FUSSBALL

Wiehl und Schönenbach weiterhin im Krisenmodus

thg, lo; 11.10.2026, 21:00 Uhr
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Wiehl und Schönenbach weiterhin im Krisenmodus

thg, lo; 11.10.2026, 21:00 Uhr
Oberberg - Wiehl wird von Brauweiler deklassiert - Schönenbach unterliegt Mondorf - Dej sichert Nümbrecht ein spätes Remis in Pesch - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).

Grün-Weiß Brauweiler – FV Wiehl 6:0 (2:0).

 

Der FV Wiehl bleibt auch nach dem siebten Spieltag das einzige sieglose Team in der Landesliga. Die Gäste bezogen bei Grün-Weiß Brauweiler eine 0:6-Klatsche und verharren damit auf dem letzten Tabellenplatz. „Das ist schon heftig und hart“, merkte ein geknickter Interimstrainer Marek Lesniak an. Laut seinen Schilderungen waren die Gäste anfangs gut im Spiel und verzeichneten auch die erste Topchance des Nachmittags. Aus zentraler Position schoss Jan Peters das Leder über den Kasten. „Wer weiß, wie das Spiel läuft, wenn wir da in Führung gehen“, unkte der Ex-Profi.

 

Vor dem 1:0 durch Adrian Szöke monierten die Wiehler vergeblich ein Foulspiel an Bastian Schwarz. Keeper Justin Broy wurde per Lupfer überwunden. Danach verpasste Justus Dabringhausen den Ausgleich, als er aus kurzer Distanz am Torhüter scheiterte. Der Nachschuss der Gäste wurde von der Linie gekratzt. „Und praktisch im Gegenzug bekommen wir den zweiten Gegentreffer“, berichtete Lesniak.

 

Der Schütze war Lukas Stegemann, der den Wiehler auch im zweiten Durchgang wehtat. Binnen kürzester Zeit schnürte er nach knapp einer Stunde einen Doppelpack und zerstörte damit die letzten Hoffnungen auf eine Aufholjagd. Zuvor hatte Dabringhausen bei einer aussichtsreichen Offensivaktion zu überhastet abgeschlossen und so den möglichen Anschluss versäumt.

 

Die Gegenwehr des Schlusslichts war nun gebrochen, sodass Noah Kostka mit zwei Treffern das halbe Dutzend vollmachen konnte. „Das war eine verdiente Niederlage, nach Chancen kann es 9:4 ausgehen. Brauweiler ist spielerisch stark und wir haben keinen Zugriff bekommen. Die Gegentore waren ärgerlich und vermeidbar. Warum sich am Ende ein paar Jungs aufgegeben haben, weiß ich nicht“, bilanzierte Lesniak. (lo)         

 

Tore

1:0 Adrian Szöke (23.), 2:0 Lukas Stegemann (31.), 3:0 Lukas Stegemann (57.), 4:0 Lukas Stegemann (59.), 5:0 Noah Kostka (70.), 6:0 Noah Kostka (88.).  

 

FV Wiehl

Justin Broy; Gino Lanfranco, Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin, Alexander Marks (80. Sem Likya), Yekcan Yildirim (73. Elias Butzmuehlen), Vinzent Stoffel (62. Yannick Zwiebel), Yannik Clemens (62. Yüksel Özkan), Florian Liebelt, Jan Peters (76. Jordy Schurzmann), Justus Dabringhausen.

 

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SV Schönenbach – TuS Mondorf 1:2 (0:2).

 

Die Schönenbacher müssen weiter auf das nächste Erfolgserlebnis warten. Gegen starke Mondorfer kassierte das Team von Trainer Torsten Reisewitz die bereits sechste Saisonniederlage im siebten Spiel. Und erneut verspielten die Hausherren im ersten Durchgang ein besseres Ergebnis. Keine Minute war gespielt, als die Mondorfer die erste Doppelchancen zur Führung hatten. Meikel Harder rettete allerdings zweimal spektakulär auf der Torlinie und hielt seine Mannschaft im Spiel.

 

„Wir waren in den ersten 15 Minuten überhaupt nicht im Spiel und hatten gar keinen Zugriff auf den Gegner. Mondorf hat es aber nicht geschafft, die Phase zur Führung zu nutzen“, war Reisewitz froh über die mangelnde Effizienz der Gäste. Auf der Gegenseite bot sich sogar die Chance zur Führung. Danylo Kowalenko hatte sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt und legte überragend in die Mitte, wo Umut Kizilyar den Ball aus kurzer Distanz dem Torwart in die Arme schoss. „Wir holen in den Phasen, in denen wir gut sind, zu wenig raus. Machen wir das Tor, dann läuft das Spiel vielleicht anders und wir können aus einer Führung heraus anders agieren. So eine Aktion muss man wegmachen“, so der Coach.

