FUSSBALL

Wiehl kann für Klarheit sorgen – Schönenbach muss zum Gipfeltreffen nach Deutz

thg, lo; 21.05.2026, 09:00 Uhr
Archivfoto: Thomas Giesen --- Das Hinspiel in Flittard gewann der FV Wiehl durch ein Last-Minute-Tor mit 2:1. Ob Jan Peters (re.) am Montag einsatzfähig ist, entscheidet sich kurzfristig.
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Wiehl kann für Klarheit sorgen – Schönenbach muss zum Gipfeltreffen nach Deutz

thg, lo; 21.05.2026, 09:00 Uhr
Oberberg – Landesliga: Der FV Wiehl empfängt Flittard zum Kellerduell, bei einem Sieg wäre der Mühlmann-Elf der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen, Nümbrecht empfängt Tabellennachbar Bad Honnef – Bezirksliga: Schönenbach will in Deutz Platz eins verteidigen, Frielingsdorf hat abstiegsbedrohte Zündorfer zu Gast.

Vorschau Landesliga (28. Spieltag)

 

FV Wiehl – SpVg. Flittard (Montag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 2:1.

 

Es fehlen: Paul Neuendorff, Marvin Bollow, Rene Gailowitz, Kevin Derksen.

 

Einsatz fraglich: Justus Dabringhausen, Jan Peters, Collins Ihekaire.

 

Zum Spiel: Der Pfingstmontag kann für den FV Wiehl zum entscheidenden Datum in dieser Saison werden: Gewinnt die Mannschaft von Sascha Mühlmann das Duell gegen den Drittletzten aus Flittard, ist die Versetzung ins nächste Landesliga-Jahr nicht mehr gefährdet. Selbst ein Unentschieden hilft eher den Hausherren weiter, würde der Vorsprung auf die Kölner doch unverändert bei fünf Zählern bleiben – das wäre bei noch zwei zu absolvierenden Matches ebenfalls eine Vorentscheidung. Bei einer Niederlage würde das Zittern richtig losgehen. Dann könnte jede weitere Pleite im Saisonschlussspurt weitreichende Konsequenzen haben. Dass die Tabellenkonstellation für die Wiehler nicht unkomfortabler ist, haben sie auch der Tatsache zu verdanken, dass Flittard zuletzt aufgrund zweier später Gegentore nicht über ein 3:3-Unentschieden gegen Blau-Weiß Köln hinauskam.    

 

Mühlmann ist kein Freund von Eventualitäten und Rechenspielen, stellt vor diesem Hintergrund klar: „Wir wollen das Spiel gewinnen, um einen Haken an die Saison machen zu können und Planungssicherheit zu haben.“ Dass der Klassenerhalt noch nicht gesichert ist, liegt an der bescheidenen Ausbeute der vergangenen Wochen. Auf der Habenseite stehen aus den letzten fünf Begegnungen lediglich der Dreier gegen Mondorf (2:1) und die Nullnummer gegen Schlebusch. Hinzu kommen die drei Pleiten gegen Neunkirchen-Seelscheid (1:4), Blau-Weiß Köln (3:4) und FV Bonn-Endenich (2:6).

 

Die 15 Gegentreffer im genannten Zeitraum zeugen davon, dass den Wiehlern die defensive Sicherheit momentan abgeht. Die vielen personellen Umstellungen haben gewiss nicht dazu beigetragen, dass das Konstrukt auf einem stabileren Fundament steht. Das Gros der Gegentreffer sei indes auf krasse individuelle Aussetzer zurückzuführen, wie Mühlmann betont. „Die müssen wir am Montag unbedingt abstellen, sonst werden wir wieder bestraft. Wir müssen einfach konzentrierter agieren als zuletzt. Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, wird sich durchsetzen.“

 

Zur Wahrheit gehört auch: In Endenich wollte Mühlmann absolut gar kein Risiko eingehen, weshalb er einigen Leistungsträgern, die sich nun schon seit Wochen mit größeren oder kleineren Blessuren herumschlagen, eine Verschnaufpause gönnte – „natürlich auch im Hinblick auf das Flittard-Spiel“, so der Trainer, der hofft, dass Jan Peters, Justus Dabringhausen und Collins Ihekaire rechtzeitig fit werden. Alexander Marks ist nach überstandener Fußverletzung ins Training zurückgekehrt und wieder eine Option.             

