. „Vor der Saison hätte ich gesagt, dass wir mit einem Unentschieden in Siegburg leben könnten. Die waren in der letzten Saison immerhin Tabellendritter. Nach der Niederlage gegen Frechen kann ich das natürlich nicht mehr sagen. Wir wollen oben dranbleiben und deshalb ist ein Sieg das klare Ziel. Wir können nicht darauf hoffen, dass die Konkurrenten nicht gewinnen“, so Brunetto.

 

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Ganz andere Probleme haben derweil die Siegburger. Mit einem stark besetzten Kader zählte der Vorjahresdritte vor der aktuellen Spielzeit zum Favoritenkreis um den Aufstieg in die Regionalliga. Das ist nun in weite Ferne gerückt. Wegen eines Insolvenzverfahrens fehlen die zugesagten Mittel des Hauptsponsors. Nach Angaben des Klubs rund die Hälfte der kalkulierten Sponsoreneinnahmen. Trainer Alexander Otto kündigte bereits Konsequenzen an. Gemeinsam mit seinem Trainerteam wird er den Klub in der Winterpause verlassen. Was mit den Spielern passiert, ist unklar. Eine Welle an Abgängen und damit das Ende des Teams in der Mittelrheinliga wird befürchtet. Bis zum Ende des Jahres wolle man aber zusammenbleiben.

 

Auch wenn es noch keine Personalflucht aus Siegburg gab – so richtig gut läuft es aktuell nicht. Mit elf Punkten steht das Team nur auf Rang elf der Tabelle. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in solchen Situationen das Pensum auch mal heruntergefahren wird. Vielleicht wird nicht mehr so oft trainiert. Aber das sind alles Spekulationen meinerseits. Und wenn es so sein sollte, dann ist es ja auch menschlich, dass man nicht mehr alles abruft, was in einem steckt. Wenn Siegburg die Probleme nicht hätte, dann stünden sie vielleicht unter den ersten vier der Tabelle. Dann wäre das gegen uns ein Topspiel“, versucht sich Brunetto an einer Erklärung.

 

Die personelle Lage der Hohkeppeler ist gut. Neben den langzeitverletzten Hendrik Strobl und Kenneth Eligon, für die mindestens die Hinrunde gelaufen ist, ist der Einsatz von Rudolf Gonzalez wegen Problemen an der Patellasehne fraglich. Kevin Marnu ist ebenfalls ein Wackelkandidat. Gegen Frechen musste der Offensivspieler nach 20 Minuten wegen Leistenproblemen ausgewechselt werden und ist weiterhin angeschlagen.