HANDBALL

Nümbrecht hat den Klassenerhalt in greifbarer Nähe

thg, uk; 05.03.2026, 10:45 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski --- In der Hinrunde hatte der SSV Nümbrecht in eigener Halle gegen den Turnverein Biefang nichts zu melden.
HANDBALL

Nümbrecht hat den Klassenerhalt in greifbarer Nähe

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thg, uk; 05.03.2026, 10:45 Uhr
Oberberg - Regionalliga: Nümbrecht vor wegweisendem Duell in Biefang - Gelpe/Strombach steht gegen Schlusslicht Kempen vor Pflichtaufgabe - Oberliga: Löwen müssen zu einem erstarkten Gegner - Verbandsliga: Oberwiehl vor kniffliger Aufgabe in Bonn.

Vorschau Regionalliga Frauen

 

Turnverein Biefang – SSV Nümbrecht (Samstag, 17:30 Uhr).

 

Hinspiel: 30:18.

 

Es fehlen: Julia Alefelder, Sabrina Heinrichs, Kira Hartmann, Nele Kolb

 

Die Nümbrechterinnen stehen vor einer wegweisenden Begegnung. Gewänne das Team von Trainerin Martina Duckart das Aufsteigerduell gegen den Tabellennachbarn, dann wäre der Klassenerhalt in greifbarer Nähe. Das Hinrundenspiel dient ihr aber als Warnung: „Im Hinspiel haben wir sehr hoch verloren. Das war auch in der Höhe eine verdiente Niederlage. Wir haben den Gegner zu Toren eingeladen und vorne die freiesten Würfe nicht reingemacht. Das passiert mal. Das sind die Spiele, aus denen man auch was mitnehmen kann oder die man auch mal abhaken muss“ erklärt sie.

 

Den Turnverein aus Oberhausen einzuschätzen fällt grundsätzlich schwer. Am vergangenen Wochenende besiegte man den Tabellendritten TD Lank mit 26:25, verlor zuvor aber gegen Königshof und Witzhelden und erzielte dabei jeweils nur 16 und 19 Tore. Die Nümbrechterinnen haben ohnehin ihre eigenen Probleme. Das jüngste Kreispokalhalbfinale, das man am vergangenen Dienstagabend gegen die klassentieferen Löwen Oberberg verlor, war eher eine düstere Generalprobe für das Aufsteigerduell (OA berichtete). „Ich erwarte von meiner Mannschaft, nach dem Pokalspiel, dass wir eine Reaktion zeigen und bin aber davon überzeugt, dass wir das auch machen werden. Ich hoffe, dass wir die Niederlage abschütteln können und unsere Lehren daraus ziehen können. Am Wochenende müssen wir auf jeden Fall unsere Abwehr wiederfinden. Im Moment sind wir zu langsam auf den Beinen und nicht bereit, den letzten Schritt noch zu gehen. Ich weiß, dass das meine Mannschaft kann, aber in den letzten beiden Spielen hat das nicht optimal geklappt“, so Duckart.

 

Der Schlüssel liege in der Deckungsarbeit: Ich weiß, dass wir am Wochenende eine bombastische Abwehr stellen müssen, um die Punkte holen zu können. Biefang hatte ein kleines Tief und sie haben einige Spiele hintereinander verloren, auch gegen Konkurrenten gegen den Abstieg. Auf der anderen Seite gewinnen sie gegen Lank, was ihnen sicher Auftrieb und Selbstvertrauen gegeben hat. Das zeigt, dass in der Liga fast alles möglich ist und man in jedem Spiel bei hundert Prozent sein muss, um die Punkte mitzunehmen. Wir müssen in der Abwehr den letzten Schritt noch gehen wollen und ackern ohne Ende und uns als Team über jeden Ballgewinn freuen.“

 

Einen Handball-Leckerbissen erwartet Duckart nicht: „Ich denke, dass es gegen Biefang kein schönes Spiel wird. Beide stecken noch mitten im Abstiegskampf. Beiden Mannschaften täten die zwei Punkte maximal gut. Deswegen müssen wir alles reinlegen, was wir haben. Dafür brauchen wir puren Willen. Man muss als Team Dinge zusammen umsetzen wollen und zusammen kämpfen. Wir haben in den vergangenen Wochen bewiesen, dass wir das können und auch wollen.“ (thg)

 

 

VT Kempen – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 18 Uhr).