 

Die Gäste aus der Domstadt, ohnehin für eine recht risikoreiche Ausrichtung bekannt und mit 90 Gegentreffern die mit Abstand größte Schießbude der Liga, sind am Feiertag zum Siegen verdammt. Nicht auszuschließen, dass sie deshalb im hinteren Bereich größere Freiräume offenbaren, was kein Nachteil für Wiehl sein sollte. „Wir wissen, wie wir sie bespielen müssen“, sagt Mühlmann und ergänzt: „Es wird auch auf das Momentum und die Tagesform ankommen – und darauf, wer es mehr will. Und das wollen wir sein.“ Ab dem Vormittag findet auf der Walter-Lück-Sportanlage im Rahmen der Wiehler Jugend-Fußballtage ein U7-Turnier statt. Die Kulisse sollte also stimmen. (lo)    

 

 

SSV Homburg-Nümbrecht – FV Bad Honnef (Montag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 0:0.

 

Es fehlen: Henry Schäumer, Kilian Seinsche, Dogukan Bülbül, Dean-Robin Paes, Caleb Murphy, Niklas Goße, Moritz Becker, Tom Hillenbach.

 

Zum Spiel: Die Nümbrechter empfangen die Honnefer zum Verfolgerduell. Angesichts 20 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze, bei nur noch zwei ausstehenden Spielen, kann von „Verfolgung“ jedoch längst keine Rede mehr sein. In der Begegnung des Tabellenfünften mit dem Vierten des Tableaus geht es nur noch um die Goldene Ananas. „Klar werden wir versuchen, die Punkte zu holen. Aber ob wir am Ende auf Platz vier oder fünf landen, ist unerheblich. In der Landesliga gibt es keine Fernsehgelder für Tabellenplätze zu verteilen“, macht SSV-Trainer Marcus Voike deutlich, dass sich die Wichtigkeit der Partie in Grenzen hält.

 

Im Lager der Nümbrechter schaut alles in Richtung Kreispokalhalbfinale gegen den A-Ligisten SV Altenberg, das am folgenden Donnerstag ausgetragen wird. „Wir wollen gegen Honnef gut performen, damit wir gut gelaunt ins Pokalspiel gehen können. Ich verlange von den Jungs auch eine andere Leistung als gegen Spich. Vor allem in der Offensive erwarte ich mehr Durchschlagskraft“, sagt Voike, dessen Elf am vergangenen Sonntag mit 0:3 verlor. Geschont werde jedenfalls niemand, was auch kaum möglich sei angesichts der schwerwiegenden Personalprobleme. „Wir haben ja kaum noch Spieler übrig. Viel Zauberei und viele Wechsel wird es nicht geben“, so Voike.

 

Mit Henry Schäumer ist ein weiterer Ausfall hinzugekommen. Der Defensivspieler muss nach der fünften Gelben Karte ein Spiel zuschauen. Gute Nachrichten gibt es derweil von Robin Brummenbaum, der nach langer Verletzungspause sein Comeback im Aufgebot feiern könnte. „Brummi ist zwar noch im Aufbautraining, aber ich hoffe, dass wir ihn vielleicht im Pokal bringen können. Das wäre wichtig, weil wir möglicherweise gegen einen tief stehenden Gegner spielen werden“, hofft Voike auf die Qualitäten des Mittelstürmers zurückgreifen zu können. (thg)

 

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Vorschau Bezirksliga (28. Spieltag)

 

SV Deutz 05 – SV Schönenbach (Montag, 15:30 Uhr).

 

Hinspiel: 3:1.

 

Es fehlen: Rolf Unzola, Astrit Dauti, Patrick Schmidt, Pascal Königs.

 

Einsatz fraglich: Gabriel Werner.

 

Zum Spiel: Es wird heiß am Pfingstmontag und das nicht nur wegen des angekündigten Sommerwetters. Das Rennen um den Aufstieg spitzt sich zu. Der SV Schönenbach reist als Tabellenführer zum direkten Verfolger Deutz 05 – mit nur einem Punkt Vorsprung im Gepäck. Ein Sieg im drittletzten Saisonspiel gegen den Kölner Veedelsklub wäre ein Riesenschritt in Richtung Landesliga. Schönenbachs Sportlicher Leiter Matthias Siebertz ist kampfeslustig: „Wir hatten 23 Mann beim Training und es ging richtig zur Sache. Ich vertraue auf die Mannschaft, dass alle wissen, was sie schaffen können. Innerhalb von sechs Tagen wird alles für das ganze Jahr entschieden“, hat er bereits auch die nächste Begegnung mit dem aktuellen Tabellendritten DJK Südwest Köln im Blick, die der Showdown im Kampf um den Bezirksligatitel sein könnte.

