HANDBALL
Wölfe fahren als Underdog zum HC Gelpe/Strombach II
Oberberg - Regionalliga: Die HBD Löwen wollen gegen Aldekerk den ersten Auswärtssieg einfahren - Oberliga: Marienheide/Müllenbach brennt in Pulheim auf den nächsten Sieg - Verbandsliga: Oberwiehl will die Tabellenspitze verteidigen - Gelpe/Strombach II gegen Wahlscheid seine Aufstiegsambitionen untermauern.
Vorschau Regionalliga Frauen
TV Aldekerk II – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 17:30 Uhr).
Es fehlen: Xenia Kanelakis, Marie Wlodarek, Sheila Breer, Line Berscheid.
Einsatz fraglich: Jessica Mertens.
Die Löwinnen haben einen fast perfekten Start in die Regionalligasaison erwischt. Am ersten Spieltag noch nervös, ließ sich der Aufsteiger von TD Lank in der Schlussphase noch den beinahe sicher geglaubten Sieg aus den Händen reißen. Immerhin vermied man die Niederlage. Im Derby gegen den HC Gelpe/Strombach demonstrierte die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag dann, dass sie in der Regionalliga angekommen ist und wies den HC Gelpe/Strombach klar in die Schranken. „Die Stimmung in der Mannschaft ist natürlich gut. Wir haben auch gut weiter trainiert und sind fokussiert. Wir wollen gerne spielerisch dort weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt HBD-Trainer Dennis Hermann.
Der nächste Gegner ist sogar noch besser in die Saison gestartet. Gleich am ersten Spieltag fügte die Aldekerker Reserve dem HCGS die erste Niederlage zu, besiegte anschließend den Turnverein Biefang und gehört zu den nur drei Teams der Liga, die noch keinen Punktverlust erlitten haben. „Wir haben mit Aldekerk II einen ganz guten Gegner vor uns. Das ist auch noch eine sehr junge Mannschaft, genauso wie wir. Die kommen auch über das Tempospiel. Da müssen wir gegenhalten. In Aldekerk ist es immer etwas schwieriger zu spielen. Es sind immer gut ausgebildete Mannschaften. Nichtsdestotrotz würden wir gerne unseren ersten Auswärtssieg holen, aber das wird auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit“, ist sich Hermann der Schwere der Aufgabe bewusst, geht aber für einen Coach einer Aufstiegsmannschaft durchaus selbstbewusst in die Partie.
„Wir verlassen uns wieder auf unsere Abwehr, die hat in unserem letzten Spiel sehr gut gearbeitet und wir haben viele Bälle erobern und blocken können. Und wir haben den Gegner zu schwierigen Bällen gezwungen. Es wäre wichtig, dass wir die wieder aufs Feld bekommen.“ Neben den Langzeitverletzten wird noch Xenia Kanelakis fehlen, die sich einen Bänderriss zugezogen hat. Der Einsatz von Jessica Mertens, die sich jüngst in starker Form präsentierte, ist wegen einer privaten Verpflichtung fraglich. (thg)
Das Derby zwischen dem HC Gelpe/Strombach und dem SSV Nümbrecht ist auf Mittwoch verlegt worden.
Vorschau Oberliga Frauen
Pulheimer SC - HSG Marienheide/Müllenbach (Samstag, 17:30 Uhr).
Michael Debus redet nicht lange um den heißen Brei herum, sondern sagt klipp und klar, was er von der anstehenden Auswärtspartie seiner Handballerinnen am Samstagnachmittag in Pulheim erwartet. "Pulheim hat die ersten beiden Punktspiele der neuen Saison mehr oder weniger klar verloren, nachdem sie schon in der vergangenen Runde hart gegen den Abstieg gekämpft haben und sich gerade so in der Oberliga halten können.
Insofern gehe ich davon aus, dass das kein unschlagbarer Gegner für uns ist. Wir fahren jedenfalls dahin, um die Punkte mitzunehmen", erklärt Debus.
