HANDBALL
„Denkbar schlechtester Zeitpunkt“: ATV-Handballer nach Pabst-Rücktritt ohne Trainer
Hückeswagen – Die Verbandsliga-Handballer des ATV Hückeswagen stehen zwei Wochen vor dem Saisonbeginn ohne Trainer da – Mannschaft startet mit Interimslösung in die Hinrunde.
Paukenschlag beim ATV Hückeswagen. Der Handball-Verbandsligist steht zwei Wochen vor dem Saisonstart plötzlich ohne Trainer da. Bereits vergangene Woche verabschiedete sich der bisherige Coach Markus Pabst von seiner Mannschaft, nachdem er zuvor beim Verein seinen Rücktritt eingereicht hatte. „Ich konnte den Aufwand, der notwendig ist, aufgrund meiner beruflichen Situation nicht mehr leisten“, begründet Pabst seinen Schritt.
Für die Verantwortlichen des ATV Hückeswagen kam die Entscheidung vollkommen überraschend, sagt der Sportliche Leiter Sebastian Mettler: „Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Wir hatten damit überhaupt nicht gerechnet, auch weil wir einen gemeinsamen Drei-Jahres-Plan ausgearbeitet hatten. Man muss solche privaten Gründe aber akzeptieren können. Dafür sind wir dann auch ein familiärer Verein und entsprechen solchen Dingen.“
Gleichzeitig sagt Mettler aber auch: „Der Zeitpunkt ist so kurz vor Saisonbeginn denkbar schlecht und für uns eine Katastrophe. Schlimmer geht es eigentlich gar nicht.“ Pabst war im Sommer 2025 als Nachfolger von Carsten Kuhlwilm ins Brunsbachtal gekommen. Nach einer schwierigen Saison feierte Hückeswagen am vorletzten Spieltag den vorzeitigen Klassenerhalt. Mit der Arbeit des A-Lizenzinhabers war man beim Verein aber sehr zufrieden und verlängerte den Vertrag bereits im März vorzeitig.
Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich nun allerdings äußerst schwierig. Geeignete Trainer sind derzeit auf dem Trainermarkt kaum zu finden. Auch eine neuerliche Interimslösung mit Sebastian Mettler – wie nach der vorzeitigen Trennung von Kuhlwilm - stand aus beruflichen und privaten Gründen nicht zur Debatte. „Wir haben mehrere Szenarien durchgespielt und sind zur Lösung gekommen, den Posten vorerst intern mit einem Spielertrainer und zwei weiteren Spielern als Assistenten zu besetzen“, erklärt Mettler.
Lucas Frischmuth, der heute 34 Jahre alt wird, übernimmt vorerst das Training. Unterstützung erhält er von Tobias Bonekämper (27) und Niels Kuhlwilm (27). „Das ist natürliche eine gefährliche Situation, aber derzeit die sinnvollste Lösung. Wichtig ist, dass die Mannschaft weiter spielfähig ist und an sich glaubt“, sagt Mettler. Ziel sei es, spätestens bis zur Winterpause einen Nachfolger zu finden. „Wenn möglich auch früher. Das ist auch mit den drei Spielern so besprochen.“
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