HANDBALL
Gummersbach bleibt in der Spur Richtung Europa
Gummersbach - Mit einem überragenden Kristjan Horzen am Kreis entführt der VfL zwei Punkte aus Erlangen - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Uli Klein
Der VfL Gummersbach kehrt auf die europäische Bühne zurück. Durch den 26:22-Auswärtssieg am Sonntagnachmittag beim HC Erlangen haben die Spieler von Coach Gudjon Valur Sigurdsson in jedem Fall einen Platz in der European League sicher, haben aber theoretisch auch noch die Chance auf eine Teilnahme an der Champions League.
HC Erlangen - VfL Gummersbach 22:26 (11:17).
Die Gefühlswelt von Gujon Valur Sigurdsson lässt sich oft an Gestik und Mimik des VfL-Trainers erkennen. Das war auch am Sonntagnachmittag nicht anders. Die Partie im Frankenland schien beim 17:11 zur Pause aus VfL-Sicht bereits entschieden zu sein, doch in Halbzeit zwei kämpften die ebenso ersatzgeschwächten wie jungen Gastgeber bravourös und forderten die ebenfalls nicht mit bestem Personal angetretenen Gummersbacher noch einmal ernsthaft heraus.
Dabei begann Blau-Weiß nach nur einem Punktgewinn aus den beiden jüngsten Partien beim noch amtierenden Meister Füchse Berlin (26:28) sowie dem eher glücklichen 29:29 daheim gegen Göppingen durchaus konzentriert. Per Doppelschlag brachten Ludvig Hallbäck und Kristjan Horzen den VfL zügig in die Vorhand. Und es blieb auch in der Folge bei der VfL-Dominanz: Die Gäste setzten sich folgerichtig über 3:6 (7. ) und 3:9 (16.) deutlich ab und gingen mit einem Sechs-Tore-Polster (11:17) in die Pause.
Vor allem der abschlussstarke Kristjan Horzen zeigte sich in dieser Phase treffsicher und traf nach Belieben. Am Ende der Begegnung stand der Kreisläufer mit neun Treffern bei neun Versuchen in den Statistiken. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts setzte Erlangens Coach Johannes Sellin weiter auf die Karte "Jugend".
Und die fränkischen Youngster zeigten keinerlei Respekt vor dem Favoriten aus dem Oberbergischen, fighteten leidenschaftlich und robbten sich mit einer Menge Herzblut an den Tabellenvierten heran. Beim 14:18 (33.) hatte der HC jedenfalls wieder Sichtkontakt zum Favoriten und der zuvor so entspannte Nachmittag entwickelte sich plötzlich noch zu einer komplizierten Angelegenheit für die Gäste.
Als ausgerechnet Horzen kurz nach dem Seitenwechsel für zwei Minuten aufs Sünderbänklein musste, besorgte Lucca Bialowas mit seinem vierten Treffer aus vier Versuchen das 15:19, bevor Olsson wenig später sogar auf 16:19 verkürzte. Sigurdsson sah sich zur Auszeit gezwungen. Und diese sollte einen Effekt haben: Wieder einmal war es Horzen, der seine Farben mit zwei Treffern erneut mit fünf Toren in Führung warf (16:21 /42.).
Erlangen hatte aber Lunte gerochen und kämpfte famos. Letztlich ließen die HC-Angreifer aber zu viele Premiumgelegenheiten liegen und konnten den Gummersbacher Erfolg nicht wirklich gefährden.
Erlangen: Ghedbane (6 Paraden), Herceg; Y. Bialowas (4), Genz, Kos, Överjordet (1), Scheerer (2), Firnhaber (1), Bissel, L. Bialowas (4), Metzner (2), Lochman (4), Buck (1), Steinert (1), Gebala (1), Olsson (1),
Gummersbach: Dominik Kuzmanović (7/1 Paraden), Bertram Obling (5 P); Ludvig Hallbäck (2), Kay Smits (1), Miro Schluroff (8) , Milos Vujovic (5/4), Lukas Blohme (1), Mathis Häseler, Tilen Kodrin, Teitur Einarsson, Kentin Mahé, Kristjan Horzen (9), Parick Kiesewalter, Stepan Zeman.
Schiedsrichter
Thomas Kern/Thorsten Kuschel (Bellheim/Kandel).
Strafminuten
6:6
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