HANDBALL

Berlin ist das große Ziel

pn; 10.03.2026, 13:15 Uhr
Foto: Peter Notbohm ---- Erik Schoppmann (v.l.n.r.), Maurice Koert, Lola Murfuni, Nika Sterzik, Oliver Sterzik und Philipp Ising hoffen auf ein gutes Abschneiden der beiden Teams des Lindengymnasiums beim Landesfinale im Handball.
HANDBALL

Berlin ist das große Ziel

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pn; 10.03.2026, 13:15 Uhr
Gummersbach – Mit ehrgeizigen Zielen fahren am Mittwoch zwei Handballschulmannschaften des Lindengymnasiums zum Landesfinale der Schulen nach Essen.

Von Peter Notbohm

 

Es war ein kleines Novum in diesem Jahr. Elfmal hatte der Oberbergische Kreis seit 2014 die Landesmeisterschaft der NRW-Schulhandballer "Jugend trainiert für Olympia" in die SCHWALBE arena geholt. Elfmal kämpfte auch eine oberbergische Schule um eins der begehrten Tickets zum Bundesfinale in Berlin. In diesem Jahr wurde nur die Wettkampfklasse IV (Altersklasse U14) nach Gummersbach vergeben – erstmals ohne oberbergische Beteiligung (OA berichtete).

 

Eine Chance auf das Berlin-Ticket haben aber noch zwei Teams des Gummersbacher Lindengymnasiums, die am morgigen Mittwoch in der Wettkampfklasse III (Altersklasse U16) in Essen antreten, wo Sportler in sechs olympischen (Badminton, Basketball, Handball, Geräteturnen, Tischtennis, Volleyball) und drei paralympischen Sportarten (Rollstuhlbasketball, Para Tischtennis, Goalball) um den Turniersieg kämpfen.

 

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Beide Schulmannschaften träumen vom großen Wurf, wissen aber auch, dass die Konkurrenz groß ist, wie Lola Murfuni und Maurice Koert im Vorfeld verraten. Murfuni und ihre Mitschülerinnen haben sich schon in den vergangenen beiden Jahren für das Landesfinale in der WK IV qualifiziert, waren aber jeweils leer ausgegangen. Für die Handballerin des HC Gelpe/Strombach liegt der Fokus auf dem Berlin-Ticket: „Es wird schwierig, aber wir wollen das schaffen. Dafür pushen und motivieren wir uns.“

 

Vielleicht ein Vorteil für die Schülerinnen: Sieben von ihnen spielen beim HC Gelpe/Strombach, vier bei der HSG Marienheide/Müllenbach, sodass die Mannschaft gut eingespielt sein dürfte. In einer Fünfer-Gruppe trifft das Lindengymnasium auf die Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen, das Goethe-Gymnasium Dortmund, das Besselgymnasium Minden und das Arnold-Janssen-Gymnasium Neuenkirchen. Vor allem vor der Sportschule aus Solingen hat Murfuni Respekt, weil dort auch die U16-Nationalspielerin Noemi Kamen zur Schule geht.

 

Für Maurice Koert, Spieler des VfL Gummersbach, ist es hingegen das erste Mal bei einem Landesfinale. Er sieht es als Extra-Motivation, „es vielleicht direkt im ersten Anlauf nach Berlin zu schaffen“. Auch er rechnet mit starken Gegnern, sieht sich und seine Mitschüler aber keineswegs chancenlos: „Wir haben die Möglichkeiten.“ Vergangene Woche absolvierte das Team noch ein Testspiel. Insgesamt sieben Spieler des VfL Gummersbach befinden sich im Schulkader, dazu drei Spieler der HBD Löwen Oberberg und einer des HC Gelpe/Strombach.

 

In der Klaus-Schorn-Halle in Essen trifft das Lindengymnasium auf das Städtische Gymnasium Bergkamen, die Marienschule Bielefeld, das Gymnasium Liebfrauenschule Mühlhausen und das Gymnasium Martinum Emsdetten. Viele Unbekannte für die oberbergischen Schüler, die aber vor allem vor der Schule aus Mühlhausen Respekt haben, da sie die Sportschule Solingen aus dem Wettbewerb geworfen hat. „Wir haben alle Bock nach Berlin zu fahren“, verweist Koert auch mit einem Augenzwinkern auf eine Woche schulfrei, die mit der Qualifikation einherginge.

 

Trainiert werden die Mädchen von Sportlehrer Oliver Sterzik. Die Jungs werden von Erik Schoppmann durchs Turnier geführt. Beide haben sich Unterstützung dazu geholt. Sterzik wird von seiner Tochter Nika unterstützt, der der Sprung nach Berlin vor wenigen Jahren mit ihrer Schulklasse fast gelungen wäre. Auch Schoppmann hat sich seine Tochter Lea dazugeholt, die viele Schüler aus der Jugendarbeit beim VfL Gummersbach kennt. Oliver Sterzik spricht in diesem Zusammenhang von „der Weitergabe des Staffelstabes“ an die nächste Generation.

 

Mit ein bisschen mehr Glück wären sogar vier Teams des Lindengymnasiums in die Landesfinals eingezogen. Für die beiden Teams des jüngeren Jahrgangs war aber in der Bezirksendrunde Schluss. Trotzdem spricht Sterzik von „einem riesigen Erfolg“ für die Schule. Der Handball wird am Lindengymnasium gezielt gefördert. Für den jüngeren Jahrgang wird einmal wöchentlich Training in der AG-Zeit angeboten.

 

Viel Erfolg wünscht beiden Teams auch Philipp Ising vom Oberbergischen Kreis. Er und die Geschäftsführerin des Ausschusses für den Schulsport im Oberbergischen Kreis Barbara Nohl werden morgen ebenfalls nach Essen reisen und das Team moralisch unterstützen. Das zeige, wie sehr der Oberbergische Kreis als Organisator der Turniere und die Schulen als Teilnehmer im Laufe der Jahre zusammengewachsen seien, meint Ising.

 

Im Ruhrpott wolle man sich aber nicht nur Handball anschauen, sondern auch die restlichen Sportarten begleiten. Das Ziel: Erfahrungen und Eindrücke sammeln, ob das zentrale Landesfinale in den kommenden Jahren mit allen Sportarten auch im Oberbergischen Kreis eine Option werden könnte. In den kommenden beiden Jahren ist der Wettbewerb an die Stadt Köln in Kooperation mit seiner Sporthochschule vergeben worden.

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