HANDBALL

HC-Reserve muss einigen Widerstand brechen, siegt aber letztlich klar

uk; 04.10.2026, 21:15 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung ---- Isa Sterzik lieferte nach ihrer Einwechslung eine überragende Partie ab und sorgte mit für den letztlich klaren HC-Erfolg.
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HC-Reserve muss einigen Widerstand brechen, siegt aber letztlich klar

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uk; 04.10.2026, 21:15 Uhr
Oberberg - Über 45 Minuten können die Wahlscheider Wölfe beim Titelkandidaten mithalten - Oberwiehl reist schwer geschockt zurück in die Heimat (AKTUALISIERT).

HC Gelpe/Strombach II - TV Wahlscheid 28:17 (12:7).

 

Es war letztlich zumindest ergebnistechnisch die klare Angelegenheit zugunsten der Gastgeberinnen, die allerdings deutlich mehr Widerstand brechen mussten, als im Vorfeld der Begegnung erwartet worden war. Zur Chronologie des Matches: Nach ausgeglichener Anfangsphase (2:2/10.) setzte sich die HC-Reserve in der torarmen Auseinandersetzung bis zur 20. Minute mit vier, bis zum Halbzeitpfiff sogar mit fünf Treffern Differenz ab.

 

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[Maja Meric war mit sechs Toren beste Werferin.]

 

Und auch nach 38 Minuten führte die Mannschaft von HC-Coach Ole Remmers immer noch komfortabel (15:9). Doch plötzlich regte sich Widerstand, weil der TVW nach wie vor unverdrossen mit großer Hingabe fightete und sich die Favoritinnen parallel dazu einige Unkonzentriertheiten leisteten. Remmers nahm eine Auszeit, doch auch diese brachte keine wirkliche Verbesserung des ins Stocken geratenen HC-Angriffsspiels, sodass der Außenseiter nach 45 Minuten beim 16:15 bis auf ein Tor an die Gummersbacherinnen herangekommen war.

 

Als der Strombacher Übungsleiter dann aber die junge, erst 16-jährige Isa Sterzik sowie Maja Meric aufs Feld schickte, sorgte diese Maßnahme für einen enormen Energieschub bei den Gastgeberinnen, die sich insbesondere dank der zahlreichen Treffer der beiden "Neuen" mit einem 11:1-Lauf zum 25:17-Endstand noch klar absetzten. Logisch, dass Remers nach dem Match vor allem seine spielentscheidenden Youngster für ihre "tollen Auftritte" lobte.

 

[Nachdem Gelpe/Strombach eine komfortable Führung verspielt hatte, musste HC-Trainer Ole Remmers korrigierend eingreifen.]

 

Sein Gegenüber Sascha Krings war durchaus einverstanden mit der Vorstellung seiner Spielerinnen, die "sich 45 Minuten lang sehr ordentlich verkauft" hatten , dann aber ähnlich wie zuletzt in Bocklemünd erneut Lehrgeld zahlen mussten. "Eine Partie dauert eben 60 Minuten und nicht nur eine Dreiviertelstunde", befand der TVW-Coach, der über das am Ende "zu hohe Ergebnis" klagte, aber nicht vergaß seine Torfrau zu adeln. Charlotte Quidde krönte ihre ohnehin starke Leistung mit vier gehaltenen Strafwürfen (bei sechs gegnerischen Versuchen).

 

Gelpe/Strombach II: Maja Meric (6/1), Isa Sterzik (5), Madita von Lonski (4/2), ), Ronja Marie Wendel (4), Maya Lukas (3/1), Mara Juli Kapinos, Nora Bischoff (2), Melina Sofie Oezel, Dana Reez (je 1).

 

Wahlscheid: Melina Schlüter (4), Lucia Krings (4/2), Alina Bernhard (3), Swea Püts, Chantal Rothe (je 2), Lea Hillebrecht, Maja Leuenberg (je 1).

 

[Sascha Krings lobte seine Spielerinnen nach der Partie für einen beherzten Auftritt. Lea Hillebrecht traf einmal.]


 

TV Erkrath - CVJM Oberwiehl 35:29 (15:14).

 

Nach der Begegnung fühlte man sich im CVJM-Lager böse verschaukelt. "Es war um es höflich auszudrücken die körperbetonte Gangart des Gegners, auf die wir nicht antworten konnten und die Schiedsrichter nicht antworten wollten", echauffierte sich Heinz Tillmann über die für ihn entscheidenden Gründe für den in jeder Hinsicht schmerzhaften Nachmittag seiner Mannschaft im Kreis Mettmann. Doch damit nicht genug: Nach Ansicht des Oberwiehler Trainers war es vor allem die "befremdlich einseitige Regelauslegung der Unparteiischen", die die ruppige Spielweise der Erkrather begünstigte.

 

Völlig fassungslos machte den Handballlehrer in diesem Kontext, dass eine Szene quasi ohne jegliche Konsequenz blieb, welche er so schilderte: "Bei einem Gegenstoß von Yasemin Adam hechtet eine Erkrather Spielerin in den Lauf meiner Spielerin - mit der Folge einer schweren Knieverletzung. Zu unserer Bestürzung reagierten die Referees nicht mit der zu erwartenden Roten Karte, sondern beließen es bei einer Zeitstrafe."

 

Angesichts dieser Begleiterscheinungen spielte der sportliche Spielverlauf nur eine unbedeutende Nebenrolle im Lager der Oberbergerinnen, die bis zum 19:19 (37.) auf Augenhöhe mit ihren Gegnerinnen agiert hatten, dann aber förmlich überrollt wurden. Erkrath machte aus dem Gleichstand eine 29:20-Führung und die Sache war für den TVE geritzt, während die Gästespielerinnen schwer geschockt die Heimreise antraten.

 

Oberwiehl: Pauline Madel (12/3), Jana Kessmann (4), Thea König (4/2), Franziska Fink (3), Marei Meyer, Luca-Leona Neubauer, Yasemin Adam (je 2).

 

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