 

Die Quittung bekamen die Schönenbacher per Doppelschlag präsentiert. Mondorf bereitete die ersten beiden Tore jeweils über die Außenpositionen vor und brachten die Bälle ins Zentrum. Ioannis Simeonidis und Paul Bartsch drangen mit Tempo in die Box ein und es stand 2:0 für Mondorf. Die zweite Hälfte begann mit einer guten Chance für die Hausherren. Gabriel Werner scheiterte jedoch an Mondorfs Torwart Michael Vogel, im weiteren Verlauf hatte der SVS weitere Gelegenheiten durch Umut Kizilyar der doppelt vergab, und Danylo Kowalenko, den Anschluss herzustellen. Aber auch auf der Gegenseite wurde es mehrfach gefährlich. Die beste Chance der Mondorfer entschärfte Schönenbachs Torwart Frederic Löhe glänzend.

 

Kurz vor dem Ende half der Gegner dann mit, dass die Schönenbacher wenigstens einmal jubeln konnten. Aus dem Gewühl heraus bugsierte Mondorfs Gerrit Vos den Ball in die eigenen Maschen. „Wir waren defensiv heute zu luftig und können noch froh sein, nur zwei Gegentreffer kassiert zu haben. Aber wir sind nicht die einzigen, die Schwierigkeiten haben. Mit unseren drei Punkten sind wir noch immer in Schlagdistanz zur Nichtabstiegszone“, sieht Reisewitz noch nicht aller Tage Abend angebrochen. (thg)

 

Tore

0:1 Ioannis Simeonidis (33.), 0:2 Paul Bartsch (36.), 1:2 Gerrit Vos (81., Eigentor).

 

SV Schönenbach

Frederic Löhe; Masaya Taki (46. Leif Bergmann), Davin Dresbach, Meikel Harder, Emre Bodur (46. Prince Gbeke), Elham Isakoski, Siamd Al-Awde, Gabriel Werner, Muhammet Akar (85. Patrick Schmidt), Umut Kizilyar, Danylo Kowalenko.

 

 

FC Pesch – SSV Homburg-Nümbrecht 1:1 (1:0).

 

Die Nümbrechter haben das Unheil noch einmal abgewendet. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit gelang den Gästen der Ausgleichstreffer durch André Dej. Allerdings sollte es das noch nicht gewesen sein. Denn in der Nachspielzeit hatte Niklas Clemens sogar die Riesenchance zum Siegtreffer, brachte den Ball aber aus kurzer Distanz nicht im Tor unter. „Natürlich hätte ich mich sehr über drei Punkte gefreut, aber das wäre etwas zu viel gewesen. Dass wir noch den Ausgleich gemacht haben, war verdient“, bilanzierte Nümbrechts Trainer Marcus Voike, der angesichts der Umstände zufrieden war.

 

Im Vorfeld wurde bekannt, dass sich Felix Sievers am Mittwochabend beim Sieg im FVM-Pokal gegen den FV Bad Honnef einen Riss des Innenmeniskus zugezogen hat, Bei Dean-Robin Paes macht eine alte Knieverletzung wieder Probleme, zudem fehlten Kilian Seinsche und Joscha Trommler, die nach Urlaubsfahrten in der Reserve eingesetzt wurden. Und so ging es mit kleinem Kader gegen den neuformierten Mittelrheinligaabsteiger. „Wir waren zunächst gut im Spiel und dachten, hier brennt heute nichts an“, meinte Voike, behielt aber Unrecht.

 

Michael Ojesanmi stand zweimal aussichtsreich, traf aber jeweils den Ball nicht richtig und verpasste den Führungstreffer. Die Pescher zeigten sich derweil eiskalt. Nach einem Angriff über die linke Seite und einer scharfen Hereingabe sorgte Tobias Wild mit einem strammen Flachschuss für die Führung der Gastgeber. „Das hat uns so ein bisschen den Stecker gezogen. Man hat gemerkt, dass die Jungs müde waren. Die Form war im Vergleich zum Auftritt gegen Honnef ein Unterschied wie Tag und Nacht“, begründete Voike, warum sich seine Elf so schwertat. Bis in die Schlussphase mühten sich die Nümbrechter, vielleicht doch noch den Ausgleich zu erzielen und wurden belohnt.

 

Die Gäste hatten mittlerweile alles nach vorne geworfen und selbst Innenverteidiger Sebastian Ramspott in die Sturmspitze beordert. Nach einer Flanke von Niklas Clemens köpfte André Dej letztendlich das 1:1. „Ich kann den Jungs nichts vorwerfen. Sie haben alles rausgehauen. Das war ein Punkt für die Moral“, meinte Voike. (thg)

 

Tore

1:0 Tobias Wild (22.), 1:1 André Dej (89.).

 

SSV Homburg-Nümbrecht

Matteo Tessarolo; Felix Adamietz (84. Dogukan Bülbül), Henry Schäumer, Sebastian Ramspott, Moritz Becker (57. Philipp Rüttgers), Lukas Grünberg, Ricardo Bauerfeind (81. Ritsuki Oyama), André Dej, Collins Ihekaire (69. Marc Wolf), Niklas Clemens, Michael Ojesanmi (57. Dennis Kania).

 

Tabelle und Ergebnisse Landesliga

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