FUSSBALL

VfR, SVE-Reserve und Lindlar verlieren erneut - SVF kratzt in Unterzahl einen Punkt

lo, thg; 20.09.2026, 20:55 Uhr
Fotos: Holger Plum --- Lindlars Keeper Marco Bong ist bei dieser Flanke mit einer "Pranke" dran.
FUSSBALL

VfR, SVE-Reserve und Lindlar verlieren erneut - SVF kratzt in Unterzahl einen Punkt

lo, thg; 20.09.2026, 20:55 Uhr
Oberberg - Nächster ernüchternder Spieltag für die oberbergischen Bezirksligisten: Nur der SV Frielingsdorf konnte etwas Zählbares einfahren (AKTUALISIERT).

Jan Wellem Bergisch Gladbach - TuS Lindlar 4:2 (2:2).

 

Der TuS Lindlar konnte die Niederlagenserie nicht stoppen, zeigte aber gegen den großen Aufstiegsfavoriten eine couragierte Vorstellung. Eine Belohnung dafür strich der Aufsteiger jedoch nicht ein. „Das war wirklich sehr bitter. Heute war definitiv mehr für uns drin“, erklärte Marcel Besgen vom Trainerteam. Zunächst schien alles den erwarteten Gang zu nehmen: Die Gäste befanden sich bei einem schnell ausgeführten Freistoß der Bergisch Gladbacher im Tiefschlaf.  Megomed-Emin Shamsadov nickte die anschließende Flanke ein. Vor dem 2:0 durch Konstantin Weber deckte der TuS die Räume ebenfalls nicht sauber ab.

 

Es drohte ein Debakel, doch die Lindlarer fighteten sich ins Match zurück. Nach einem hohen Ballgewinn von Ervin Novakaj fand Marc Bruch mit seiner Hereingabe den Kopf von David Förster – 2:1 und zugleich das erste Saisontor für Grün-Weiß. Fast eine Kopie war der Ausgleichstreffer: Diesmal flankte Bruch auf den durchgelaufenen Tim Lamers, der ebenfalls sein Haupt hinhielt. Und fast wäre vor dem Kabinengang noch der fünfte Kopfballtreffer gefallen, doch Förster verpasste das Zuspiel im Anflug knapp.

 

[Die Lindlarer boten Jan Wellem sehr gut Paroli.] 

 

Nach Wiederbeginn präsentierte sich das Kellerkind weiterhin auf Augenhöhe und versäumte abermals das 2:3. Jan-Wellem-Goalie Kiril Chosov entschärfte einen Freistoß von Monty Devern sowie den Nachschuss von Rinor Latifi in überragender Manier. „Wir hätten durchaus in Führung gehen können“, so Besgen, der dann allerdings mitverfolgen musste, wie seine Schützlinge möglicherweise etwas zu viel wollten. „Es ist alles ein bisschen wilder geworden“, berichtete der Coach. Dies machte sich die Gsella-Elf zunutze und erzielte durch Weber das 3:2. Zu allem Überfluss handelte sich Novakaj Gelb-Rot ein. In der Nachspielzeit sorgte Julian Demond für die endgültige Entscheidung. Dennoch eine Leistung, die den TuS-Kickern Auftrieb geben sollte. (lo)             

 

Tore

1:0 Megomed-Emin Shamsadov (7.), 2:0 Konstantin Weber (16.), 2:1 David Förster (27.), 2:2 Tim Lamers (34.), 3:2 Konstantin Weber (75.), 4:2 Julian Demond (90.+3).   

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Lindlarer Ervin Novakaj (76.).

 

TuS Lindlar

Marco Bong; Lukas Dappen, Kenan Sarvan, Max Frangenberg (57. Felix Miebach), Monty Devern (71. Vesor Gashi), Ervin Novakaj, Tim Lamers, Marc Bruch (74. Felix Lamers), Niko Schachow, Rinor Latifi (79. Simon Hoffmann), David Förster.

 

[David Förster erzielte den ersten Saisontreffer für den TuS.]

 

Schwarz-Weiß Köln - SV Frielingsdorf 1:1 (0:0).

