HANDBALL
Sigurdsson erwartet beim Tabellenletzten ein hartes Stück Arbeit
Gummersbach – Die VfL-Handballer wollen ihre Siegesserie auch im Nachholspiel beim SC DHfK Leipzig fortsetzen - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Peter Notbohm
SC DHfK Leipzig – VfL Gummersbach (Donnerstag, 19 Uhr).
Zehn Siege in Folge! 1977 gelang letztmals einer Mannschaft des VfL Gummersbach eine derart beeindruckende Siegesserie. Und das Team von Gudjon Valur Sigurdsson schickt sich an, die Erfolgsbilanz im Kampf um die europäischen Plätze weiter auszubauen. In das Nachholspiel beim Tabellenletzten SC DHfK Leipzig gehen die VfL-Handballer am Donnerstagabend jedenfalls als klarer Favorit.
Und doch nur eine scheinbar leichte Aufgabe? Gummersbachs Chefcoach weigert sich jedenfalls von einer Pflichtaufgabe zu sprechen, warnt stattdessen vor angeschlagenen Leipzigern. „Wir werden einen absoluten Sahnetag brauchen, um dort zu gewinnen. Die Luft wird im Abstiegskampf immer dünner, deshalb werden sie versuchen, jeden für dieses Spiel fit zu kriegen“, sagt der Isländer vor der Abreise nach Sachsen.
Überhaupt sieht der Isländer viel Qualität im Kader der Ostdeutschen, in dem DHB-Nationalspieler Franz Semper mit 122 Toren bester Torschütze ist. Auch Blaer Hinriksson und William Bogojevic sorgen für Gefahr aus der zweiten Reihe. In der Abwehr räumt mit Marko Mamic zudem ein kroatischer Nationalspieler auf. Dazu verfügen die Leipziger mit Dominico Ebner und Tomas Mrkva über zwei solide Torhüter.
Der Leipziger X-Faktor ist allerdings Dean Bombac. Der slowenische Routinier (37) wurde im Dezember im Kampf um den Klassenerhalt nachverpflichtet. Seitdem hat der Regisseur das Spiel der Leipziger komplett verändert. Auch Sigurdsson sagt: „Er ist ein genialer Handballer. Wir können deshalb nur wenig Videomaterial aus dem Hinspiel nutzen.“ Ende November gewannen die Oberberger mit 34:27 in der SCHWALBE arena.
Gezeigt haben dürfte der VfL-Coach seinem Team dagegen die letzten Auftritte der Leipziger, die sich gegen Eisenach und Stuttgart zuhause jeweils einen Punkt erkämpften und auch zuletzt beim 29:34 gegen Göppingen das Spiel erst in der Crunchtime verloren. „Ich würde niemals sagen, wir fahren dahin und gewinnen locker oder leicht. Vom Tabellenstand her müsste man das vielleicht, aber das ist eine richtig starke Mannschaft“, warnt der Isländer. Derzeit haben die Leipziger mit 10:44 Punkten zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.
Eine richtig starke Mannschaft, die derzeit auf einer Welle des Erfolges surft, hat aber auch Gummersbachs Chefcoach. Selbst den Ausfall von Kapitän Julian Köster verkraftete das Team dank einer kompromisslos agierenden Abwehr gegen Wetzlar nahezu mühelos. Vor allem Neuzugang Ludvig Hallbäck passt nach seinem Winterwechsel immer besser ins VfL-System. Köster, für Sigurdsson unstrittig einer der weltbesten Spieler, sei zwar nicht eins zu eins zu ersetzen, doch auch mit dem eher kleinen Rückraum um Hallbäck, Smits oder Mahé habe man viel Explosivität in der zweiten Reihe, meint der Isländer und ergänzt: „Wir haben einen großen Kader. Jetzt sind andere Spieler gefordert, die darauf brennen sich zu zeigen.“
Personell ist Köster allerdings nicht die einzige Baustelle im VfL-Kader. Die Saison biegt in die heiße Endphase ein, sagt Sigurdsson: „Man merkt die Blessuren. Es gibt kaum einen Spieler bei uns, der sagt, dass er absolut topfit ist.“ Bemerkbar hatte sich das zuletzt bei Miro Schluroff gemacht, der gegen Wetzlar über Schulterprobleme geklagt hatte. Als „nicht nur an der Schulter angeschlagen“ bezeichnet der VfL-Coach den Nationalspieler, den man für Donnerstag aber fit bekommen will.
Nicht in Gefahr sei der Einsatz von Tom Kiesler, der gegen Wetzlar zwischenzeitlich am Knie behandelt wurde. Weiter nur im absoluten Notfall soll derweil Mathis Häseler eingesetzt werden. Der Nationalspieler kann wegen Problemen mit seinem Fuß derzeit nicht trainieren und absolviert ein Rehaprogramm. Bei ihm will der Verein möglichst kein Risiko eingehen. Sigurdsson will ohnehin nicht jammern: „Ich bin sehr zufrieden und glücklich mit dem Kader, den wir haben. Wir können Ausfälle kompensieren.“
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