HANDBALL
Gummersbachs U15 überrennt Weiden mit gnadenlosem Tempohandball
Oberberg - Während die U17 II des VfL Gummersbach in Essen verliert, rehabilitiert sich die U15 für die Derbyniederlage vergangene Woche - Nümbrechts weiblicher U15 gehen in Weiden die Spieler aus - Marienheide/Müllenbachs Trainer schimpft nach Niederlage gegen Bonn.
Männliche U19-Oberliga
HBD Löwen Oberberg - TB Wülfrath 40:32 (22:15).
Nach einem souveränen Heimsieg gegen den TV Wülfrath belegen die U19-Handballer der HBD Löwen Oberberg mit 6:2 Punkten nun den vierten Platz in der Oberliga. Bis zum 13:13 (18.) konnten die Gäste das Spiel ausgeglichen gestalten, begünstigt durch eine bis dahin wenig konsequente Abwehrarbeit der Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag. Eine Umstellung auf eine 5:1-Deckung wurde dann zum Gamechanger. Bis zur Pause gelang dem Team von Trainer Eldar Starcevic ein 9:2-Lauf und damit die Vorentscheidung. In der 42. Minute betrug der Vorsprung beim 31:21 erstmals zehn Tore, den die Löwen über 37:27 (53.) ungefährdet ins Ziel brachten. „Wir hatten eine gute Mannschaftsleistung und konnten allen Spielern Einsatzzeit geben“, freute sich Starcevic über einen rundum gelungenen Handballnachmittag.
HBD Löwen: Milo Gießelmann (7/2), Kevin Buchholz (6), Eric Halding-Hoppenheit, Noah Schneider (je 5), Niklas Lüders, Jonas Woggon (je 4), Sverre Jürges, Jannis Klusmann, Marlon Theurich (je 2), Elijah Prystaw (1), Henrik Günther, Julian Teschke (je 1/1).
männliche U17-Regionalliga
TUSEM Essen II – VfL Gummersbach II 30:23 (12:12).
Gummersbach II: Eric Rogner (7), Louis Ederer (4/3), Lenn Fuchs (3), Toni Franz, Tom Müller, Kimon Anthimou (je 2), Henrik Gahr, Alessandro Ricken, Eduard-Alexandru Gerogescu (je 1).
männliche U15-Regionalliga
VfL Gummersbach – HC Weiden 38:25 (19:13).
Nach der Niederlage im Derby beim Bergischen HC hatte VfL-Trainer Hamdi Chouikha eine klare Mission für seine U15-Handballer beim Heimspiel gegen den HC Weiden. Neben einem besseren Handball und zwei Punkten vor allem drei zusätzliche Ziele. „Wir wollten weniger als 27 Gegentore kassieren, mindestens sieben Tempogegenstöße laufen und maximal drei Zeitstrafen kassieren – vor allem keine wegen Meckerns“, sagte der VfL-Coach. Nach dem Match war er zufrieden: „Wir gewinnen souverän und haben auch alle drei Ziele erreicht.“
Gummersbach begann druckvoll und ging sofort mit 4:1 (6.) in Führung, was Weiden zu einer frühen Auszeit zwang. Über 12:6 (19.) baute der VfL dank einer stabilen 3:2:1-Deckung und einer starken Torhüterleistung seine Führung aber immer weiter aus. Zusätzlich überzeugten die Gastgeber im Umschaltspiel mit ihrem Tempo. Auch mit dem zweiten Durchgang war Chouikha zufrieden. Seine Spieler ließen nicht nach, kämpften um jeden Ball und zeigten sich vor dem gegnerischen Kasten zudem abschlusssicher. „Die Jungs haben Weiden für jeden Fehler bestraft“, sah der VfL-Coach wie sein Team den Vorsprung über 25:16 (33.) und 31:21 (41.) immer weiter bis zum 38:25-Enstand ausbaute.
Gummersbach: Pepe Lemmer, Maurice Koert (je 7), Jason Valur Gudjonsson, Mian Pennekamp (je 5), Leopold Fanger, Paul Shitnikov (je 4), Carl Mischo (4/2), Felix Röttgen, Keno Reimann (je 1).
weibliche U19-Regionalliga
HSG Marienheide/Müllenbach – Bonner JSG 25:26 (13:13).