 

Der SV Frielingsdorf bleibt nach dem vierten Spieltag ungeschlagen, musste sich allerdings bei Schwarz-Weiß Köln mit einem Remis begnügen. „Am Ende fahren wir mit einem Punkt nach Hause. Wenn wir in Gleichzahl zu Ende spielen, gewinnen wir hier“, war Coach Andy Dreiner überzeugt. Zunächst mussten sich beide Teams in Geduld üben. Weil es zu einer langen Verzögerung beim Match der Schwarz-Weiß-Reserve gekommen war (der angesetzte Schiri war nicht aufgetaucht), erfolgte der Anpfiff mit 45-minütiger Verspätung – ein Spätstart mit Auswirkungen. „Es war in der ersten Halbzeit kein gutes Bezirksliga-Spiel. Wir haben keinen guten Fußball  gespielt“, so Dreiner.

 

Trotzdem besaß Leon Dema die große Gelegenheit zur Führung. Bei seinem Lupfer stand die Latte im Weg. Die SVF-Defensive verrichte ihren Job mit hoher Konzentration, nennenswerte Gelegenheiten für die Hausherren landeten nicht auf Dreiners Notizzettel. In der zweiten Hälfte wurde die Begegnung offener und Dema brachte Frielingsdorf in Front. Beim Jubel soll er sich beleidigend geäußert haben, so zumindest die Interpretation des Unparteiischen. Er zeigte dem Torschützen die Rote Karte. In Unterzahl hätte Justin Ufer erhöhen können, doch er scheiterte am Außennetz, nachdem er den Keeper bereits umkurvt hatte.

 

„Das war die große Chance, um das Ding heute zu ziehen“, trauerte Dreiner dem möglichen 0:2 hinterher, zumal die Domstädter kurz darauf mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss ausgleichen konnten. „Ich glaube, der Spieler war selbst überrascht, dass er den so  getroffen hat“, unkte der SVF-Trainer. Anschließend ging es für dezimierte Frielingsdorfer in einem intensiven Duell darum, wenigstens den einen Zähler zu sichern. Die Mission wurde erfolgreich erledigt. (lo)          

 

Tore

0:1 Leon Dema (54.), 1:1 Jean Marc Gnante (80.).

 

Besonderes Vorkommnis

Die Partie begann mit 45-minütiger Verzögerung, weil der Schiedsrichter des Vorspiels nicht erschienen war

Rot gegen den Frielingsdorfer Leon Dema (54. Beleidigung)

 

SV Frielingsdorf

Lukas Borkes; Kevin Ufer, Fabian Januszewski, Frederik Orbach, Jonathan Schmidt, Marvin Cortes (90.+2 Vincent Diewerge), Marvin Bieg (90.+4 Jon Langen), Philipp Schmidt (46. Daniel Okojie), Lorenzo Provenzano (84. Petros Kioutsoukis), Justin Ufer (84. Jannis Everding), Leon Dema.

 

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[Rinor Latifi hätte kurz nach der Pause zum 2:3 treffen können.]

 

VfR Wipperfürth – DJK Südwest Köln 1:4 (0:4).

 

Nach dem 0:6 in Hoffnungsthal endete auch die nächste Partie des Aufsteigers aus Wipperfürth mit einer klaren Niederlage. Bereits in Durchgang eins machten die Gäste, die vergangene Saison den Aufstieg in die Landesliga knapp verpasst hatten, mit vier Treffern alles klar, allerdings war bei den ersten beiden Toren aus Sicht von Norbert Scheider ein Geschmäckle dabei. Nach Angaben des VfR-Coaches lag in der Entstehung des 0:1 eine Abseitsstellung vor und vor dem 0:2 hätte der Unparteiische seiner Meinung unterbrechen müssen, weil ein DJK-Akteur Keeper Phil Schmidt unabsichtlich auf den Fuß gestiegen war und dieser verletzt liegen blieb.

 

„Diese Fehlentscheidungen bringen uns auf die Verliererstraße“, ärgerte sich Scheider, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass sich die Kölner  als spielstarkes Team präsentierten und den Hansestädtern noch vor dem Seitenwechsel zweimal einschenkten. „Sie haben es eiskalt ausgenutzt, dass wir nach dem Rückstand ein wenig benommen waren. In der Halbzeit wusste meine Mannschaft dann genau, was zu tun ist. Ich musste nicht viel sagen. Der Gegner hatte ganz am Ende noch zwei Chancen, sonst haben nur wir gespielt“, schilderte Scheider.

