HANDBALL

Das Zittern hat ein Ende - Löwen und HC-Reserve feiern den Klassenerhalt

pn; 03.05.2026, 02:00 Uhr
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Das Zittern hat ein Ende - Löwen und HC-Reserve feiern den Klassenerhalt

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pn; 03.05.2026, 02:00 Uhr
Oberberg - Mit Konrad Toelstede gelingt Gelpe/Strombach II gegen Longerich II der zweite Rückrundensieg - Die Löwen siegen in Pulheim.

HC Gelpe/Strombach II – Longericher SC II 31:30 (11:13).

 

Der HC Gelpe/Strombach II feiert den vorzeitigen Klassenerhalt. Gegen den Longericher SC II beendete der Aufsteiger eine Niederlagenserie von sechs Spielen in Folge und holte den letzten notwendigen Punkt im Abstiegskampf, nachdem Fortuna Köln mit dem Sieg gegen die TSV Bonn rrh. II am Nachmittag noch einmal Druck aufgebaut hatte. Das Ergebnis hatte HC-Trainer Ilja Schattner seinen Spielern bewusst vorenthalten. „Wir sind entspannt in das Match gegangen und jetzt einfach nur froh, dass wir es aus eigener Kraft geschafft haben. Nach einer langen Misere gab es endlich mal wieder was Positives“, sagte er nach dem Match.

 

Die Spielanalyse überließ Schattner seinem Co-Trainer Andreas Becker. „Das sah heute wieder richtig nach Handball aus“, meinte der Assistent. Dass die Oberberger wieder in die Spur fanden, hatte vor allem mit einem Namen zu tun: Konrad Toelstede stand mal wieder im Kader und drückte dem Spiel nach seiner Einwechslung sofort den Stempel auf. „Er hat unheimlich viel Alarm gemacht und war ein erfrischendes Element“, so Becker. Trotzdem lagen die Gäste über 3:1 (3.), 3:4 (5.), 5:8 (16.) und 9:11 (26.) bis zur Pause dank vieler Flüchtigkeitsfehler fast durchgehend zurück.

 

Anders als zuletzt verschliefen die Hausherren aber nicht den Start in den zweiten Durchgang. Besonders defensiv zeigte Gelpe/Strombach II wieder die Form aus der Hinrunde. Nach der Umstellung auf die 5:1-Variante bekam man Felix Kröger (8 Tore) zunehmend besser in den Griff. Nur Rechtsaußen Philipp Schiefer (12 Tore) war nie zu stoppen. Beim 16:15 (36.) kippte das Match erstmals und blieb über 21:22 (43.), 28:25 (52.) und 30:28 (58.) bis in die Schlussphase spannend. „Wir haben den Gegner in der Abwehr abgekocht“, fand Becker. Die weiteren Bestnoten verdienten sich Mikka Fischer, Patrick Martel sowie Ole Windhorst.

 

Gelpe/Strombach II: Konrad Toelstede (9), Mikka Fischer (5), Fynn Schürmann, Patrick Martel (je 4), Ole Windhorst, Marius Mühlbeier (je 3), Philipe Ginczek (2), Yannick Quendler (1).

 

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Pulheimer SC – HBD Löwen Oberberg 28:32 (11:15).

 

Auf der heimischen Couch erfuhr Löwen-Trainer Maik Thiele vom Klassenerhalt seiner Mannschaft. Den letzten fehlenden Punkt holte die oberbergische Spielgemeinschaft am Samstag beim Tabellenletzten Pulheim, der nach der Niederlage den Absturz in die Verbandsliga kaum noch verhindern kann. Thiele, der sich von den Folgen einer Knieoperation erholt, wurde erneut von Torwarttrainer Alen Caber und dem verletzten Anthony Hudak-Domokos vertreten. Caber war nach dem Match überglücklich: „Ich bin immer noch am Zittern. Für mich war das heute eine neue Erfahrung. Aber die Jungs waren alle sehr diszipliniert.“

 

Die Löwen erwischten einen Blitz-Start. 1:8 hieß es nach zehn gespielten Minuten. Besonders Tobias Mlynczak machte in den Anfangsminuten ein starkes Spiel. Auf dem Vorsprung ruhten sich die Oberberger dann aber etwas zu sehr aus, sodass Pulheim zum 8:12 (21.) verkürzen durfte. Auch, weil die Gastgeber Mlynczak immer besser in den Griff bekamen. Mit der Einwechslung von Fabio Brogno brachte Caber aber frischen Wind ins Löwen-Spiel, sodass die Gäste mit einer 15:11-Führung in die Pause gingen.

 

Über 14:20 (40.) kamen die Oberberger beim 21:22 (49.) noch einmal ins Schwimmen, brachten den Klassenerhalt über 21:27 (53.) und 27:30 (59.) gegen die offene Manndeckung Pulheims dann aber in trockene Tücher. „Wir haben über die kompletten 60 Minuten nie die Ruhe verloren. Das war diese Saison häufig unser Problem“, meinte Caber anschließend. Ein Fels in der Brandung war Kevin Neese mit 13 Paraden (Quote: 31,7 Prozent). Auch Marko Köster hatte eine gute Quote von Außen. Ebenfalls wichtig: In der fairen Partie kassierten die Gäste gerade einmal zwei Zeitstrafen. „Es ist gut, dass wir nicht mehr um den Klassenerhalt zittern müssen. Jetzt wollen wir versuchen, in den verbleibenden zwei Spielen noch ein wenig in der Tabelle zu klettern“, sagte Caber.

 

HBD Löwen: Tobias Mlynczak (9), Tobias Weiler, Marko Köster (je 5), Thorben Schneider, Till Malek (je 4), Marcel Mesenhöler, Nils Welke (je 2), Fabio Brogno (1).

 

Ergebnisse und Tabelle

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