HANDBALL
„Der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt“: Bohrmann mit neuem Job
Gummersbach/Köln – Gummersbachs scheidender Akademieleiter Jörg Bohrmann wird Sportlicher Leiter bei einem aufstrebenden Projekt aus Köln - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Vor nicht mal einer Woche hatten der VfL Gummersbach und Akademieleiter Jörg Bohrmann (57) die Trennung bekanntgegeben (OA berichtete). Nun hat der Handballfachmann die nächste Aufgabe übernommen. Die JSG Handball Köln stellte den A-Lizenzinhaber am Montag als neuen Sportlichen Leiter vor. Die Jugendspielgemeinschaft der drei Kölner Clubs Longericher SC, MTV Köln und 1. FC Köln spricht in einem Statement von „einem klaren Zeichen“, nach den ersten erfolgreichen Jahren der JSG die aufgebauten Strukturen weiter professionalisieren zu wollen. „Jetzt ist der richtige Moment für den nächsten Schritt“, sagt Eike Weinberg, Vorstand der JSG.
Bohrmann soll nach sechs Jahren beim VfL Gummersbach ab dem 1. Juli die sportliche Entwicklung der Trainer und Spieler verantworten. Zusätzlich wird er gemeinsam mit Dustin Thöne die U17 der JSG Handball Köln trainieren, die den Sprung in die Jugend-Bundesliga geschafft hat. Die Spielgemeinschaft, die bislang weitgehend ehrenamtlich geführt wird, stehe an einem Punkt an dem man zusätzliche Erfahrung, Struktur und professionelle Kompetenz an Bord holen müsse.
„Ich bin mir sicher, dass Jörg genau der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt ist und uns helfen wird, die nächste Ebene zu erreichen“, so Weinberg. Bohrmann soll künftig die sportliche Leitlinie der JSG weiterentwickeln, die Trainer der JSG begleiten, Spieler individuell fördern, Übergänge zwischen den Altersklassen verbessern und die leistungssportliche Ausbildung ab der C-Jugend weiter schärfen.
Der neue Sportliche Leiter, der einen hervorragenden Ruf als Talente-Entwickler genießt, blickt voller Vorfreude auf die anstehende Aufgabe: „Ich freue mich nach sechs tollen und erfolgreichen Jahren beim VfL Gummersbach riesig auf die neue Aufgabe. Die JSG ist ein tolles, spannendes Projekt, welches sich in kurzer Zeit bemerkenswert entwickelt und bereits bundesweit Beachtung gefunden hat. Ich möchte bei der JSG meine Erfahrung und meine Stärken einbringen und die Trainer in ihrer bisher erfolgreichen Arbeit tatkräftig unterstützen“
In Köln will man das Projekt noch größer aufziehen. Die JSG Handball Köln hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Basis für Kölner Spitzenhandball zu legen. Köln biete dafür ein enormes Potenzial: rund 36.000 Grundschülerinnen und Grundschüler, eine wachsende Handballlandschaft und viele Kinder, die früh für den Sport begeistert werden können. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel aufgebaut. Darauf sind wir stolz. Aber wir wissen auch, dass wir besser werden müssen, wenn wir unseren eigenen Anspruch erfüllen wollen. Jörg Bohrmann bringt genau die Erfahrung mit, die uns dabei helfen kann“, sagt Vorstandsmitglied Markus Pähler.
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KOMMENTARE
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Jetzt ist es schon soweit, dass die lokale Handballerosion auch den VFL trifft. Was ist vom HKO als Keimzelle des Deutschen Handballs noch geblieben? Ja der VFL hat die erfolgreichste Saison seit 19 Jahren gespielt, aber was passiert darunter?
Mannschafts- und Vereinssterben, Vereinszusammenschlüsse ohne nachhaltige Wirkung, und selbst bei diesen Vereinen, ist ein Erfolg in der Jugend-Quali mittlerweile eher die Ausnahme, obwohl sie in den verbliebenen Kleinverein immer wieder für die Quali nach Talenten Ausschau halten.
Scheint aber keinen zu interessieren, wenn die meiste Aufmerksamkeit (mit 18 Kommentaren) ein Beitrag zum Aufstieg aus der Regionsoberliga erzielt.
Was braucht es noch um die Verantwortlichen im Handballkreis wachzurütteln um an einem Strang zu ziehn?
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