HANDBALL
Nach fünfzig Minuten zerbricht Gummersbachs Halbfinal-Traum
Gummersbach – Die U17 des VfL Gummersbach zeigt beim THW Kiel ein starkes Spiel, verliert das Match aber in der Schlussphase - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Benjamin Maus
THW Kiel – VfL Gummersbach 35:30 (17:17).
Die U17 der Handballakademie des VfL Gummersbach muss sich nach dem Viertelfinale aus dem Rennen um die Deutsche Meisterschaft verabschieden, darf das aber mit erhobenem Haupt tun. Die Leistung bei der 30:35-Niederlage beim THW Kiel ist mindestens genauso hoch einzuschätzen, wie das Unentschieden im Hinspiel, da die sowieso schon favorisierten Kieler mit einem verbesserten Kader aufliefen. Kjell Suhr und Julius Eisend, die üblicherweise in der A-Jugend-Bundesliga spielen, waren in der Aufstellung von Trainer Hendrik Hell und steuerten zusammen 14 Tore bei.
Trotz dieser veränderten Ausgangslage lieferte der VfL einen großen Kampf und war zeitweise nah dran am Halbfinale. Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die bis zum 12:7 (18.) ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Die Gummersbacher waren aber noch nicht bereit aufzugeben. Durch einen 4:0-Lauf, bei dem alle Tore auf das Konto von Luka Kersten gingen, glichen sie wieder aus und hielten das Remis bis zum Pausenpfiff.
Trainer Maciej Dmytruszynski war sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge: „Nach unserem Heimspiel haben sie wohl gemerkt, dass sie Unterstützung brauchen – und das hat man heute deutlich gesehen. Ich denke ohne die Verstärkung hätten wir sie schlagen und weiterkommen können.“
Auch der zweite Durchgang verlief nicht nach dem Geschmack der Fördestädter. Mehrfache THW-Führungen konterten die Gäste postwendend und kamen immer wieder zum Ausgleich. Beim Stand von 24:24 (44.) vergaben sowohl Hector Gand als auch Felix Hein Chancen zu einer möglichen Führung. Ab dem 28:28 (51.) setze sich dann die große individuelle Klasse der Nordlichter durch, insbesondere Torhüter Tobias Leuchtl zeichnete sich mehrfach aus. Spätestens beim 33:29 (59.) war der Traum der Deutschen Meisterschaft für den VfL ausgeträumt.
„Natürlich ist das Ergebnis bitter und für die Jungs eine Enttäuschung. Trotzdem sollen sie stolz auf sich sein - ich bin es auf jeden Fall. Wie sie in beiden Spielen gekämpft haben und alles versucht haben, ins Halbfinale einzuziehen, war wirklich stark“, so der VfL-Trainer. Obwohl er das Ergebnis erst noch verarbeiten muss, fand Dmytruszynski auch passende Worte zum plötzlichen Saisonabschluss: „Mir hat besonders gefallen, wie die Mannschaft in dieser Saison zusammengewachsen ist. Auch gegen körperlich stärkere Teams haben sie sich behauptet und verstanden, wie wichtig die Abwehr ist.“
Gummersbach: Luka Kersten (10), Sky Rothe (5), Felix Hein (5/2), Hector Gand, Maximilian Weinheimer (je 4), Maximilian Lühr (2),
Ergebnisse Viertelfinale Deutsche Meisterschaft
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