Die Tabellenführung abgeben mussten die U19-Handballerinnen der HSG Marienheide/Müllenbach nach der ersten Saisonniederlage gegen die Bonner JSG. Schon im Vorfeld hatte man im oberbergischen Lager ein enges Match erwartet. Mit ihrer aggressiven 5:1-Deckung schafften es die Gastgeberinnen immer wieder die schnellen Angriffe der Bonner zu stören. Dem gegenüber stand allerdings eine extreme Abschlussschwäche vor dem gegnerischen Kasten. 28 Fehlwürfe und 32 technische Fehler notierten die HSG-Statistiker bis zum Abpfiff. Bonn nutzte dies immer wieder aus, um bis zur Pause mehrfach in Führung zu gehen.
Nachdem Enya Breier und Mia Klose (schulische Veranstaltung) zur Pause zum Kader dazustießen, lief es im zweiten Durchgang besser für die Oberbergerinnen. 19:17 (39.) hieß es nach wenigen Minuten, Bonn ließ sich allerdings nicht abschütteln. Den Groll der Gastgeberinnen zogen sich nun die jungen Unparteiischen zu. HSG-Trainer Michael Debus sprach von „einigen für alle anwesenden Personen nicht nachvollziehbaren Entscheidungen“, die dafür sorgten, dass das Match zum 19:22 (43.) kippte. Diese Führung verteidigten die Bonnerinnen trotz 18 Paraden von HSG-Torhüterin Jule Steinbach konsequent bis zum 23:26 (56.). Erst mit einer Manndeckung gelang Marienheide/Müllenbach noch einmal der Anschlusstreffer. Der letzte HSG-Angriff blieb allerdings ohne Erfolg.
„Trotz einer sehr hohen Fehler- und Fehlwurfquote, hatten wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen“, meinte Debus anschließend und lobte Tiara Siemerkus, die bis zur Pause Regie auf der für sie ungewohnten Mittelposition geführt hatte. Für den HSG-Trainer waren die Personalprobleme aber nur die halbe Wahrheit. Für ihn standen vor allem die beiden Unparteiischen im Fokus, die er für „völlig überfordert“ hielt.
Marienheide/Müllenbach: Marie Weingärtner (6), Mira Lynn Nieborowski (5), Tiara Siemerkus (5/1), Elodie Hilbring (4), Mia Klose (3), Joline Debus, Hanna Ruhe (je 1).
weibliche U15-Regionalliga
HC Weiden - SSV Nümbrecht 30:18 (11:9).
Zweite Niederlage im dritten Spiel für Nümbrechts U15-Handballerinnen. Beim HC Weiden mussten die Südkreislerinnen mit einem kleinen Kader auskommen und verloren mit 18:30. Trainer Fabian Benger sah zunächst einen guten Start seiner Mannschaft. „Vorne wie hinten haben die Automatismen gegriffen“, freute er sich über eine anfängliche 6:2-Führung (14.) seiner Mannschaft. Doch nach einer „vertretbaren“ Roten Karte und einer weiteren Zeitstrafe verloren die Gäste den Faden. Weiden kam mit einer Manndeckung, gegen die Nümbrecht keine Lösungen fand, zum 7:7-Ausgleich (19.) und ging bis zur Pause mit 11:9 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel konnten die jungen Oberbergerinnen noch bis zum 13:11 (30.) mithalten, dann dünnte sich der Kader verletzungsbedingt weiter aus. Zusätzlich sorgten mehrere Zeitstrafen auf beiden Seiten dafür, dass sich ein zerfahrenes Spiel entwickelte, in dem der SSV kaum noch Torgefahr entwickeln konnte. Weiden kam mit den Bedingungen besser klar und erhöhte zum 18:14 (37.). „Ohne Wechseloptionen haben bei uns dann die Kräfte in den letzten zehn Minuten merklich nachgelassen“, so Benger, der nun sah, wie die Gastgeberinnen bis zum 30:18-Endstand davonzogen. Sein Fazit: „Eine verdiente Niederlage, die aber deutlich zu hoch ausgefallen ist.“
Nümbrecht: Klara Bouillon (6), Emma Rösner (3), Carlotta Melcher (3/1), Marlene Faulenbach, Frieda Triska (je 2), Mia Holländer, Liana Deutsch (je 1).
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