 

Hinspiel: 22:30.

 

Es fehlen: Marie Wlodarek, Kira Blohme, Tahnee Ranke, Desiree Horn.

 

Es war die Nachricht der Woche. Eigentlich hatte David Hoffmann ein längeres Engagement beim HC Gelpe/Strombach im Sinn, doch am vergangenen Dienstagabend verkündete der Coach, dass er den Klub nach nur einer Saison wieder verlassen wird (OA berichtete). „Es gibt unerwartete Wendungen im Leben. Ich habe vor drei Wochen ein Angebot bekommen, eine Aufgabe in einer Nachwuchsakademie eines Bundesligisten zu übernehmen. Es ist mir nicht leicht gefallen, aber nach ein paar schlaflosen Nächten habe ich entschieden, dass ich Gummersbach wieder verlassen möchte. So ein Angebot aus der Bundesliga bekommt man nicht alle Tage“, erklärt Hoffmann und ist froh, dass die Führungsetage des HC Verständnis für die Entscheidung hatte.

 

„Mein wichtigstes Anliegen ist jetzt, bis zur letzten Spielsekunde der Saison alles zu investieren, um den maximalen Erfolg herauszuholen. Und in Kempen fangen wir damit an“, verspricht Hoffmann, in keinster Weise nachlassen zu wollen. Die Rollen sind dabei klar verteilt. Alles andere, als ein Sieg gegen das Team vom Niederrhein, wäre inakzeptabel. Erst vor knapp zwei Wochen feierten die Kempenerinnen die ersten beiden Punkte mit einem 27:20 gegen den Turnverein Biefang und sind noch immer Tabellenletzte. „Aber es ist ein anderes Kempen, weil mit Melina Witzke eine Spielerin zurückgekommen ist, die der Mannschaft sehr gefehlt hat“, warnt Hoffmann vor der Torjägerin der Gastgeberinnen, die in der vergangenen Spielzeit 148 Tore in 25 Spielen warf.

 

„Wir sind in keiner einfachen Phase“, sagt Hoffmann allerdings und bezeichnet die jüngste 21:22-Heimniederlage gegen Adler Königshof als „ärgerlich“. Erst in den Schlussminuten ließen sich die HC-Frauen trotz Führung die Butter vom Brot nehmen. Nicht mit dabei war Marie Wlodarek (Foto), bei der sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet haben. Im Spiel gegen den TV Witzhelden zog sie sich einen Kreuzbandriss zu und fällt für Monate aus. Für die Gelpe/Strombacherinnen wird sie kein Spiel mehr bestreiten. Wie auch ihre Schwester Leonie wechselt sie zur nächsten Saison zu den Löwen Oberberg (OA berichtete).

 

Mit Kathleen Hertes, die bereits Zweit- und Drittligaerfahrung hat sowie Viktoria Viebahn, ebenfalls ehemalige Drittligaspielerin, wurden aufgrund der angespannten Personallage derweil zwei Handballerinnen reaktiviert. „Wir müssen die Neuzugänge so schnell wie möglich integrieren. Das geht nur über Spielminuten. Wir brauchen ein bisschen Zeit, um sie einzubauen, aber dass sie für uns Verstärkungen sind, ist klar“, freut sich Hoffmann über mehr Optionen im Kader. (thg)

 

 

Vorschau Oberliga Frauen

 

Wald-Merscheider TV - HBD Löwen Oberberg (Samstag, 17 Uhr).

 

Hinspiel: 18:29.

 

Da das Spitzenspiel der Frauen-Oberliga am vergangenen Wochenende zwischen Primus SSG Wuppertal/HSV Wuppertal und Verfolger ATV Biesel mit einem 23:23-Remis endete, konnten sich die spielfreien oberbergischen Löwinnen nicht nur über den jeweiligen Punktverlust der Konkurrenz im Kampf um die Tabellenspitze freuen, gleichzeitig gelang es den Oberbergerinnen am Samstag, quasi auf dem heimischen Sofa nach Minuspunkten zu den Konkurrentinnen aufzuschließen.

