HANDBALL

Drei Spiele, null Punkte – Fehlstart für Löwen und Gummersbach II

pn; 03.10.2026, 23:50 Uhr
HANDBALL

Drei Spiele, null Punkte – Fehlstart für Löwen und Gummersbach II

  • 0
pn; 03.10.2026, 23:50 Uhr
Oberberg - Die Löwen suchen nach der Niederlage gegen Bonn nach einem Neuzugang für den Rückraum - VfL-Coach Carcóis Palma sieht trotz der nächsten Niederlage eine Steigerung seines Teams - 'Sportsbar Lutter' präsentiert die Handball-Oberliga.

HBD Löwen Oberberg – TSV Bonn rrh. II 27:30 (14:15).

 

Der Fehlstart ist perfekt! Die Oberliga-Handballer der HBD Löwen Oberberg haben auch ihr drittes Saisonspiel verloren. Gegen die TSV Bonn rrh. II gab es am Samstagabend eine 27:30-Heimniederlage. Aus Sicht von Spielertrainer Marijan Basic ein unnötiger Punktverlust: „Wir kämpfen 45 Minuten lang wirklich überragend, aber ein Handballspiel dauert 60 Minuten. Am Ende sind es drei Schlüsselmomente, die uns das Spiel kosten.“ Damit meinte er vor allem technische Fehler, mit denen man die Gäste in der Schlussphase mehrfach eingeladen hatte.

 

 

Über 4:3 (10.), 5:8 (16.) und 11:11 (23.) entwickelte sich eine vollkommen ausgeglichene erste Hälfte. Die Löwen mussten dabei in der Deckung ohne Tobias Mlynczak (Urlaub) auskommen. Für ihn rückte Tobias Weiler in den Innenblock. Der Spielmacher hinterließ einen starken Eindruck. Eine starke Leistung zeigte auch Torhüter Kevin Neese, sodass sich das Comeback von Alen Caber erneut verschob. Auch nach dem Seitenwechsel wog das Spiel vorerst hin und her. 19:18 (36.), 21:22 (43.) und 25:25 (52.) waren die weiteren Zwischenstände. In der Schlussphase gerieten die Löwen dann aber durch zwei Tore von Thomas Behr (7 Tore) mit 25:27 (55.) ins Hintertreffen.

 

Zwar trafen Philip Sauer und Basic anschließend noch jeweils zum Anschlusstreffer, in der Schlussminute machten die individuell starken Bonner dann aber den Deckel auf die Partie. Vor allem Jan Braun (10 Tore) bekamen die Löwen kaum unter Kontrolle. „Defensiv haben wir gut dagegengehalten, aber am Ende haben wir dem Gegner das Spiel geschenkt“, ärgerte sich Basic. Positiv aus seiner Sicht: Die U19-Spieler hinterließen bei ihren Einsätzen erneut einen positiven Eindruck. Vor allem Milo Gießelmann überzeugte in der Deckung. „Insgesamt müssen wir aber an unserer Mentalität arbeiten, damit wir solche Spiele auch gewinnen“, so Basic, der sagte, dass man intensiv den Spielermarkt nach einem Halblinken sondiere.

 

HBD Löwen: Antony Hudak-Domokos (6), Tobias Weiler (6/3), Philip Sauer, Marijan Basic (je 4), Till Malek (3), Sverre Jürges, Kevin Buchholz, Ben Benning, Marko Köster (je 1).

 

WERBUNG

VfL Gummersbach II – VfL Bardenberg 27:30 (14:16).

 

Gummersbachs Akademienachwuchs zahlt weiter Lehrgeld. Der Regionalligaabsteiger verlor am Samstag auch das dritte Saisonspiel – diesmal mit 27:30 gegen Aufsteiger Bardenberg. Trotzdem sieht VfL-Trainer Joao Caracóis Palma Licht am Ende des Tunnels. „Das war heute ein großer Schritt nach vorne, was die Handballqualität angeht und unser bislang bestes Saisonspiel“, urteilte der Portugiese nach dem Abpfiff. Nur vier technische Fehler tauchten in der VfL-Statistik auf. Dass es trotzdem nicht zu Punkten reichte, lag am erneut verschlafenen Start in die zweite Hälfte und einer insgesamt zu schwachen Chancenverwertung. Vor allem die vier Siebenmeter im zweiten Durchgang taten der VfL-Reserve weh.

 

Die Gäste versteckten sich von Beginn an nicht, sodass über 3:2 (5.), 5:8 (12.), 10:10 (19.) und 11:15 (24.) Bardenberg meist in Führung lag. Der zweite Durchgang begann aus VfL-Sicht denkbar schlecht. Ein verworfener Rath-Siebenmeter und eine Zeitstrafe sorgten dafür, dass die Aachener sofort zum 15:19 (34.) vorlegten. Gummersbach kämpfte sich zum 20:21 (44.) zurück, musste Bardenberg nach zwei weiteren verworfenen Siebenmetern aber auch wieder zum 21:27 (50.) davonziehen lassen. In der hektischen von mehreren Zeitstrafen geprägten Schlussphase verkürzten die Oberberger zwar noch einmal zum 25:28 (57.), Bardenberg behielt aber einen kühlen Kopf und feierte den ersten Saisonsieg.

 

„Wir haben uns die Chancen kreiert und hatten die Möglichkeiten, haben das Tor aus sechs Metern aber nicht getroffen“, haderte Caracóis Palma mit den ausgelassenen Würfen. Zufrieden war er vor allem mit der defensiven Kompaktheit seiner Mannschaft, die dem Gegner kaum Gegenstöße erlaubte. Auch kämpferisch konnte der VfL-Coach seinen Spielern wenig vorwerfen. „Die heutige Lektion ist, dass wir unsere Chancen besser nutzen müssen und auch den Beginn in die zweite Hälfte nicht so verschlafen dürfen. Trotzdem müssen wir auch das Positive sehen. Das war heute deutlich besser als in den ersten beiden Spielen.“

 

Gummersbach: Tim Rath (10/6), Cedric Hitscher (5/2), Jakob Patzelt, Noam Emilien (je 3), Daniel Rumpel, Julian Krieg, Ben Graap (je 2).

 

Ergebnisse und Tabelle

KOMMENTARE

0 von 800 Zeichen
Jeder Nutzer dieser Kommentar-Funktion darf seine Meinung frei äußern, solange er niemanden beleidigt oder beschimpft. Sachlichkeit ist das Gebot. Wenn Sie auf Meinungen treffen, die Ihren Ansichten nicht entsprechen, sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Die Einstellung folgender Inhalte ist nicht zulässig: Inhalte, die vorsätzlich unsachlich oder unwahr sind, Urheberrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen oder verletzen könnten, pornographische, sittenwidrige oder sonstige anstößige Elemente sowie Beschimpfungen, Beleidigungen, die illegale und ethisch-moralisch problematische Inhalte enthalten, Jugendliche gefährden, beeinträchtigen oder nachhaltig schädigen könnten, strafbarer oder verleumderischer Art sind, verfassungsfeindlich oder extremistisch sind oder von verbotenen Gruppierungen stammen.
Links zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.
WERBUNG