HANDBALL

Enttäuschung nach aufopferungsvollem Kampf

thg; 22.03.2026, 12:20 Uhr
HANDBALL

Enttäuschung nach aufopferungsvollem Kampf

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thg; 22.03.2026, 12:20 Uhr
Oberberg - Die Handballerinnen des SSV Nümbrecht unterliegen knapp der TSV Bonn rrh. - Der HC Gelpe/Strombach besiegt den Aufsteiger Biefang.

Von Thomas Giesen

 

TSV Bonn rrh. – SSV Nümbrecht 27:25 (16:14).

 

Die Enttäuschung stand den Nümbrechterinnen ins Gesicht geschrieben. Nach aufopferungsvollem Kampf musste sich das Team von Trainerin Martina Duckart doch noch geschlagen geben. „Meine Mädels hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt. Ein Unentschieden wäre der fairere Ausgang gewesen. Aber es ist, wie es ist im Handball. Es gibt nicht immer faire Ergebnisse. Es ist einfach nervig, wenn man alles gegeben hat, dauerhaft dran war und schließlich doch wieder ohne Punkte nach Hause fährt“, zeigte sich Duckart niedergeschlagen. In den ersten sechs Minuten waren die Nümbrechterinnen noch nicht ganz auf dem Feld angekommen und gingen 1:4 in Rückstand. Dann funktionierte vor allem die Deckung besser. In Minute 16 gelang der 7:7-Ausgleich, in Minute 20 gingen die Gäste sogar mit 10:9 in Führung, ehe die Bonnerinnen wieder vorbeizogen. „Die Abwehr stand OK. Probleme hatten wir eher im Angriff. Da haben wir sehr freie Würfe nicht reingemacht“, so Duckart.

 

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Zu einem weiteren Problem entwickelte sich mit zunehmender Spielzeit auch Bonns Rückraumspielerin Michelle Reis, die bis zur 20. Spielminute bereits fünfmal aus dem Feld getroffen hatte. „Wir haben dann von einer 6:0-Deckung auf eine 5:1-Abwehr umgestellt, was besser funktioniert hat. Wir haben die Kreise der Rückraumspielerinnen besser einschränken können und sind dran geblieben. Wir sind dann sehr stark aus der Halbzeit gekommen und haben zügig drei Tore gemacht“, schilderte Duckart den Spielverlauf. Der SSV lag nun 17:16 (34.) in Front, dann riss der Faden wieder. „Wir sind dann zurück in alte Muster gefallen und haben zehn Minuten kein Tor mehr gemacht. Bonn hat zwar auch nur viermal getroffen, weil wir eine starke Abwehr gestellt haben. Aber das reicht einfach nicht, wenn vorne die Bälle weggeworfen werden“, erklärte Duckart. Die Gastgeberinnen setzten sich auf 20:17 ab (43.) und verteidigten den Vorsprung, ehe es mit 23:19 (51.) in die Crunchtime ging.

 

Dort kämpften sich die Nümbrechterinnen allerdings wieder heran und waren in Minute 57 beim Stand von 24:25 wieder in Schlagdistanz. Eine Hinausstellung gegen Finja Hock unterbracht die Aufholjagd jedoch und dennoch hatte man beim 25:26 (59.) erneut die Chance, aufzuschließen. Die Bonnerinnen nahmen eine letzte Auszeit und verwandelten ihren letzten Wurf zur Entscheidung. „Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Wir waren sehr gut eingestellt und haben gekämpft ohne Ende. Wenn wir mit der Einstellung in die letzten Spiele gehen, dann können wir sicher noch die Punkte holen, die wir brauchen, um den Abstieg zu verhindern. Es ist ja nichts passiert. Beyeröhde hat zu unserem Glück gegen Kempen verloren und ist weiterhin zwei Punkte hinter uns. Auch im direkten Vergleich sind wir vorne. Jetzt haben wir die Osterpause, werden aber weiter trainieren. Am Dienstag muss die Enttäuschung vergessen sein.“

 

SSV Nümbrecht: Laura Harscheid (7/6), Lotta Werthenbach (5), Elena Seiffarth, Pia Kirchner, Finja Hock, Sandra Fischer, Lara Schmalenbach (je 2), Franziska Arnds, Sabrina Kirchhoff (je 1).

 

 

Turnverein Biefang – HC Gelpe/Strombach 28:31 (14:15).

 

Die Gelpe/Strombacherinnen setzten sich nach harten 60 Minuten gegen den aktuell besten Aufsteiger durch und rückten, dank der Niederlage von Adler Königshof gegen die Zweitvertretung des TV Aldekerk, wieder auf Platz drei der Tabelle vor. „Es war genau das erwartet schwere und unangenehme Spiel, gegen einen sehr unangenehmen Gegner, der nie aufgegeben hat und uns immer wieder gefordert hat, mit seiner Art Handball zu spielen“, bilanzierte HC-Trainer David Hoffmann. „Der Gegner hat uns viele Dinge mitgegeben. Deswegen bin ich zufrieden, dass wir es geschafft haben, die zwei Punkte mitzunehmen und deshalb gehe ich auch erstmal mit einem guten Gefühl aus dem Abend raus“, so Hoffmann weiter.

 

Der Auftakt gehörte den Gästen, die in Minute elf mit 7:4 führten, den Aufsteiger jedoch wieder herankommen ließen. In Minute 20 fiel der 12:12-Ausgleich und man ging beim 12:13 und 13:14 sogar zweimal in Rückstand, ehe das Ruder wieder herumgerissen wurde. Mit einem knappen Vorsprung gingen die Gummersbacherinnen in die Pause. „Wir sind gut reingekommen und haben die Chance, uns auf vier oder fünf Tore abzusetzen, haben es aber verpasst. Wir drehen das Spiel nach dem Rückstand wieder, weil wir cool geblieben sind“, erklärte Hoffmann, der im zweiten Durchgang ein maximal enges Spiel zu sehen bekam. Über 22:22 (45.) ging es mit einem knappen 24:23-Vorsprung in die letzten zehn Minuten.

 

„Die komplette zweite Halbzeit geht es hin und her. Es bleibt bis in die Schlussphase eng und da bin ich sehr zufrieden, dass wir die Nerven behalten und das Spiel am Ende auch verdient gewonnen haben. Ich glaube, dass wir die drei Tore, vielleicht vier, auch besser waren, als der Gegner. Und deswegen sind wir sehr glücklich und freuen uns über den Sieg“ so Hoffmann, der bis zu seinem Ausscheiden am Saisonende noch einiges vor hat. „Uns ist schon klar, wir hätten im Spielverlauf viele Dinge besser machen können. Zum Beispiel hatten wir die Laufwege der Kreisläuferinnen nicht so gut unter Kontrolle, wie wir es gerne gehabt hätten. Damit hatten wir das gesamte Spiel über Probleme. Wir haben defensiv und offensiv weiterhin Dinge, die wir besser machen müssen. Wir freuen uns jetzt auf die Osterpause, die wir nutzen wollen, um uns noch weiter zu verbessern. Dann gehen wir Vollgas in die letzten Spiele.“

 

HC Gelpe/Strombach: Denise Szakacs (7), Celine Blumberg (6), Marlin Keuper (5), Kathleen Hertes (4), Zoe Viebahn (3), Leonie Wlodarek (3/3), Merle Schreibelmayer (2), Mia Klose (1).

 

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