HANDBALL

Trainer schimpft: „So gehen wir jedes Spiel unter“

pn; 15.03.2026, 19:45 Uhr
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Trainer schimpft: „So gehen wir jedes Spiel unter“

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pn; 15.03.2026, 19:45 Uhr
Oberberg - Gelpe/Strombach II zeigt gegen Fortuna Köln eine der schlechtesten Saisonleistungen - Löwen werfen gegen Bonn II mögliche Punkte weg (AKTUALISIERT).

HC Gelpe/Strombach II – SC Fortuna Köln 24:32 (11:13).

 

Kein nachträgliches Geburtstagsgeschenk gab es von den Oberliga-Handballern des HC Gelpe/Strombach II für ihren Trainer Ilja Schattner. Der hatte am Freitag seinen 40. Geburtstag gefeiert, musste tags darauf dann allerdings eine der schlechtesten Leistungen der gesamten Saison von der Bank aus mitansehen. „Wir hatten überhaupt keine Einstellung. Das war absolut blutleer, ähnlich wie zuletzt in Bonn“, schimpfte er nach dem Abpfiff. „Die Jungs müssen lernen, dass sie immer 110 Prozent fahren müssen, sonst sieht das jedes Mal so aus.“

 

Die Oberberger verpassten es, einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Durch die Niederlage gegen Kellerkind Fortuna Köln ist der Vorsprung auf die Abstiegsränge wieder auf sechs Punkte zusammengeschrumpft – bei noch sieben ausstehenden Spielen. Dabei waren die Gäste gerade einmal mit acht Feldspielern und zwei Torhütern ins Oberbergische gekommen, zeigten aber von der ersten Sekunde an die richtige Leidenschaft im Abstiegskampf. Über 3:5 (7.), 9:7 (20.) und 11:11 (29.) ging es mit einer 13:11-Führung für die Domstädter in die Kabinen.

 

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Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am fahrigen HC-Spiel. Mutlos und fehlerbehaftet agierte der Aufsteiger. Auch die unterschiedliche Abwehrvarianten von 5:1- über 3:3- und 6:0-Deckung brachten kaum Erfolg. Schon beim 15:21 (40.) nahm der Überraschungserfolg des Tabellenvorletzten konkrete Züge an. Über 17:27 (50.) bekam Gelpe/Strombach II den Schalter auch anschließend nicht mehr umgelegt. „Defensiv fehlte uns die Bereitschaft, uns zu helfen. Offensiv haben wir ungewöhnlich viele Fehler gemacht. Das war heute nicht wettbewerbsfähig. Mit dieser Einstellung werden wir diese Saison keinen einzigen Punkt mehr holen. So gehen wir jedes Spiel unter“, ließ ein frustrierter HC-Coach Dampf ab.

 

Gelpe/Strombach II: Marius Euteneuer (5), Julian Kolken (4), Fynn Schürmann, Karol Makowiecki (je 3), Maurice Ginczek, Lasse Jürges (je 2), Jerome Dräger, Mikka Fischer, Philipe Ginczek, Jan Höfer, Patrick Martel (je 1).

 

 

HBD Löwen Oberberg – TSV Bonn rrh. II 27:28 (12:14).

 

Nächster Rückschlag für die HBD Löwen Oberberg im Abstiegskampf der Oberliga. Die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag unterlag der TSV Bonn rrh. II am Sonntagnachmittag unglücklich mit 27:28. Durch den Sieg von Fortuna Köln am Samstag spürt das Team von Maik Thiele nun den Atem des Tabellenvorletzten im Nacken. Eine Woche vor dem wichtigen Abstiegsduell in der Kölner Südstadt ist der Vorsprung auf die Gefahrenzone auf einen Punkt zusammengeschrumpft. Hoffnung macht den Löwen derzeit nur das Restprogramm. Bis zum Saisonende haben die Oberberger nur noch ein Spitzenteam als Gegner und können sich damit selbst aus dem Abstiegssumpf befreien.

 

Gegen Bonn schlugen sich die Hausherren aber einmal mehr selbst. Die Löwen kamen gegen den kleinen Gästekader des Tabellenfünften gut aus den Startlöchern und gingen mit 7:4 (11.) in Führung. Doch anschließend war es um die taktische Disziplin geschehen. Nach einer Bonner Auszeit häuften sich die Fehler im Löwen-Spiel, sodass das Match über 8:10 (24.) zum 12:14-Pausenstand kippte. Bis zum 16:21 (43.) hatte Bonn das Spiel weitgehend im Griff, ehe die Oberberger wieder ins Spiel fanden.

 

Über 19:23 (47.), 23:23 (50.) und 23:25 (53.) stand die Partie beim 26:26 (55.) auf Messers Schneide. Doch dann warfen die Hausherren die Aufholjagd erneut mit taktischen Undiszipliniertheiten davon. Schlechte Abschlüsse sorgten dafür, dass Bonn abermals zum 26:28 (59.) erhöhte. Zwar kamen die Oberberger nach dem 27:28-Anschlusstreffer von Tobias Weiler noch einmal in Ballbesitz. Den letzten Gegenstoßpass unterbanden die Gäste aber mit einem Foulspiel, sodass die Löwen erneut eine Enttäuschung hinnehmen mussten. „Eigentlich wollten wir dieses Jahr Endspiele um den Klassenerhalt vermeiden. Jetzt haben wir wieder eins“, ärgerte sich Thiele.

 

HBD Löwen: Tobias Weiler (8/2), Anthony Hudak-Domokos (6), Tobias Mlynczak, Thorben Schneider (je 5), Kevin Buchholz, Marcel Mesenhöler, Nils Welke (je 1).

 

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