GUMMERSBACH

„Der Sinn ist es nicht zu schlafen, sondern zu laufen“

ad; 05.07.2026, 15:15 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Voller Vorfreude warten zwei- und vierbeinige Teilnehmer darauf, dass der Start des 24-Stunden-Rennens erfolgt.
GUMMERSBACH

„Der Sinn ist es nicht zu schlafen, sondern zu laufen“

ad; 05.07.2026, 15:15 Uhr
Gummersbach - Ein neuer Teilnehmerrekord und Höchstleistungen kennzeichneten den dritten „ABUS Trail 24h“ rund um Lantenbach.

Von Astrid Deckers

 

Als Initiator und ABUS-vital Mitarbeiter André Bühne am Samstag und somit 24 Stunden nach dem Startschuss des „ABUS Trail 24h“ rund um Lantenbach die Bühne zur Siegerehrung betrat, konnte er nicht nur Ergebnisse und Zahlen verkünden, sondern auch dankbar auf eine wunderbar gelungene und erfolgreiche Veranstaltung zurückblicken. Im Publikum blickte er in erschöpfte, aber glückliche Gesichter von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die einen Tag und eine Nacht alles gegeben hatten. So begann Bühne seine Ausführungen mit den Worten, dass Geschlecht und Alter beim Lauf eigentlich völlig egal wären, da sowohl Männer wie auch Frauen, jüngere und ältere Läufer Höchstleistungen vollbracht hätten, die unabhängig von ihrer Gruppenzugehörigkeit seien. Auch wenn das Ziel der Veranstaltung Bewegung, Austausch und die Unterstützung ortsansässiger Vereine sind, konnte er stolz ein paar Zahlen verkünden.

 

[Ob laufen oder gehen: „Dabeisein ist alles“ und auch mit Kinderwagen war die Teilnahme uneingeschränkt möglich und sorgte für viel Spaß bei allen.]

 

Beim ersten Lauf waren 96 Läufer angetreten, im Jahr darauf bereits 126 und in diesem Jahr wären unglaubliche 236 Aktive an den Start gegangen. Während es 2024 nur neun Menschen gelungen sei, die 100-Kilometer-Marke zu knacken, hätten es im Jahr 2025 bereits 22 Teilnehmer vollbracht und an diesem Wochenende konnte sich die Rekordzahl von 50 Personen freuen, mehr als 100 Kilometer absolviert zu haben. Allerdings gäbe es auch für den Trail 2027 eine Schallmauer, die auch in diesem Jahr standgehalten habe. Keiner hatte mehr als 180 Kilometer geschafft - wenn das kein Anreiz fürs kommende Jahr wäre?

 

[Das siegreiche Team der „Laufbrigade Gummersbach“ zeigte sich auch nach dem Laufen noch voller Euphorie ob der eigenen Leistung.]

 

So wunderte es auch niemanden, dass der erste Platz der Frauen an Kerstin Conrad mit 180 Kilometer ging, bei den Herren freute sich Fabian Langwald, der ebenfalls 180 Kilometer bewältigt hatte, über den Gewinn der Glasskulptur. Sichtlich von den Strapazen gekennzeichnet, holte sich das Team der Laufbrigade Gummersbach den Sieg in der Gruppenwertung mit einer Gesamtleistung von 1.375 Kilometern. Seinen Dank sprach Bühne den Helfern von THW, DLRG und der Feuerwehr-Löschgruppe Lantemicke aus, die durch ihre Unterstützung und ihr Engagement eine solche Großveranstaltung erst ermöglicht hätten. Neben diesen drei Gruppen erhalten auch die benachbarte Behindertensportgemeinschaft und die Laufgemeinschaft Gummersbach die Startgelder der Veranstaltung.

 

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Dass sportliche Leistungen jedoch nicht im Vordergrund stehen, zeigen Gespräche mit aktiven Teilnehmern. Die Laufbrigade Gummersbach, bei der es sich um eine Interessengemeinschaft von Hobby- und Freizeitsportlern handelt, war mit 16 Aktiven vor Ort. Läufer im Alter von 19 bis 50 Jahren treffen sich regelmäßig, um gemeinsam zu trainieren oder an Events wie in Lantenbach teilzunehmen. Ziel sei es dabei auch, Menschen kennenzulernen und alte Bekannte zum Austausch zu treffen. Alex Maier von der Laufbrigade betonte: „Für den guten Zweck wie hier sind wir immer dabei“ und Katharina Berndt, die bereits in einer der ersten Runden vom Verletzungspech betroffen war und dennoch über 100 Kilometer lief, fasste die Meinung der Gruppenmitglieder mit dem klaren Statement zusammen: „Der Sinn ist es nicht zu schlafen, sondern zu laufen.“ Maier und Berndt zeigten sich voll des Lobes für die Veranstaltung und ihre Organisatoren.

 

[Strahlend präsentierten sich alle Teilnehmer ob ihrer persönlichen Leistungen auf der Bühne André Bühne freute sich die Pokale an Fabian Langwald, Kerstin Conrad und Katharina Berndt (für die Laufbrigade GM) überreichen zu dürfen (Foto unten v.li.).]

 

Ein anderes Ziel hatte der Gummersbacher Matthias Dick, als er sich in diesem Jahr erstmalig zur Teilnahme anmeldete. „Das war meine ganz persönliche Challenge“, so Dick. Es ginge ihm weniger ums „Reden“ als um die Entschleunigung des Alltags und das „Runterkommen“. Mit 58 gelaufenen Kilometern sei er mehr als zufrieden und mit dem Betrachten des Sonnenaufgangs nach dem Laufen in der Nacht berichtete er von einem Erlebnis, das ihn „nachhaltig beeindruckt“ habe.

 

Initiator Bühne zeigte sich überwältigt von den vielen positiven Feedbacks der Läufer und konnte sich in seinem Resümee durchaus vorstellen, die Anmelde- und somit Teilnehmerzahlen im kommenden Jahr noch einmal deutlich zu erhöhen.

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