GUMMERSBACH
Grünes Licht für Gummersbacher Handball-Ampelmännchen
Gummersbach – Der Bürgermeister will der Bürgeranregung folgen – Kosten und Design noch unklar – Die Ampelmännchen sollen rund um das EKZ Bergischer Hof geändert werden.
Von Peter Notbohm
Das Warten an der Fußgängerampel soll in Gummersbach künftig Spaß machen. Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit (CDU) gab im gestrigen Hauptausschuss und Ausschuss für öffentliche Ordnung grünes Licht für die Handball-Ampelmännchen. Damit griff er die von den beiden Bürgerinnen Natascha Koke und Inga Bormann unabhängig voneinander eingereichten Bürgeranregungen auf. Bormann hatte zudem eine Petition gestartet (OA berichtete), die sie gestern mit insgesamt 1.643 Unterschriften an den Bürgermeister überreichte. Halding-Hoppenheit hatte sich von Anfang an aufgeschlossen für die Idee gezeigt.
Die Ampelmännchen sollen rund um das Einkaufszentrum Bergischer Hof geändert werden. Der Bürgermeister plant derzeit mit etwa zwölf Fußgängerampeln an der Kreuzung der Brückenstraße mit der Andienungsstraße und an der Großkreuzung der Brückenstraße mit der Kaiserstraße. „Das wäre der optimale Ort, wo es viel Fußgängerverkehr gibt und auch ein Bezug zum Steinmüllergelände und der SCHWALBE arena gegeben ist“, sagt das Stadtoberhaupt, das gleichzeitig betont: „Gummersbach ist Handballstadt, und Handball ist nicht nur der VfL.“ Eine flächendeckende Ausstattung der Gummersbacher Fußgängerampeln werde es trotzdem nicht geben, dies sei gesetzlich nicht zulässig.
Wie das Design der Ampelmännchen aussehen wird, ist noch unklar. Er habe bereits viele Vorschläge von Kollegen und aus der Bürgerschaft erhalten. Derzeit prüfe man im Rathaus mit einem Grafiker, welcher Vorschlag umsetzbar ist. Was es nicht wird, ist ein Handballer im Sprungwurf, sagt Halding-Hoppenheit. Das liegt an den gesetzlichen Vorgaben. Zwar wurde von der NRW-Regierung 2018 ein kleiner Ausnahmekorridor in der STVO geschaffen, trotzdem müsse für Fußgänger weiter erkennbar bleiben, wann er gehen darf und wann er stehen muss. Dabei seien nicht nur die Farben entscheidend.
Die Entscheidung darf der Bürgermeister als Leiter der zuständigen Ordnungsbehörde selbstständig treffen und muss diese weder von einem Ausschuss oder dem Stadtrat bestätigen lassen. Von Seiten der Politik gab es aber ohnehin keinen Widerstand: Die Ausführungen wurden im Hauptausschuss einstimmig zur Kenntnis genommen, sodass nur noch die Polizeibehörde letztinstanzlich die Ampelmännchen absegnen muss, was in vielen anderen Städten kein Problem war.
Auch zu den Kosten äußert sich Halding-Hoppenheit. Er könne jeden Bürger verstehen, „der sagt, dass ein solches Nice-to-have-Projekt nicht aus Steuergeld finanziert werden dürfe“. Eine mögliche Lösung seien Spendengelder oder ein Sponsoring. Inga Bormann hatte neben ihrer Petition auch einen Spendenaufruf gestartet, über den bereits 900 Euro gesammelt wurden. Ursula Anton (FDP) schlug vor, Spenden über den Bürgerverein Gummersbach zu sammeln, sodass Spendenquittungen ausgestellt werden können. Wie hoch die Kosten sein werden, ist noch unklar. In anderen Städten wurden diese im mittleren vierstelligen Bereich beziffert.
KOMMENTARE
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Es sind Lichtzeichenanlagen und keine Leuchtreklame. Selbst das sich behördlich um sowas Gedanken gemacht wird ist verwunderlich. Wenn jemand Geld loswerden will, dann vielleicht in Form einer Spende an die Tafel oder sonstige soziale Einrichtung?!
, 05.03.2026, 18:57 Uhr2
Rund um den Busbahnhof werden dann Busse als Logo auf den Ampeln leuchten? Oder ein Zug als Hinweis auf die gute Anbindung der RB25?
, 05.03.2026, 21:55 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.