HANDBALL

Abstieg besiegelt! Nümbrecht II unterliegt Lintfort

bm; 14.06.2026, 16:40 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski ---- Alexander Seinsche und der SSV Nümbrecht II müssen den bitteren Gang in die Regionsoberliga (ehemals Kreisliga) antreten.
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Abstieg besiegelt! Nümbrecht II unterliegt Lintfort

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bm; 14.06.2026, 16:40 Uhr
Nümbrecht - Nach vielen Jahren auf Verbandsebene steigt Nümbrechts Reserve in die Regionsoberliga ab - Dort soll der neue Trainer sofort wieder angreifen.

Von Benjamin Maus

 

SSV Nümbrecht Handball II – TuS Lintfort 25:28 (9:12).

 

Nun herrscht Gewissheit: Die Verbandsliga-Handballer des SSV Nümbrecht II müssen den Gang in die Regionsoberliga antreten. Besonders bitter ist, dass die Mannschaft um Trainer Patrick Seebaum sowohl in der regulären Saison, als auch in der nun abgeschlossenen Relegationsrunde sehr knapp am Klassenerhalt vorbeischrammte. Der Übungsleiter zeigte sich nach der 25:28-Heimniederlage im Rückspiel als fairer Verlierer: „Der Gegner war besser und es war ein verdienter Sieg. Da darf man sie beglückwünschen.“

 

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Die zahlreichen Zuschauer in der GWN-Arena sahen wie die Gastgeber große Probleme in der ersten Halbzeit hatten. So wurde aus dem anfänglichen 3:3 (9.) ein 5:9-Rückstand (21.), auf den Seebaum mit einer Auszeit reagierte. Er bemängelte vor allem die Offensive seiner Mannschaft: „Es war alles angerichtet und wir waren vorbereitet, haben aber dann ganz schlecht in die Partie gefunden. Ihr Torwart hatte einen echt guten Tag erwischt. Wir haben nicht die nötige Durchschlagskraft hinbekommen.“

 

[An Mats Weber lag es nicht. Der Youngster erzielte am Kreis neun Tore.]

 

Der SSV fing sich danach und verkürzte bis zur Pause immerhin auf 9:12. Diesen Rückstand liefen die Oberberger aber auch in der zweiten Halbzeit immer hinterher. Aufgrund vieler vergebener Chancen kamen die Nümbrechter nicht näher als 14:16 (38.) und 19:22 (45.) heran. Doch in der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Mats Weber und Kevin Schieferdecker brachten ihr Team mit mehreren Toren beim 25:26 (58.) in Schlagdistanz.

 

„Knackpunkt war der vergebene Ausgleich kurz vor Schluss. Die offene Deckung hat dann dazu geführt, dass das Spiel etwas zu hoch verloren wurde. Ein Unentschieden hätte uns nicht mehr geholfen“, beschrieb Seebaum (Foto) das Ende der Partie. Das Hinspiel war 24:24 ausgegangen. Für Seebaum war es das letzte Spiel als SSV-Coach. Der scheidende Trainer fand lobende Worte: „Wir hätten es durch die teilweise geilen Spiele echt verdient gehabt drinzubleiben. Die Mannschaft kann viel mehr und hat leider im entscheidenden Spiel viele Dinge liegen lassen. Das kann an der Drucksituation liegen.“

 

Auch Abteilungsleiter Mario Jatzke wählte versöhnliche Töne: „Das ist ein bitterer Gang, jetzt in die Regionsoberliga zurückzugehen. Dennoch möchte ich mich bei Patrick bedanken, der das in einer sehr schwierigen Phase übernommen hat und alles gegeben hat.“ Der Verein hat bereits die Weichen für die Zukunft gestellt, wie Jatzke berichtete: „Neuer Trainer wird Michael Genz. Das ist ein toller Mann, der viel Erfahrung mitbringt. Wir möchten damit ein klares Zeichen setzen, dass wir uns schnell wieder nach oben orientieren wollen oder werden. Wir möchten weiterhin auf den Jugendbereich setzen.“ Genz war zuletzt im B- und A-Jugendbereich des SSV Nümbrecht tätig und nutzte nach Spielende bereits die Gelegenheit zu seinen zukünftigen Spielern zu sprechen.

