FUSSBALL
Wiehl unterliegt dem Primus - Nümbrecht weist Rheinbach in die Schranken
Oberberg - Während die Wiehler deutlich gegen Neunkirchen-Seelscheid verloren, belohnte sich der SSV für eine starke Vorstellung - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).
SSV Homburg-Nümbrecht – SC Rheinbach 4:0 (3:0).
Die Nümbrechter haben sich erfolgreich gegen alle widrigen Umstände gewehrt. Im Fokus stand die Unterstützung der 2. Mannschaft, zudem fielen mit Caleb Murphy und Sebastian Ramspott zwei weitere Spieler kurzfristig aus, sodass nur noch zwei gesunde Feldspieler auf der Bank Platz nahmen. „Wir wollten die 2. Mannschaft natürlich füttern und das hat hervorragend geklappt. Das war ein super Wochenende für den SSV Nümbrecht“, war Trainer Marcus Voike vollends zufrieden. Die Reserve schlug den BSV Bielstein mit 2:0 und dürfte den Klassenerhalt damit sicher in der Tasche haben.
Zudem gelang der Spagat, Teile des Teams für das anstehende Pokalduell gegen den FV Wiehl zu schonen, denn gegen die Rheinbacher waren die Weichen früh auf Sieg gestellt. „Wir haben ja nichts mehr zu verlieren. Also pressen wir Eins-gegen-Eins. Wir haben auch verschiedene Abwehrketten ausprobiert, um den Gegner zu verwirren“, erklärte Voike, dessen Elf von Beginn an dominant agierte und schnell zur Führung kam. Joscha Trommler schickte Dean-Robin Paes tief, der mit einem Lupfer Rheinbachs Torwart Kacper Majchrowski überwand. Felix Klein schon nach einem Querpass von Felix Sievers den Ball zum 2:0 über die Linie, ehe Sievers nach Vorarbeit von Paes ebenfalls keine Mühe hatte, das Rund zum 3:0 in die Maschen zu drücken.
Mit dem 4:0 von Lukas Grünberg, der eine weitere Vorarbeit von Dean-Robin Paes versenkte, war die Messe zugunsten der Hausherren gelesen. "Wir haben es dann souverän runtergespielt und haben auch einen Gang herausgenommen, hinsichtlich des Pokalspiels gegen Wiehl. Aber wir hätten auch noch ein oder zwei Tore mehr machen können. Ich glaube, der Gegner hatte keine echte Torchance“, war Voike zufrieden. (thg)
Tore
1:0 Dean-Robin Paes (11.), 2:0 Felix Klein (39.), 3:0 Felix Sievers (42.), 4:0 Lukas Grünberg (56.).
SSV Homburg-Nümbrecht
Matteo Tessarolo; Felix Adamietz, Henry Schäumer, Philipp Rüttgers, Lukas Grünberg, Ritsuki Oyama (68. Mouad Zaki), Marvin Hennecken, Joscha Trommler (79. Fritz Schäfer), Felix Klein, Felix Sievers, Dean-Robin Paes (57. Dennis Kania).
FSV Neunkirchen-Seelscheid - FV Wiehl 4:1 (2:0).
Nichts zu holen gab es für den FV Wiehl im Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten FSV Neunkirchen-Seelscheid. Wie in der Hinrunde setzte es eine 1:4-Niederlage. Auf einen Sieg gegen einen Top-fünf-Vertreter muss das Team von Coach Sascha Mühlmann somit weiter warten. Immerhin änderte sich nichts am Sechs-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz: Flittard ging mit 2:7 in Marialinden unter, war also weit davon entfernt, Boden gutzumachen.
„Wir haben völlig verdient verloren. Neunkirchen macht es aber auch mannschaftstaktisch sehr stark. Und wir waren fast mit dem letzten Aufgebot da“, erklärte Co-Trainer Philipp Schneider. Der beste Wiehler Torschütze, Justus Dabringhausen, stand zwar im Kader, wurde aber aufgrund seiner Oberschenkelprobleme und als sich die Niederlage abzeichnete, geschont. Vinzent Stoffel war erst heute Morgen von einer Urlaubsreise zurückgekehrt und wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt. Zudem gibt es möglicherweise ein weiteres Sorgenkind: Collins Ihekaire musste Ende der ersten Halbzeit angeschlagen runter. Schneider hofft, dass sich die Verletzung nicht als Muskelfaserriss entpuppt. „Das wäre natürlich der Super-GAU."
Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt. Bereits nach sieben Minuten erzielte Rico Heinen das 1:0 und gab damit die Richtung vor. Nach knapp einer halben Stunde erhöhte Nils Stephan auf 2:0. Unmittelbar nach Wiederanpfiff wurde den Wiehlern – mit den A-Jugendlichen Yasin Tarikus und Elias Butzmuehlen in der Anfangsformation - endgültig der Stecker gezogen: Stephan verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter zum 3:0. Danach ging es für die Gäste vornehmlich darum, den Schaden in Grenzen zu halten, wobei der eingewechselte Kjell Simnonia das Resultat weiter in die Höhe schrauben konnte.
Die Ergebniskosmetik aus FV-Sicht war Joker Mirac Ören vorbehalten, der normalerweise in der 2. Mannschaft zum Einsatz kommt. Auch das also ein Ausdruck für die personellen Probleme. „Die Jungs haben sich nicht aufgegeben, aber von der Verletztenliste her war es heute extrem bei uns und der Gegner auch einfach gut“, hakte Schneider die Pleite zügig ab.
Tore
1:0 Rico Heinen (7.), 2:0 Nils Stephan (29.), 3:0 Nils Stephan (47. Foulelfmeter), 4:0 Kjell Simnonia (75.), 4:1 Mirac Ören (82.).
FV Wiehl
Maximilian Vollmer; Gino Lanfranco, Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin (58. Finn Hartmann), Yannick Zwiebel, Collins Ihekaire (42. Yekcan Yildirim), Jordi Schurzmann (46. Vinzent Stoffel), Yannik Clemens, Yasin Tarikus, Elias Butzmuehlen (70. Mirac Ören), Florian Liebelt.