HANDBALL
Schwache Defensive: Gummersbach verspielt Halbzeitführung
Gummersbach - Im Hinspiel des DHB-Pokalfinales um die Zweitligameisterschaft bringt sich der VfL trotz der Comebacks von Kübler und Hartmann um eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel in München – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Benjamin Maus
VfL Gummersbach – HT München 33:34 (15:14).
Große Kulisse für die U19 des VfL Gummersbach: In der gut gefüllten SCHWALBE arena sahen die Zuschauer einen jederzeit engen Schlagabtausch der beiden Finalisten um den DHB-Pokal. Nachdem zunächst HT München mit 7:5 (15.) in Führung lag, kamen die Gastgeber besser in Fahrt. Unterstützt durch einige Paraden von Tjorven Knackstedt schien der VfL beim 10:7 (21.) wegzuziehen. Im Rückraum waren mit Julien Kübler und Hannes Hartmann zwei Spieler dabei, die zum Ende der regulären Saison länger gefehlt hatten. Dafür musste Trainer Jan Schwenzfeier größtenteils auf den erkrankten Malte Haglund verzichten, genau wie auf Malte Riedel, der sich im Laufe der ersten Halbzeit verletzte.
Der Übungsleiter sah dann, wie sein Team den Vorsprung wieder verspielte und zur Pause nur noch ein winziges Polster hatte. Ihm missfiel vor allem die Defensivleistung: „Dass das Angriffsspiel etwas statisch war, war wegen der Doppelbelastung zu erwarten. Aber was wir in der Abwehr gemacht haben, war nicht in Ordnung.“ Auch sein ausgearbeiteter Matchplan, welcher sich besonders an HT-Rückraumspieler Ferdinand Birner orientiert hatte, wurde nicht ausreichend umgesetzt: „Es war nichts dabei, was überraschend war. Wir müssen da kollektiv und individuell mehr Verantwortung für die Situation übernehmen.“
Ab der zwanzigsten Minute war auch Felix Hein als Abwehrspezialist beteiligt, nachdem der 17-Jährige in der vorherigen Partie der B-Jugend noch die Rote Karte gesehen hatte. Auch der vierzehnfache Torschütze des Viertelfinales Hector Gand sammelte noch einige Minuten. Im zweiten Durchgang waren die Gummersbacher bis zum 22:22 (43.) immer in Führung oder hatte immerhin ein Unentschieden in der Hand.
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[VfL-Coach Jan Schwenzfeier sah defensiv Gesprächsbedarf. Tim Rath traf vorne achtmal, darunter drei Siebenmeter.]
In der Folge kippte das Momentum aber zugunsten der Münchener, sodass sie sowohl beim 26:27 (53.) als auch beim 29:32 (57.) in Front lagen. Schwenzfeier beorderte Tim Rath phasenweise zu einer Einzelmanndeckung gegen Ferdinand Birner, worauf HT-Trainer Robert Hoffmann wiederum mit dem Einsatz des siebten Feldspielers reagierte. „Wir haben zu allen Gegnern zu viel Distanz gelassen und das haben sie gut angegriffen. Das war generell zu wenig“, haderte Schwenzfeier weiterhin mit der Deckung.
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[Julien Kübler wird in dieser Szene hart angegangen.]
In der Schlussphase gelang es dann aber den Vorsprung zu verkürzen, indem Fanou Ulmerich vom Kreis und Julien Kuebler per Gegenstoß binnen 17 Sekunden aus einem 31:34 noch das abschließende 33:34 machten. Schwenzfeier resümierte vor dem Rückspiel (Samstag, 16 Uhr) in München: „Das war nur die erste Halbzeit. Nächste Woche haben wir keine Ausreden mehr.“
Gummersbach: Paul Britz (8), Tim Rath (8/3), Hannes Hartmann (7), Julien Kübler (4), Moritz Riedel (3), Fanou Ulmerich (2), Malte Haglund (1).
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