GUMMERSBACH
40.000 Euro für schwer kranke Kinder
Gummersbach - Der Nick & Co.-Cup erzielte in diesem Jahr ein Rekordergebnis - Beim Sponsorenabend wurde deutlich, wie die Spenden über die Ursula-Barth-Stiftung betroffenen Familien helfen.
Der Nick & Co.-Cup hat beim diesjährigen Sponsorenabend ein Rekordergebnis von 40.000 Euro bekanntgegeben, die schwer kranken Kindern und ihren Familien im Oberbergischen zugutekommen. Beim Treffen im Hello-Family-Store in Niederseßmar wurde die Höhe des Spendenschecks bekanntgegeben und symbolisch an Bettina Hühn, Geschäftsführerin der Ursula-Barth-Stiftung und Initiatorin des Hilfsprojekts übergeben.
[Moderator Stefan Gerz erklärt die Bedeutung des Nick & Co. Cups.]
Wie konkret die Spenden helfen, erläuterte Bettina Hühn den anwesenden Sponsoren anhand verschiedener Beispiele. Finanziert werden Therapien und Hilfsmittel, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Dazu gehören unter anderem spezielle Therapieangebote, ein Innowalk als Bewegungshilfe und Assistenzhunde. Auch rollstuhlgerechte Fahrzeuge seien ein wichtiges Thema. Die Anschaffung solcher Hilfsmittel sei häufig mit hohen Kosten verbunden. Für einen weiteren Assistenzhund müsse beispielsweise mit 10.000 bis 15.000 Euro gerechnet werden.
Aus der ursprünglichen Initiative „Hilfe für Nick“ ist im Laufe der Jahre das Projekt „Hilfe für Nick & Co. – Helfende Hände Oberberg“ geworden. Heute werden Familien im gesamten Oberbergischen Kreis unterstützt. Vor einigen Jahren wurde das Projekt in die Ursula-Barth-Stiftung in Waldbröl eingegliedert, über die auch die Spendengelder den betroffenen Familien zugutekommen.
Wie wichtig die Unterstützung ist, wurde beim Sponsorenabend auch im Gespräch mit Yvonne Kaiser, Anton Klein und ihrem 16-jährigen Sohn Jannes deutlich. Bettina Hühn kennt die Familie seit rund zehn Jahren. Jannes lebt mit Downsyndrom und erkrankte im Alter von sechs Jahren zusätzlich an einem myelodysplastischen Syndrom, einer schweren Erkrankung des Knochenmarks. Eine Stammzelltransplantation in Freiburg war notwendig. In dieser schwierigen Zeit unterstützte das Hilfsprojekt die Familie bei der Anschaffung eines dringend benötigten Fahrzeugs.
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[Bettina Hühn (3.v.li.) mit Jannes, seine Mutter Yvonne Kaiser und Anton Klein - Die Familie wird seit vielen Jahren durch die Ursula-Barth-Stiftung unterstützt.]
Heute gehört die Familie zu den regelmäßigen Gästen des Nick & Co.-Cups. Für die Eltern bedeutet das Turnier vor allem eine Auszeit vom oft belastenden Alltag. Sie erleben, wie Kinder und Jugendliche auf dem Fußballplatz miteinander in Kontakt kommen und sich für andere einsetzen. Dass junge Spieler den Kindern mit Behinderung offen begegnen und ihnen Aufmerksamkeit schenken, sei für die Familien von unschätzbarem Wert.
Der Cup sei deshalb weit mehr als ein Fußballturnier. Er schaffe Begegnungen und ermögliche den betroffenen Familien, unbeschwerte Stunden zu erleben. Hühn machte deutlich, wie wichtig die Unterstützung der Sponsoren für die Arbeit der Stiftung sei. Erst durch die Spenden könne vielen Kindern und ihren Familien konkret geholfen werden.
Auch bei den Nachwuchsmannschaften hinterlässt der Cup bleibende Eindrücke. Nach Angaben der Organisatoren berichten Trainer immer wieder davon, dass die jungen Fußballer bei Rückblicken auf ihre Saison gerade die Begegnungen beim Nick & Co.-Cup als besonderes Erlebnis hervorheben. Sie nähmen wahr, dass es an diesen Tagen um mehr gehe als um sportliche Erfolge.
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[Hühn erklärt den Sponsoren, wofür ihr Geld dringend gebraucht wird.]
Der elfte Nick & Co.-Cup brachte in diesem Jahr 34 Jugendmannschaften aus vier Ländern mit insgesamt 465 jungen Fußballern zusammen. Rund 6.000 Besucher verfolgten das Turnier, mehr als 200 Ehrenamtliche waren im Einsatz. Neben deutschen Nachwuchsteams wie dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach nahmen internationale Mannschaften wie Juventus Turin und Ajax Amsterdam teil. Erstmals war auch der AC Mailand dabei.
Die nächste Auflage ist bereits terminiert und soll vom 27. bis 30. Mai 2027 stattfinden.

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