 

Nümbrecht II: Mats Weber (9/4), Kevin Schieferdecker (4), Lennart Last, Stephan Bitzer (je 3), Justus Stein, Hendrik Willkens (je 2), Alexander Seinsche, Lucas Hemker (je 1).

 

Abstiegsrelegation

BILDERGALERIE

KOMMENTARE

1

Verdienter Abstieg
Die Mannschaft hätte schon in den letzten beiden Jahren absteigen müssen

Experte , 14.06.2026, 17:25 Uhr
2

Der Spanier hätte mehr Entwicklungspotenzial, wenn er die Nümbrechter Reserve übernimmt, in die Oberliga führt und dann die 1. Nümbrecht coacht. Dann ist es HCGS copy paste.
Genz total unerfahren und wahrscheinlich, nicht despektierlich gemeint, ein Notnagel.
Dennoch viel Erfolg und kommende Saison spielt der SSV 2 wieder Verbandsliga und Wahlscheid in der Regionsoberliga

Seher, 14.06.2026, 19:33 Uhr
3

Hochverdient abgestiegen nach der letzten Saison wo sie schon nah dran gewesen sind und nur mit Hilfe aus der ersten Mannschaft drin geblieben sind
Man sollte sich sowas immer gut überlegen Spieler einer Doppelbelastung dauernd auszusetzen oder wenn es eng wird Ehemalige zu reaktivieren und die Option Spieler aus der 1 Herren frei zuspielen usw .
Dann doch lieber mal zu sagen es reicht nicht wir machen einen Neuaufbau eine Klasse tiefer und mit dieser Mannschaft die zusammen wachsen muss ,es später mal eine höher zu versuchen .

......, 14.06.2026, 20:27 Uhr
4

Oh, die Trainerentscheidung überrascht! Was soll Genz denn reißen? Hat er überhaupt schon mal eigenverantwortlich trainiert? Das klingt nach einer (allerletzten) Notlösung. Schade. Schenkt Nümbrecht jetzt den Unterbau ab?

Nümmi-Fan, 14.06.2026, 20:53 Uhr
5

Das ist ein verdienter Abstieg. Nümbrecht hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf Aushilfen aus der ersten Mannschaft gesetzt oder ehemalige Spieler reaktiviert. So entsteht keine echte Mannschaft, die sich entwickeln und einspielen kann. Stattdessen wurde kurzfristig versucht, Probleme zu überdecken.

Meiner Meinung nach sollte man jetzt endlich einen Neuanfang wagen und eine junge Mannschaft aufbauen, die dauerhaft zusammen spielt und sich als Team entwickelt, anstatt ständig von Spielern der ersten Mannschaft gestützt zu werden.

Für mich ist dieser Abstieg auch ein sportliches Versagen der Verantwortlichen A. J. und J. W. Die fehlende nachhaltige Kaderplanung hat sich nun deutlich bemerkbar gemacht.

Olaf, 15.06.2026, 10:00 Uhr
6

ziemlich bitter der Abstieg.
Aufstehen, kämpfen und Siegen , SSV

Dieter Dach, 15.06.2026, 14:50 Uhr
7

Wer ist denn A. J.? Wie geil alle Experten wieder abgehen. Rückschläge sind total normal und gehören nach Jahren des Erfolgs auch mal dazu. Hört mal auf immer so gehässig zu sein.

