HANDBALL
Gummersbach zwischen Europa-Euphorie und Liga-Alltag
Gummersbach – Nur 48 Stunden liegen zwischen Hinspielerfolg des VfL Gummersbach in der European League und dem nächsten Bundesligaspiel gegen die HSG Wetzlar – Sigurdsson plagen Personalprobleme - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Peter Notbohm
VfL Gummersbach – HSG Wetzlar (Donnerstag, 19 Uhr, SCHWALBE arena).
Allzu lange konnten sich Gummersbachs Handballer nicht über den 29:26-Heimsieg im Hinspiel der Achtelfinal-Playoffs in der European League freuen. Der Verletzungsschock bei Kreisläufer Ellidi Vidarsson wiegt schwer (OA berichtete) und kaum 48 Stunden nach dem Match auf europäischer Ebene wartet am Donnerstagabend schon wieder der Bundesliga-Alltag auf die Oberberger, wenn die HSG Wetzlar in der SCHWALBE arena gastiert. Schon am kommenden Dienstag steht zudem das Rückspiel im Europapokal an.
Den Mittwoch nutzten Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson und seine Mannschaft vor allem für Regeneration und Videostudium. Mit auf dem Programm natürlich die 29:32-Niederlage aus dem Dezember, als sich die Gummersbacher Akkus kurz vor Weihnachten im roten Bereich befanden. „Wir haben richtig schlecht in Wetzlar gespielt“, blickt der VfL-Coach noch einmal auf das Match zurück, weiß aber auch: „Inzwischen befinden wir uns wieder in einer ganz anderen Verfassung.“
Seit dem WM-Pause haben die Oberberger in der Liga fünf Siege geholt, nur gegen Flensburg gab es eine Niederlage. Dazu hat man nach dem Erfolg gegen Melsungen auch gute Chancen auf ein Weiterkommen in Europa. Doch auch Wetzlar spielt bislang eine gute Rückrunde. Herausragend natürlich der 27:25-Heimerfolg gegen den THW Kiel. Doch auch bei den Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Hannover (32:34) und Berlin (29:38) zeigten die Hessen ansprechende Leistungen. Zuletzt gab es am Sonntag einen 30:26-Heimsieg gegen Göppingen.
„Sie sind konstanter geworden“, findet auch Sigurdsson. Mit Jona Schoch und Philipp Ahouansou verfügt Wetzlar über zwei starke Shooter im linken Rückraum. Dünn wird es allerdings auf der anderen Seite. Hier fällt neben dem Langzeitverletzten Nemanja Zelenovic nun auch Shooter Stefan Cavor (92 Tore) wegen einer Muskelverletzung im Leistenbereich aus. Kopf der Mannschaft und Toptorschütze (112 Tore) ist aber ohnehin Spielmacher Dominik Mappes. „Und den kennen wir ja ziemlich gut und wissen, wie überragend er ist“, sagt Sigurdsson über seinen früheren Regisseur.
Dazu verfüge Wetzlar über zwei starke Torhüter und eine kompakte, physische Abwehr, analysiert der VfL-Coach weiter. Für ihn sind die Hessen eine Mannschaft, gegen die man immer gewarnt sein müsse: „Sie haben immer ihre zehn bis 15 Minuten, in denen sie sehr gut spielen und wirklich alles treffen.“
Personell gehen die Gummersbacher angeschlagen in die Partie. Neben dem Ausfall von Vidarsson wird vermutlich auch Teitur Einarsson weiterhin fehlen. Der Isländer spulte am Mittwoch sein Reha-Programm ab. Ebenfalls nicht im Kader ist Tom Kiesler, der seine Sperre nach der Blauen Karte gegen den HC Erlangen absitzen muss. Außerdem waren Miro Schluroff und Stepan Zeman zuletzt körperlich angeschlagen. „Wir werden ein wenig umdenken müssen, aber trotzdem alles auf die Platte bringen, um die zwei Punkte zu behalten“, sagt Sigurdsson.
Für ihn werden am Donnerstag auch die Fans in der bereits ausverkauften SCHWALBE arena ein Faktor sein: „Wir brauchen eine Energieleistung von der Mannschaft und von den Rängen. Deshalb hoffe ich, dass jeder Gummersbacher, der in die Halle kommt, extrem laut ist und für eine Bombenstimmung sorgt.“
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