HANDBALL
Standortbestimmung beim Tabellenführer
Oberberg - Regionalliga: Löwinnen gastieren beim Tabellenführer Bonn rrh. - Nümbrecht gegen Biefang in der Favoritenrolle - Oberliga: Für Marienheide/Müllenbach zählen nur zwei Punkte - Verbandsliga: Oberwiehl mit großen Verletzungssorgen.
Vorschau Regionalliga Frauen
TSV Bonn rrh. – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 17:30 Uhr).
Es fehlen: Marie Wlodarek, Xenia Kanelakis, Line Berscheid, Sheila Breer.
Nur noch drei Mannschaften sind in der aktuellen Frauen Regionalliga noch ungeschlagen. Neben Adler Königshof, das noch ein Spiel weniger als die Konkurrenz absolviert hat, die TSV Bonn rrh. und die HBD Löwen. Letztere treffen nach der Herbstpause aufeinander. Löwen-Trainer Dennis Hermann geht völlig entspannt ins Spiel. „Bonn ist für mich die vielleicht kompletteste Mannschaft in der Liga. Sie spielen eine gute, aktive und bewegliche Abwehr. Sie haben ein gutes Tempo nach vorne und individuell starke Spielerinnen. Sie sind dementsprechend auch der Favorit in dem Spiel“, sieht Hermann die Rollen zwischen dem verlustpunktfreien Tabellenführer und dem Aufsteiger klar verteilt.
Für die Löwinnen bedeutet das Duell eine echte Standortbestimmung, denn gefühlt war bei den Punkteteilungen gegen TD Lank und auch gegen den SSV Nümbrecht mehr drin gewesen. Damit wäre man mit dem Primus auf Augenhöhe. Die Stärke der Bonnerinnen durften die Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach bereits erfahren. Als „in allen Belangen unterlegen“ sah HC-Trainer Maik Pallach seine Mannschaft bei der 21:31-Niederlage und attestierte den Gegnerinnen eine gute Athletik und einen torgefährlichen Rückraum, garniert mit einer starken 6:0-Deckung. Die Löwinnen sind jedoch weit weg davon, sich einfach zu ergeben.
„Wir sind auch gut in die Saison gestartet und haben ein gutes Selbstvertrauen aufgebaut. Wir haben gezeigt, dass wir Qualität haben und würden den Gegner natürlich ganz gerne ein bisschen ärgern. Ziel muss es sein, an die Abwehrleistung anzuknüpfen, die wir bisher gezeigt haben. Und dass wir vorne unsere Fehlerquote reduzieren, die wir bisher hatten. Dann ist das vielleicht auch möglich“, rechnet sich Hermann durchaus etwas aus.
„Es wird auf jeden Fall sehr schwer, in Bonn zu bestehen, das weiß ich selbst aus eigener Erfahrung. Es ist immer etwas Besonderes. Das ist eine enge Halle. Aber wir haben nichts zu verlieren und würden gerne unsere Leistung zeigen. Und dann gucken wir was geht und ob wir den Favoriten ärgern können.“ Die Zahl der einsatzfähigen Spielerinnen hat sich über die Herbstferien hinweg nicht verändert. Sheila Breer ist nach langer Auszeit aber zurück auf dem Feld, ist wegen Trainingsrückstand aber noch nicht einsatzfähig. (thg)
SSV Nümbrecht – Turnverein Biefang (Samstag, 20 Uhr).
Es fehlt: Keine.
Die Herbstpause hat Nümbrechts Trainer Martin Mokris überhaupt nicht gefallen. „Für uns ist es sehr schade, dass wir die Ferien hatten. Wir waren in einem kleinen Flow und haben uns in den letzten Spielen gut präsentiert. Jetzt müssen wir schauen, was nach der Pause davon übrig geblieben ist“, weiß er nicht ganz genau, wo seine Mannschaft nach den spielfreien Wochen steht. Zuversichtlich ist er aber, dass seiner Schützlinge nicht alles vergessen haben, was man sich im bisherigen Saisonverlauf erarbeitet hat. Mit kleineren Pausen dazwischen habe man auch in den Ferien weiter trainiert und sich auf den nächsten Gegner eingestellt.
Gegen den Turnverein aus Oberhausen sind die Nümbrechter als Tabellenvierter in der Favoritenrolle. Dass Biefang, aktuell nur Vorletzter, aber für Überraschungen gut ist, bewies der Aufsteiger der Vorsaison im Duell gegen die stark eingeschätzten Frauen des HC Weiden, die man deutlich mit 28:20 besiegte. Auch die HBD Löwen hatten ihre liebe Mühe mit dem Turnverein, siegten deutlich, setzten sich aber erst in der Schlussphase vom Gegner entscheidend ab.
„Wir bekommen es jetzt mit einem Gegner zu tun, der eine gute Abwehr und gute Torhüterinnen dahinter hat. Das muss man knacken, aber das ist nun mal so. Darauf werden wir uns vorbereiten. Auf unsere Abwehr kommt ein Rückraum zu, der gerne schießt und Eins-gegen-Eins geht. Sie spielen auch gerne über den Kreis. Da muss man aufpassen. Wir werden uns einiges überlegen, wie wir gegen die agieren werden. Und wir wollen zwei Punkte holen. Das ist das ganz klare Ziel. Wir nehmen den Kampf an. Ich glaube, die Mädels sind heiß drauf. Wir wollen jedes Heimspiel gewinnen. Auch dieses“, ist Mokris schon wieder im Kampfmodus. (thg)
Vorschau Oberliga Frauen
HSG Marienheide/Müllenbach - HSV Frechen (Samstag, 19 Uhr, Gesamtschule Marienheide).
