GUMMERSBACH

Kriegerdenkmal am Kerberg wird aufgegeben

pn; 21.09.2026, 11:40 Uhr
Fotos: Stadt Gummersbach ---- Das Kriegerdenkmal soll zurückgebaut und der Natur überlassen werden. Das beschloss Gummersbachs Politik einstimmig.
GUMMERSBACH

Kriegerdenkmal am Kerberg wird aufgegeben

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pn; 21.09.2026, 11:40 Uhr
Gummersbach - Politik beschließt Rückbau des Ehrenmals einstimmig - Neue Gedenkstätte am alten Friedhof geplant.

Von Peter Notbohm

 

Wenig überraschend hat Gummersbachs Politik das Aus für den Ehrenmal am Kerberg, von vielen Bürgern auch Kriegerdenkmal genannt, beschlossen. Eine Sanierung war aus Sicht der Stadtverwaltung schlicht zu teuer, stattdessen soll die Gedenkstätte verkehrssicher zurückgebaut und der Natur überlassen werden. Die Erinnerungskultur an die Gefallenen des Deutsch-Deutschen Krieges von 1866, des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 sowie der beiden Weltkriege soll künftig auf dem alten Friedhof in Gummersbach weitergelebt werden. Hierhin sollen die Gedenktafeln verlagert werden. Der Beschluss hierfür wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Digitalisierung einstimmig getroffen.

 

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Schon vor der Sommerpause war die Stadtverwaltung mit entsprechenden Plänen an die Politik herangetreten, hatte auch einen Ortstermin organisiert (OA berichtete). Das Ehrenmal ist seit Jahren baufällig und in Teilen für die Öffentlichkeit gesperrt. Für eine geplante Sanierung fehlte bislang aber stets das Geld im Haushalt. In einer ersten Grobschätzung hatte Jürgen Hefner, Erster und Technischer Beigeordneter, von Kosten zwischen 800.000 und 1 Million Euro gesprochen. Zudem müsse man auch die Folgekosten bedenken, da das Ehrenmal auch künftig gepflegt werden müsse, warnte Hefner im Sommer. Die Kosten für das neue Monument wurden von Hefner auf unter 100.000 Euro geschätzt. Die Text- und Namenstafeln sollen im kommenden Jahr in „wertiger Form“ und zudem „diebstahls- und vandalismussicher“ neu hergestellt werden.

 

[So könnte die neue Gedenktafel aussehen.]

 

Für Empörung im Ausschuss sorgte sein Bericht, dass es am Kerberg während der Sommerferien erneut zu Vandalismus gekommen war. Ein Soldatenhelm und Jahreszahlen aus Bronze wurden gestohlen. Der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Richter (CDU) missbilligte die Beschädigungen ausdrücklich: „Es kann nicht sein, dass solche Ehrenmäler wegen ihres Materialwertes geklaut und eingeschmolzen werden und damit für immer verloren gehen.“ Auch Hefner sagte, dass es „schon erstaunlich ist, was mittlerweile im öffentlichen Raum alles passiert“.

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