GUMMERSBACH

Visionen aus Klassik, Rock und Pop begeistern in der Halle 32

lk; 22.05.2026, 17:15 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Die Musiker präsentierten das Werk „Genesis“ von Rossano Galante.
GUMMERSBACH

Visionen aus Klassik, Rock und Pop begeistern in der Halle 32

lk; 22.05.2026, 17:15 Uhr
Gummersbach – Die Gummersbacher Philharmoniker präsentierten unter der Leitung von Karsten Dobermann ein vielseitiges Programm.

Von Louisa Krüger

 

Mit musikalischer Vielfalt haben die Gummersbacher Philharmoniker an zwei aufeinanderfolgenden Abenden die Halle 32 in einen Konzertsaal verwandelt. Unter dem Titel „Vision - Classic meets Rock & Pop“ präsentierte das über 80-köpfige Ensemble aus Orchestermusikern und Gesangssolisten ein Programm, das die Grenzen zwischen klassischer Musik, Rock, Pop und Filmmusik auflöste.

 

[Karsten Dobermann leitet das Orchester mit Präzision.]

 

Das gesamte Programm war von Dirigent Karsten Dobermann für diese Konzertreihe zusammengestellt und arrangiert worden. Dem Ganzen ging eine rund zwölfwöchige Probenphase voraus. Die Premiere am Mittwoch verlief nach Angaben des Dirigenten ebenso erfolgreich wie das zweite Konzert. „Das Programm zeigt alle Facetten der Weltgeschichte. Das haben wir versucht, dem Publikum ans Herz zu bringen“, erläuterte Dobermann. „Der Titel ‚Vision‘ sagt viel aus über Visionen, die durch Musik ausgedrückt werden“, ergänzte er.

 

Eröffnet wurde das Konzert mit Michel Polnareffs Musik aus dem Filmklassiker „La Folie des Grandeurs“, gefolgt von Hans Zimmers Klängen aus „The Da Vinci Code“. Wie wandelbar die Musiker ist, bewiesen sie spätestens bei Michael Jacksons „Earth Song“, bei dem der Klang des Orchesters mit dem Gesang von Alexandra Selbach harmonierte. Selbach, die laut Dobermann als „die Stimme Oberbergs“ gilt, glänzte im Verlauf des Abends zudem bei Aerosmiths „Don't Want to Miss a Thing“ sowie bei „Take on Me“ von A-ha.

 

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Musikalisch klassisch wurde es mit „Jupiter“ aus Gustav Holsts Suite „Die Planeten“ sowie Rossano Galantes Werk „Genesis“. Einen Kontrast bildeten die Umsetzung von Danny Elfmans „Alice in Wonderland“ und das darauffolgende „Danse macabre“ von Camille Saint-Saëns. Mit den Klängen aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Jesus Christ Superstar“ verabschiedete sich das Ensemble in eine 20-minütige Pause.

 

[Das gesamte Ensemble auf der beleuchteten Bühne.]

 

Den zweiten Konzertteil eröffnete das Orchester nach der Unterbrechung mit dem Werk „Nostradamus“ von Otto M. Schwarz, gefolgt von Karl Jenkins'„Palladio“. Ein weiterer Höhepunkt des Programms war die Musik aus dem Film „Back to the Future“ von Alan Silvestri. Moderne Popkultur zog mit dem Disney-Hit „Let It Go“ in die Halle ein, gefolgt von dem düsteren „Gang zum Hochgericht“ aus Hector Berlioz „Symphonie fantastique“. Mit Michael Kamens Musik aus dem Film „Robin Hood“, dem Popklassiker „Take on Me“ von A-ha und Rossano Galantes Komposition „Nostalgia“ steuerte der Abend auf sein Finale zu.

 

Als krönender Abschluss erklang schließlich „Never Ending Story“ von Limahl. Dazu passend hieß es seitens der Musiker: „Musik ist und bleibt eine unendliche Geschichte. Wir wollen weiterhin ihre Herzen erreichen.“

„Ein solches Programm verlangt den Musikern alles ab. Der Wechsel zwischen den Epochen und Stilrichtungen erfordert höchste Präzision und pure Leidenschaft“, erklärte Dobermann nach dem großen Finale. An sein Orchester richtete er emotionale Dankesworte: „Ihr seid einfach wundervoll.“

 

[Höchste Konzentration bei den anspruchsvollen Passagen der Streicher.]

 

Die Schirmherrschaft für die Konzertreihe hatte auch in diesem Jahr der Gummersbacher Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit übernommen. Unterstützt wurden die Konzerte zudem von der Sparkasse Gummersbach, der AggerEnergie, dem Verein zur Förderung der Kultur in Gummersbach sowie dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. An beiden Abenden konnte gespendet werden. Musikerinnen und Musiker werden gesucht und dürfen sich an die Musikschule Gummersbach wenden.

 

Das nächste Projekt heißt „Don Pasquale – Oper für alle“ und findet am Mittwoch, 18. November, sowie Donnerstag, 19. November, in der Halle 32 statt.

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