 

Die Hypothek des Vier-Tore-Rückstands erwies sich jedoch als zu hoch. Die Kölner retteten einmal auf der eigenen Torlinie, ansonsten kam bei den Wipperfürthern häufig der letzte Ball nicht an. Einzige Ausnahme: In der 80. Minute markierte Sam Kirschsieper den Ehrentreffer. „Südwest ist eine Mannschaft, gegen die man verlieren kann. Wir haben in der zweiten Halbzeit Charakter gezeigt und bis zum Schluss alles gegeben“, war Scheider nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. (lo)          

 

Tore

0:1 Kaan Kenarci (18.), 0:2 Philipp Graf (21.), 0:3 Kaan Kenarci (22.), 0:4 Philipp Graf (45.+3), 1:4 Sam  Kirschsieper (80.).

 

VfR Wipperfürth

Phil Schmidt; Enrico Meierle, Luca Börsch, Wael Majouj, Faruk Tokay, Tille Andres, Marlon Burger, Niklas Jung, Tim Kemmerich (32. Maximilian Müller), Sam Kirschsieper, Raul Yorganci.

 

 

SpVg. Rheindörfer Nord – Eintracht Hohkeppel II 7:2 (2:1).

 

Die Hohkeppeler haben die zweite Klatsche in Serie kassiert. Nach dem 2:7 auf eigenem Platz gegen Schwarz-Weiß Köln unterlag man mit demselben Ergebnis gleich dem nächsten Klub aus der Domstadt. Dabei lief so ziemlich alles schief. Keine zwei Minuten waren gespielt, da ging der Gastgeber bereits durch Dennis Kuhn in Führung. Nach einer Viertelstunde schnürte er den Doppelpack, dann gerieten die Gäste in Unterzahl.

 

Kordian Sicinski kämpfte im Laufduell in Richtung Tor mit seinem Gegenspieler, beide zogen offenbar am Trikot des Kontrahenten, aber der Rheindörfer ging zu Boden. Der Schiedsrichter entschied auf Freistoß und Notbremse und schickte Sicinski mit der Roten Karte vom Platz. „Für mich war das nicht mehr als eine gelbe Karte“, kommentierte Hohkeppels Trainer Jesse Muambay die Situation, wollte dieser aber keine entscheidende Bedeutung für den Spielverlauf beimessen. „Der Gegner war von der ersten Minute an spielbestimmend und hat auch verdient geführt“, sagte er.

 

Bis zur Pause hielt sich die Eintracht schadlos und kam sogar zum Anschluss durch Miran Agirbas. Gleich nach dem Seitenwechsel wurde man dann aber kalt erwischt. Marcel Dawidowski und Julian Potisk stellten binnen weniger Minuten auf 4:1. „Damit war das Spiel eigentlich entschieden. Der Gegner hat es dann mit seiner Qualität runtergespielt. Da hat man gemerkt, dass noch ein wenig Kreisliga B in der Mannschaft steckt. Aber wir dürfen uns danach nicht so aufgeben“, bilanzierte Muambay. Joel Heuter und zweimal Manuel Montag erhöhten, Noah Becker gelang Ergebniskosmetik. (thg)

 

Tore

1:0 Dennis Kuhn (2.), 2:0 Dennis Kuhn (15.), 2:1 Miran Agirbas (45.), 3:1 Marcel Dawidowski (47.), 4:1 Julian Potisk (49.), 5:1 Joel Heuter (57.), 6:1 Manuel Montag (59.), 7:1 Manuel Montag (65.), 7:2 Noah Becker (79.).

 

Eintracht Hohkeppel II

Jan Lenau; Nelly Megbe (58. Taha Taylan), Miran Agirbas, Dave Famakinwa (46. Kenneth Oligon), Lucas Munetic, Jannis Papanikolaou (64. Melih Özkan), Ali Elyaqine (64. Danny Michel), Kordian Sicinski, Oliwier Sicinski, Noah Becker, Kai Hense (46. Kaan Gözübüyük).

 

Besonderes Vorkommnis

Rot gegen den Hohkeppeler Kordian Sicinski (25. Notbremse). 

 

Tabelle und Ergebnisse Bezirksliga

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