FUSSBALL
Wiehl deklassiert den THB – Derschlag gegen Nümbrecht im Alu-Pech
Oberberg - Die beiden Landesligisten bestreiten am Sonntag einmal mehr das Finale des Sparkassen-Cups – Wiehl feiert gegen Bröltal einen Kantersieg, der SSV wurde im anderen Halbfinale deutlich stärker gefordert.
Im morgigen Finale des Sparkassen-Cups kommt es einmal mehr zum Aufeinandertreffen der beiden Landesliga-Schwergewichte. Während der FV Wiehl dem TuS Homburg-Bröltal nicht den Hauch einer Chance ließ, hatte Abo-Champion Nümbrecht deutlich mehr Mühe, um die Borussia aus Derschlag zu bezwingen. Trotz schwüler Hitze fanden sich viele Zuschauer im Nümbrechter Stadion ein, um die Halbfinals zu verfolgen.
Am Sonntag müssen die vier Teams noch einmal an ihre Grenzen gehen, denn sowohl das Spiel um Platz drei (15 Uhr) als auch das Endspiel (17:30 Uhr) gehen über die volle Distanz von 2x45 Minuten. Alle bisherigen Begegnungen des Sparkassen-Cups dauerten 2x30 Minuten – oder wegen Sonnenfinsternis-Bedenken sogar noch kürzer.
TuS Homburg-Bröltal – FV Wiehl 0:6 (0:2).
[Sascha Mühlmann sah eine starke Leistung einer Mannschaft.]
Wer gedacht hatte, dass der A-Ligist den FV Wiehl die Finalteilnahme streitig machen könnte, musste sich schnell eines Besseren belehren. Die Mannschaft von Trainer Sascha Mühlmann zeigte sich im Vergleich zum schwachen Auftritt im Viertelfinale gegen den C-Ligisten Dieringhausen wie verwandelt und nutzte gegen den ersatzgeschwächten THB gleich seine erste Möglichkeit durch Florian Liebelt zur Führung.
Die Bröltaler fanden auch in der Folge nicht in die Zweikämpfe und bekamen das Zentrum nicht geschlossen. Wiehl agierte konzentriert und ließ die Kugel laufen. Liebelt zielte nach Vorarbeit von Paul Neuendorff knapp vorbei (9.), ein Kopfball von Ali Can Gültekin nach einer Ecke verfehlte den Torwinkel um Zentimeter (11.) und Felix Krüger verzog freistehend nach einer Liebelt-Hackenablage (15.).
[THB-Trainer Mats Bollmann war schnell klar, dass es heute nicht für eine Überraschung reichen wird.]
Die erste Gelegenheit für Bröltal durch Jan Mortsiefer war eine der harmlosen Sorte (17.), wenig später staubte Gültekin locker zum 2:0 ab, nachdem Liebelts Abschluss abgewehrt worden war. Yüksel Özkan scheiterte am Innenpfosten (21.), Vinzent Stoffel im Eins-gegen-Eins an Schlussmann Samuel Pagel (25.).
Schon zur Pause also hätte der Zwischenstand höher ausfallen können, das Toreschießen holte Wiehl dann im zweiten Durchgang nach. Nach einer Kombination über Liebelt und Krüger erhöhte Elias Butzmuehlen auf 3:0, Krüger steuerte nach einer Einzelleistung den vierten Treffer bei.
Einziger Aufreger aus THB-Sicht war ein frecher 70-Meter-Versuch von Bastian Sellau, doch der Ball segelte nicht nur über FV-Goalie Justin Broy hinweg, sondern auch am Gehäuse vorbei (50.). Das 5:0 besorgte Yannick Zwiebel per abgefälschten Freistoß, bevor Yekcan Yildirim mit einem Distanzschlenzer in den Knick den sehenswerten Schlusspunkt setzte.
Tore
0:1 Florian Liebelt (4.), 0:2 Ali Can Gültekin (17.), 0:3 Elias Butzmuehlen (37.), 0:4 Felix Krüger (40.), 0:5 Yannick Zwiebel (57.), 0:6 Yekcan Yildirim (59.).
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[Faire Geste: Die Wiehler Florian Liebelt und Alexander Marks (re.) geleiten den verletzten Bröltaler Max Hertrampf vom Platz.]
SSV Homburg-Nümbrecht – Borussia Derschlag 2:0 (0:0).
[SSV-Trainer Marcus Voike musster länger um den Finaleinzug bangen, als ihm lieb war.]
Nach dem einseitigen ersten Halbfinale sahen die Zuschauer im Anschluss eine eindeutig spannendere Partie, denn der Kreisliga A-Aufsteiger zeigte gegen den Titelverteidiger eine mutige Vorstellung und versteckte sich keineswegs. In einem zweikampbetonten Match blieben Strafraumszenen zunächst eine Rarität. Die Nümbrechter forderten in der 18. Minute vergeblich einen Handelfmeter, als ein Freistoß von Andre Dej in der Mauer mit der Hand geblockt wurde, die Pfeife des Unparteiischen jedoch stumm blieb. Auf der Gegenseite schoss Akram Al Najjar nach Vorlage von Triantafilos Vlachos vorbei (24.).
Kurz darauf zeigte der Referee im Borussia-Strafraum auf den Punkt, diesmal waren die Derschlager mit der Handspiel-Entscheidung nicht einverstanden. Kilian Seinsche schob den Strafstoß rechts am Kasten vorbei. Mouad Zakis Abschluss landete drüber (29.).
[Derschlags Trainer Dimitri Wirschke dürfte mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden gewesen sein.]
Zu Beginn der zweiten Hälfte knallte Derschlags Ahmad Al Masaoud einen Freistoß an die Querstange (32.), nur 120 Minuten später schloss Dej ein Dribbling mit einem satten Schuss unters Tordach ab – 1:0 für den Favoriten. Die eingewechselten Dean-Robin Paes und Michael Ojesanmi verpassten die Vorentscheidung zugunsten des SSV (44., 49.), doch Derschlag schnupperte noch einmal an der Überraschung, als Jordi Scherbaum das Leder an den Pfosten zirkelte (54.). Im Gegenzug jagte Ojesanmi das Spielgerät aus der Nahdistanz über den Bauzaun (55.), machte dann aber per Stocher-Tor den Deckel drauf.
Tore
1:0 Andre Dej (34.), 2:0 Michael Ojesanmi (56.).
Besonderes Vorkommnis
Nümbrechts Kilian Seinsche schießt einen Handelfmeter am Tor vorbei (27.).
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[Derschlags Jordi Scherbaum traf beim Stande von 1:0 für Nümbrecht den Pfosten.]
Spielplan (Spielzeit: 2x30 Minuten/am Finaltag: 2x45 Minuten)
Halbfinale
Bröltal– Wiehl 0:6
Nümbrecht – Derschlag 2:0
Sonntag, 16. August
Spiel um Platz drei: Bröltal – Derschlag (15 Uhr)
Finale: Wiehl – Nümbrecht (17:30 Uhr)

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