HANDBALL

Ausrufezeichen im Abstiegskampf: Löwen holen in Köln klaren Sieg

pn; 22.03.2026, 17:10 Uhr
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Ausrufezeichen im Abstiegskampf: Löwen holen in Köln klaren Sieg

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pn; 22.03.2026, 17:10 Uhr
Oberberg - Anthony Hudak-Domokos und Dominik Rau sind die überragenden Akteure beim 27:17-Auswärtserfolg - Gelpe/Strombach II zeigt die von Trainer Schattner geforderte Reaktion, verliert aber trotzdem in Palmersheim (AKTUALISIERT).

SC Fortuna Köln - HBD Löwen Oberberg 17:27 (9:14).

 

Ein starkes Zeichen im Abstiegskampf der Handball-Oberliga sendeten die HBD Löwen Oberberg mit ihrem 27:17-Auswärtserfolg bei Fortuna Köln. Durch den Sieg haben die Oberberger nun drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, dazu gegen den Tabellenvorletzten aus der Domstadt auch den direkten Vergleich gewonnen. Selbst der stets kritische Löwen-Trainer Maik Thiele hatte nach der Vorstellung seiner Mannschaft am Sonntagmittag kaum etwas zu monieren: „Ab der 45. Minute war ich als Zweckpessimist optimistisch, dass wir dieses Spiel nach Hause bringen werden.“ Die Löwen führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit elf Toren.

 

Von Nervosität im Kampf um den Klassenerhalt war aber auch in der Anfangsphase wenig zu spüren. Schon früh konnten sich die Gäste in der Kölner Südstadt beim 2:5 (6.) eine erste kleine Führung erarbeiten und diese über 5:6 (10.) und 7:10 (21.) bis zur Pause auf fünf Tore ausbauen. Im Kader hatten die Oberberger gleich mehrere Überraschungen. Norman Krause ersetzte den ausgefallenen Ben Bening. Auch im Tor gab es einen Wechsel, wo Dominik Rau (Quote: 46 Prozent) und der B-Jugendliche Felix Uebach für den verhinderten Kevin Neese und den verletzten Joel Tertel einsprangen.

 

 

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Nach der Pause wurde es schnell deutlich. Köln traf erst nach zwölf Minuten wieder das Tor, die Löwen waren zu diesem Zeitpunkt bereits auf 9:17 (40.) enteilt und ließen über 12:24 (53.) auch nichts mehr anbrennen. Überragender Akteur war Anthony Hudak-Domokos, der zehn seiner elf Würfe verwandelte. Thiele sprach anschließend von einem leistungsgerechten Ergebnis: „Abwehr und Torhüter waren heute wirklich super. Wir waren schneller, was Köln versucht hat, mit Härte auszugleichen. Wir haben unsere Konzepte aber bis zum Ende durchgezogen.“ Nach den Osterferien hofft der Löwen-Coach sich weiter von den Abstiegsrängen absetzen zu können: „Uns erwarte noch einige Gegner, gegen die wir in der Hinrunde punkten konnten. Ich hoffe, dass wir jetzt nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben werden, dafür müssen wir aber weiter hart arbeiten.“

 

HBD Löwen: Anthony Hudak-Domokos (10), Tobias Weiler (6/3), Tobias Mlynczak (3), Marko Köster, Thorben Schneider, Till Malek, Norman Krause (je 2).

 

 

TV Palmersheim – HC Gelpe/Strombach II 31:25 (16:16).

 

HC-Trainer Ilja Schattner sah trotz der 25:31-Auswärtsniederlage die von ihm geforderte Reaktion nach den zuletzt schwachen Auftritten in Bonn und gegen Fortuna Köln. Dass es beim TV Palmersheim trotzdem nicht zum Befreiungsschlag reichte, war am Ende auch eine Kräftefrage. Die HC-Reserve musste einmal mehr auf mehrere Spieler verzichten. „Die Einstellung stimmte. Das war die Reaktion, die ich sehen wollte. Spielerisch waren wir allerdings noch nicht da, wo wir im Abstiegskampf sein müssen“, sprach Schattner von einer am Ende etwas zu deutlich ausgefallenen Niederlage.

 

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Oberbergern. Über 0:2 (3.) und 4:4 (7.) setzten sich die Gäste zum 5:10 (13.) ab. „Eigentlich müssen wir sogar höher führen, wurden dann aber nervös, als es plötzlich nicht mehr lief“, so der HC-Coach, der nun einige unglückliche Situationen sah, durch die Palmersheim über 9:12 (21.), 11:12 (22.) und 14:16 (27.) bis zur Pause noch ausgleichen konnte. Im zweiten Durchgang nutzten die Gastgeber die einzige HC-Zeitstrafe, um das Match zum 21:19 (39.) zu drehen. Bis zum 23:22 (44.) blieb es eng, dann zog Palmersheim mit einem 4:0-Lauf zum 27:22 (51.) davon.

 

„Die Jungs haben versucht, ihr Bestes zu geben, uns fehlten aber die Wechselmöglichkeiten“, so Schattner. Die Bestnoten verteilte er an Marius Mühlbeier, Ben Schimanski und Torhüter Moritz Banaschewitz. „Wir müssen jetzt weiterarbeiten und versuchen, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen“, sagt der HC-Coach. Nach seiner Rechnung fehlen der HC-Reserve noch zwei bis vier Punkte, um sich endgültig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Die Konkurrenz im Tabellenkeller macht jedenfalls Druck: Weiden II und Longerich II gewannen am Samstag überraschend. Am Sonntagmittag steht zudem noch der Abstiegskracher zwischen Fortuna Köln und den HBD Löwen Oberberg an.

 

Gelpe/Strombach II: Marius Mühlbeier, Ben Schimanski (je 5), Lasse Jürges (4), Jerome Dräger, Marius Euteneuer (je 3), Patrick Martel, Leon Schuster (je 2), Yannick Quendler (1).

 

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