Hoffnung macht ihm auch, dass "wir personell gut aufgestellt sind. Unter anderem stehen dieses Mal beide Torhüterinnen zur Verfügung." Jule Steinbach steht zur Verfügung, weil das Derby zwischen Gelpe/Strombach und Nümbrecht verlegt wurde. Auch Pia Schmitz ist wieder einsatzbereit. Dass einige seiner Spielerinnen zuletzt von Erkältungen geplagt wurden, sieht Debus dagegen nicht als großes Problem an: "Ich denke, die angeschlagenen Spielerinnen erholen sich bis Samstag und werden spielen können." (uk)
Vorschau Verbandsliga Frauen
HC Gelpe/Strombach II - TV Wahlscheid (Samstag, 15:15 Uhr).
Die Rollen für das Derby scheinen ganz klar verteilt zu sein. Hier der Fast-Aufsteiger in die Oberliga, dort der klassenunerfahrene Verbandsliganeuling: Die Reserve der HC-Handballerinnen bestätigte ihre Ambitionen in Sachen Aufstieg jedenfalls schon am ersten Spieltag durch einen 30:14-Kantersieg über den Solinger TB und setzte sich auch am letzten Samstag bei der SG Langenfeld hauchdünn durch.
Genau diese Vorstellung am Rhein ist es, weshalb Ole Remmers seine Mannschaft vor den Wölfinnen warnt und vor allem mehr Effektivität beim Torwurf anmahnt. Den Gegner schätzt der HC-Trainer als "ganz ordentlich" ein und glaubt, dass die Wahlscheider den angestrebten Klassenerhalt "schaffen können". Auch wenn die Mannschaft am ersten Spieltag eine hohe Niederlage (15:28) verdauen musste. Remmers hofft natürlich, dass seine Werferinnen an die starke Vorstellung beim Premierenspieltag gegen den STB anknüpfen können und verordnet seinem Team für das Derby dieselbe taktische Marschroute wie gegen die Bergischen: "Wir müssen kompakt in der Abwehr stehen, dann mit viel Tempo nach vorne spielen und besser abschließen als am vergangenen Wochenende."
TVW-Coach Sascha Krings sieht seine Spielerinnen zwar in der Rolle des Underdogs, will die Partie mit seiner Mannschaft aber so lange wie möglich ausgeglichen gestalten: "Wir sind der Außenseiter, werden aber alles geben, um dem Gegner das Leben schwer zu machen." Während der HC am Samstag ohne Johanna Heister (privat verhindert), Sara Schönstein (Klassenfahrt) sowie die angeschlagene Sara Haack antreten muss, fehlen bei den Gästen Merle Kloppenburg und Swea Püts. (uk)
TuS Erkrath - CVJM Oberwiehl (Sonntag 13:30 Uhr).
Auf die Oberwiehlerinnen wartet ein echter Härtetest. Die Oberbergerinnen sind zwar mit weißer Weste in die neue Spielzeit (4:0 Punkte/Torverhältnis plus 25) gestartet, doch die Gastgeberinnen sind ähnlich stark in die neue Saison gekommen (4:0 Punkte/ plus 16). Heinz Tillmann nutzte am vergangenen Spieltag die Gelegenheit, um den TuS bei der Auswärtspartie in Solingen persönlich unter die Lupe zu nehmen.
Der CVJM-Coach zeigte sich vor allem vom Offensivspiel der Handballerinnen aus Erkrath (mit der zehnfachen Torschützin Sabrina Benten an der Spitze) angetan, konnte beim Rückzugsverhalten des kommenden Gegners aber "gewisse Schwächen" feststellen, die man natürlich ausnutzen möchte. Allerdings ist der Einsatz von mehreren (bis zu sechs) Stammkräften bei den Tillmann-Handballerinnen fraglich.
Aber auch wenn man den Trip zum derzeitigen Tabellendritten wahrlich nicht in Bestbesetzung antreten kann, will man beim CVJM den Platz an der Sonne unbedingt verteidigen. (uk)
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