Gundula Gause, 16.06.2026, 01:06 Uhr
8

So viele Experten im Oberbergischen.
Ja, der Abstieg ist verdient.
Ja, es muss etwas Neues entstehen.
Ja, die sportliche Leitung hätte anders agieren können.
Ich erinnere an die vielen tollen Kommentare nach dem Wechsel von Beger zu Seebaum hier auf dieser Plattform. Mit wieviel Unverständnis und Unwissenheit hier kommentiert wurde war Wahnsinn.
Ankreiden kann man der sportlichen Leitung sicherlich den zu späten Trainerwechsel.
Denn nach diesem, zeigte die Mannschaft unter Patrick ein ganz anderes Gesicht und es war eine Handschrift zu erkennen.
Leider hat es diesmal nicht gereicht, aber eine 2. Herren auf Verbandsebene zu etablieren gelingt im Oberbergischen sonst nur 2 Vereinen mit finanziell ganz anderen Möglichkeiten. Und das hat man beim SSV über 20 Jahre am Stück geschafft.

Nümbrechter Zuschauer, 16.06.2026, 16:09 Uhr
9

Das A steht für Mario J.
Eine 2 Mannschaft auf Verbandsliga zu etablieren gelingt nur 2 Vereinen mit finanziell ganz anderen Möglichkeiten ?
Glaub Nümbrecht hat genug das gewisse kein Geld gehabt

Olaf , 16.06.2026, 22:19 Uhr
10

Zu früh gejubelt, zu früh gefeiert und am Ende blamiert. Dass der Sportvorstand einen Klassenerhalt bejubelt, obwohl ein Vierer-Vergleich noch gar nicht ausgewertet war, ist ein Armutszeugnis. Wer in einer solchen Situation nicht einmal die entscheidenden Regularien kennt, stellt sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus.

Der Mannschaft dürfte der Gang in die niedrigere Liga ohnehin guttun. Nach dieser Saison sollte sich niemand über den Abstieg beschweren. Leistung, Konstanz und Mentalität haben über weite Strecken gefehlt – jetzt ist die Quittung da.

Quitter, 17.06.2026, 10:45 Uhr
11

Völlig zurecht – da wurde sich viel zu früh gefeiert. Wie kann sich der Sportvorstand derart verrechnen und blamieren? Ein Siegerfoto mit vermeintlichem Klassenerhalt zu veröffentlichen, obwohl die Entscheidung noch von einem Vierer-Vergleich abhing, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Das zeigt für mich, dass man sich entweder nicht ausreichend mit den Regularien beschäftigt hat oder die Situation völlig falsch eingeschätzt hat.

Zur Mannschaft: Vielleicht ist der Abstieg sogar das Beste, was diesem Team passieren konnte. Wer über eine ganze Saison hinweg nicht liefert, hat den Klassenerhalt am Ende auch nicht verdient. Eine Liga tiefer kann helfen, wieder Demut zu lernen, die eigenen Fehler aufzuarbeiten und sich sportlich neu zu sortieren.

, 17.06.2026, 10:46 Uhr
12

Ich finde es krass wie hier darüber geredet wird das der Abstieg vielleicht sogar gut wäre für die Mannschaft.
Anhand der Leistung der Rückrunde muss Nümbrecht die Kreisliga zerschießen und direkt wieder aufsteigen.
Ein Abstieg in die Landesliga wäre für Nümbrecht 2 Gold wert.
Aber die gibts nicht und deswegen müssen Junge Spieler jetzt in der Kreisliga gegen Mannschaften spielen die überhaupt kein Handball spielen können und nacher nur dumm drauf kloppen.


Gewinnertyp, 17.06.2026, 19:19 Uhr
13

Ich sach mah so, Michael Genz ist der richtige Mann am richtigen Ort. Er ist in der Lage junge Spieler zu entwickeln, ganz egal ob er bisher eine Mannschaft gecoacht hat oder nicht. Was die 2. Mannschaft jetzt braucht ist ein kompletter Neuanfang mit jungen, hungrigen Spielern. Die Bedingungen dazu sind gegeben.

Nümbrechter Urgestein , 17.06.2026, 20:41 Uhr
0 von 800 Zeichen
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