 

Die Deutzer haben sich jüngst gegen Südwest einen Punktverlust geleistet und dem SVS damit den Sprung auf Rang eins ermöglicht. 0:1 lagen die 05er zurück, als Defensivspieler Elias Koaibi die Rote Karte sah und dennoch gelang den Deutzern noch der Ausgleich. Siebertz ist gewarnt und erinnert sich nur ungern an das Hinrundenspiel. „Damals haben wir eine fiese Klatsche bekommen. Der Gegner war klar besser als wir, das muss man anerkennen. Aber es haben bei uns auch die beiden Innenverteidiger Sven Wurm und Meikel Harder gefehlt. Und die Defensive ist ja unser Prunkstück“, sagt Siebertz.

 

Bei der Zahl 23 dürfte der eine oder andere nun hellhörig geworden sein, denn so viele Spieler stehen eigentlich gar nicht in der Schönenbacher Kaderliste. Siebertz hatte jüngst verlauten lassen, alles Mögliche tun zu wollen, um in der Schlussphase der Spielzeit erfolgreich zu sein. Schon am vergangenen Sonntag präsentierten die Schönenbacher mit Gabriel Pavic, zuvor ohne Verein, einen neuen Namen im Aufgebot. Wolfgang Müller, der die Schönenbacher bis zum Saisonende als Trainer begleiten wird, hatte den Außenspieler ins Gespräch gebracht und Siebertz verpflichtete ihn. Nicht ausgeschlossen, dass am Montag noch weitere Überraschungen auftauchen. (thg)

 

 

SV Frielingsdorf – Germania Zündorf (Montag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 3:1.

 

Es fehlen: Gianluca Fliegner, Laurin Schenk, Yannick Blumberg, Jannis Everding, Luca Everding.

 

Zum Spiel: Der SV Frielingsdorf bildet erneut das Zünglein an der Waage: Die nächste Partie steht unter den gleichen Vorzeichen wie die jüngste Begegnung gegen den CfB Ford Niehl. Das Team von Andy Dreiner trifft auf eine Mannschaft, die ums sportliche Überleben kämpft. Aktuell rangiert Germania Zündorf auf dem ersten Abstiegsplatz, vom rettenden Ufer lediglich getrennt durch die schlechtere Tordifferenz gegenüber Niehl.

 

Die Gäste hatten sich vergangene Woche von ihrem erst zur Rückrunde installierten Trainer Andreas Dick getrennt, als „Feuerwehrmänner“ sind Oliver Heitmann und Angelo Mule eingestiegen. Unter ihrer Regie feierten die Zündorfer im Kellerduell gegen den TFC Köln einen 3:2-Erfolg. Unter den Torschützen war der reaktivierte Paul Weist – ein Abwehrhüne, den Dreiner aus gemeinsamen Zeiten beim SV Bergisch Gladbach 09 kennt.

 

Der Frielingsdorfer Coach weiß, worauf es ankommen wird, schließlich gab es bereits in Niehl genügend Anschauungsunterricht in Sachen Abstiegskampf. Am Ende verbuchte der SVF ein eher glückliches 1:1. „Wir treffen am Montag auf einen Gegner, der alles reinwerfen wird, um am Leben zu bleiben. Wichtig wird sein, mit einer gewissen Spannung reinzugehen, und dann zu versuchen, unsere Stärken auszuspielen. Wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen, können wir jedem Gegner wehtun, mit nur 85 oder 90 Prozent wird es aber nicht funktionieren“, seien laut Dreiner gegen den aktuellen Drittletzten zuallererst die berühmten Grundattribute des Fußballs gefordert. „Es wird darum gehen, viel Leidenschaft an den Tag zu legen und dagegenzuhalten.“        

 

Von den Langzeitausfällen abgesehen, kann Dreiner – Stand jetzt – aus dem Vollen schöpfen. Derweil befinden sich die Verantwortlichen in finalen Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen für die kommenden Saison. Spruchreif sei nach Angaben des Coaches jedoch noch nichts. (lo)  

 

 

Vorschau Jugendfußball

 

B-Junioren Mittelrheinliga (Nachholspiel vom 21. Spieltag)

FV Wiehl – SV Deutz 05 (Montag, 17:15 Uhr)

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