 

Das Team von Dennis Hermann befindet sich bei nunmehr 22:6 Zählern und zwei noch zu absolvierenden Nachholpartien in Lauerposition hinter Wuppertal (26:6) und Biesel (24:6). Der Löwen-Trainer zeigt sich in diesen Tagen allerdings keineswegs nur aufgrund des Aufschließens zu den Topteams der Oberliga sehr zufrieden mit den jüngsten sportlichen Entwicklungen. Vielmehr gibt der erstaunlich überlegen herausgespielte Pokalcoup am Mittwoch gegen den klassenhöheren SSV Nümbrecht den Löwinnen weiteren Rückenwind (OA berichtete).

 

Diesen will man schon am Samstag nutzen, wenn es in der Liga gegen den Wald-Merscheider TV um die nächsten Punkte im Meisterschaftskampf der Oberliga geht. Das Team aus dem Solinger Stadtteil ist freilich auf keinen Fall zu unterschätzen. Nachdem der WMTV zu Saisonbeginn mit vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, sind die maladen Spieler inzwischen Frau für Frau ins Team zurückgekehrt und haben für eine erhebliche Qualitätssteigerung der Mannschaft gesorgt. Man holt nun regelmäßig Punkte, darunter vor Wochenfrist zwei gegen Primus Wuppertal, und hat sich längst ins Tabellenmittelfeld mit Tendenz nach oben verabschiedet. Dennis Herrmann warnt seine Mannschaft denn auch nachdrücklich: "Wir dürfen den Gegner keinesfalls unterschätzen, dann könnte es gefährlich werden." (uk)

 

 

Vorschau Verbandsliga Frauen

 

HSG Geislar-Oberkassel - CVJM Oberwiehl (Samstag, 17 Uhr).

 

Hinspiel: 22:23.

 

Die Oberwiehlerinnen reisen als Favoritinnen Richtung Gesamtschule Bonn-Beuel, in deren Sporthalle die HSG-Handballerinnen ihre Heimspiele austragen. Die Gastgeberinnen befinden sich aktuell tief im Unterholz der Frauen-Verbandsliga, doch Anlass die Bonnerinnen zu unterschätzen haben die CVJM-Handballerinnen gewiss nicht. Im Hinspiel lagen die Oberbergerinnen in heimischer Umgebung wenige Minuten vor dem Abpfiff im Hintertreffen, ehe man das Match mit einer finalen Kraftanstrengung doch noch denkbar knapp auf die eigene Seite ziehen konnte. Dies sollte Warnung genug sein. Anspruch des Heimteams ist es nach Aussage von CVJM-Trainer Jan Herhaus allerdings "wie immer in heimischer Umgebung, beide Punkte in eigener Halle zu behalten". (uk)

 

 

HSG Marienheide/Müllenbach - MTV Köln II (Samstag, 16 Uhr, Gesamtschule Marienheide).

 

Hinspiel: 35:29.

 

Keine Frage: Sie sind jetzt auf den Geschmack gekommen, die Handballerinnen der HSG Marienheide/Müllenbach. "Wir möchten und werden zum neunten Mal in Folge ungeschlagen bleiben", zeigt sich Michael Debus denkbar zuversichtlich für den Vergleich mit dem MTV Köln II am Samstagnachmittag. Im Hinspiel vor vier Monaten landeten die Oberbergerinnen einen ergebnismäßig souveränen Auswärtserfolg, sodass auch der aktuelle Optimismus im "Heier" Lager durchaus angebracht zu sein scheint. Der HSG-Übungsleiter vertraut dabei insbesondere der starken Defensive seiner Mannschaft, warnt aber auch vor der Unberechenbarkeit der Kölnerinnen, die den bis dahin so formstarken HC Gelpe/Strombach II vor zwei Wochen heftig abwatschten. (uk)

 

 

Das Auswärtsspiel des HC Gelpe/Strombach II bei Polizei SV Köln II wurde von den Domstädtern am Mittwoch abgesagt. Die Punkte gehen kampflos ins Oberbergische.

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