GUMMERSBACH
Fünf Stunden Vollgas mit Pop-Punk und Alternative
Gummersbach – Mit einem interessanten Konzept und jeder Menge Musik wartete das erste „Young and Restless-Festival“ in der Halle 32 auf.
Von Kathrin Roloff-Jamin
Eine Halle, zwei Bühnen, sechs Bands und keine Sekunde Stillstand: Das erste „Young and Restless-Festival“ verwandelte die Halle 32 am Samstag in ein Mekka für junge Musik und geballte Energie. Das Konzept? Ein ungewöhnliches „Battle“-Format, das die Zuschauer direkt in den Fokus rückte.
[Bastian Ganser von der Halle 32 verspricht ein spannendes Veranstaltungsprogramm für 2027.]
Halle 32-Leiter Bastian Ganser brachte die Idee aus Koblenz mit und setzte am Samstag alles auf eine Karte: „Die Idee stammt aus einem Film – zwei Bühnen stehen sich direkt gegenüber“, erklärt Ganser. Für das Team war es eine logistische Meisterleistung: In nur fünf Stunden wurden die beiden Stages hochgezogen. In der Mitte thronte die Technik-Zentrale, um einen nahtlosen Wechsel zwischen den Acts zu ermöglichen. Gleichzeitig diente der Abend als anspruchsvolles Prüfungsprojekt für den hauseigenen Techniker – ein Testlauf unter Hochdruck, der mit Bravour bestanden wurde.
Von Wermelskirchen bis Bielefeld: Die Bands reisten aus ganz Deutschland an, um den Pop-Punk und Alternative-Vibe in die Halle 32 zu bringen. Den weitesten Weg hatte der Headliner „Lonely Spring“ aus Bayern, der mit einem 90-minütigen Set den krönenden Abschluss eines Fünf-Stunden-Marathons bildete. Zuvor lieferten Ni Ju San, Burn Juniper, Toshiko Ödland, Nur Robinson und Farewell Spit im 30-Minuten-Takt ab – Musik pur mit viel Herz, Tiefgang und dem nötigen „Krach“.
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[Eine Naturgewalt auf der Bühne: Sängerin Alica Rössler von „Farewell Spit“.]
Besonders wichtig war den Veranstaltern der Zugang für alle: „Wir haben den Ticketpreis mit 24 Euro bewusst niedrig gehalten“, so Ganser. Das Ziel: Kultur muss bezahlbar bleiben. Wer nach diesem Abend auf den Geschmack gekommen ist, darf sich freuen: Auch 2027 geht es weiter. Und die Halle 32 legt nach: Ganser verriet bereits, dass im nächsten Jahr Highlights wie die Bläck Fööss und die Jazzrausch Bigband (ein spannender Mix aus Techno und Jazz) anstehen. Zudem brodelt es in der Kreativküche: Das Musical „Der irre Comicladen“ ist bereits in Produktion.