Nach dem Aufstieg in die Damenoberliga hatte man sich vor Saisonbeginn bei den HSG-Handballerinnen recht demütig in Sachen Ambitionen für die anstehende Spielzeit gegeben. Man wollte sich erst einmal an die neue Spielklasse herantasten und dort etablieren. Sollte dies gelingen, wollte man im zweiten Schritt dann ausloten, ob und inwieweit es in der Tabelle nach oben gehen könnte. Inzwischen sind fünf Spieltage absolviert worden, und die Ligafrischlinge haben sich zumindest tabellarisch sehr ordentlich verkauft.
Man liegt mit einem positiven Punktekonto (6:4) sowie einem ausgeglichenen Torverhältnis (90:90) auf Rang sechs des Klassenspiegels und durfte durchaus zufrieden in die Herbstferien gehen. Allerdings konnte man die Erfolgswelle in der Oberliga nur in den ersten Wochen reiten. Nach drei Siegen zum Ligaauftakt musste man im Oktober in den Partien gegen Bocklemünd (23:29) und bei der HSG Refrath/Hand (15:21) nämlich spürbar Lehrgeld bezahlen, wobei es der Handballspielgemeinschaft vor allem im jüngsten Match in Refrath an Durchschlagskraft im Angriff fehlte.
Logisch, dass man im HSG-Training zuletzt verstärkt an der Offensive arbeitete. Mit welchem Erfolg wird sich kurzfristig am Samstagabend zeigen, wenn der HSV aus Frechen in Marienheide zu Gast sein wird. Das Team aus dem Rhein-Erft-Kreis kam bis dato eher schwer in die Meisterschaftsrunde und rangiert mit 2:6 Zählern lediglich auf Platz zehn der Tabelle. HSG-Trainer Michael Debus hat denn auch eine klare Erwartungshaltung für das Spiel am Samstagabend formuliert: "Wir müssen die schlagen." (uk)
Vorschau Verbandsliga Frauen
TV Witzhelden II - HC Gelpe/Strombach II (Sonntag, 15 Uhr).
"Einen unangenehm zu bespielenden Gegner" erwartet Ole Remmers, Coach des HC Gelpe/Strombach II, am Sonntag im Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des TV Witzhelden. Das Team aus dem Leichlinger Stadtteil startete passabel in die neue Verbandsligaspielzeit, rangiert aktuell mit 5:3 Zählern auf Rang sechs des Klassenspiegels und landete in der finalen Partie vor den Herbstferien einen souveränen Heimerfolg über den HSV Bocklemünd II.
Zudem haben die Oberbergerinnen weiterhin mit großen Personalsorgen zu kämpfen: Annika Tropp, Sara Haack, Anna Bär, Katharina Lichtinghagen und Nora Bischoff sind allesamt verletzt. Und auch Katrin Weyer, Lina Klinnert sowie Juli Kapinos werden in der Begegnung bei der TVW-Reserve aus privaten Gründen nicht mitwirken können. Dennoch wollen die Gummersbacherinnen am Sonntag etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. "Voraussetzung dafür ist, dass wir stabil und kompakt in der Abwehr stehen", schätzt Remmers. (uk)
TV Wahlscheid - TuS Erkrath (Sonntag, 16 Uhr, Jabachalle).
Hohen Besuch erhalten am Sonntagnachmittag die Handballerinnen des TV Wahlscheid. Gast der Wölfe werden dann nämlich die Tabellenführerinnen aus Erkrath sein. Man hat beim TVW zwar keine Informationen über den Primus, orientiert sich aber an den bisherigen TuS-Ergebnissen an den ersten Spieltagen. "Das Torverhältnis von Erkrath spricht Bände", weiß Sascha Krings um die Offensivstärke des TuS, betont aber in einem Atemzug auch die Qualitäten seiner Mannschaft.
"Wir werden versuchen, das Match so lange wie möglich offen zu halten", sagt der Wölfinnen-Coach, der die Gegnerinnen "zu schwierigen Abschlüssen zwingen will" und dabei auf eine "starke Abwehrleistung in Kombination mit einer guten Torhütervorstellung setzt". Dann, so der Handballlehrer, bestehe die Möglichkeit, "etwas einzusammeln." Bedingung sei allerdings," dass wir mindestens 25 Tore erzielen." (uk)
CVJM Oberwiehl - HSV Bocklemünd II (Samstag, 18 Uhr, Gymnasium Wiehl).
CVJM-Trainer Heinz Tilllmann stehen für das Match aufgrund zahlreicher Verletzungen absehbar nur sechs Feldspielerinnen zur Verfügung. Die Oberwiehler Anfrage, das Match aufgrund der oberbergischen Personalnöte zu verlegen, wurde von den Domstädterinnen jedoch abgelehnt. "Die Partie dürfte zu einer echten Herausforderung werden" orakelt der Obewiehler Coach denn auch, hofft aber gleichzeitig, dass seine gebeutelte Equipe "in einer vollen Halle spielen" und dort von den eigenen Fans "lautstark unterstützt wird". (uk)
Vorschau männliche U17-Regionalliga
VfL Gummersbach II – Bonner JSG (Sonntag, 15 Uhr, SCHWALBE arena).
Vorschau männliche U15-Regionalliga
HSV Krefeld 05 – VfL Gummersbach (Samstag, 15:45 Uhr).
Vorschau weibliche U15-Regionalliga
SSV Nümbrecht – Bonner JSG (Samstag, 18 Uhr, GWN-Arena).
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