HANDBALL
Seebaum erwartet beim Debüt Abstiegskampf pur
Oberberg - Oberliga: HC-Reserve Außenseiter gegen Birkesdorf, Löwen wollen gegen Wölfe überraschen - Verbandsliga: Oberwiehl muss ins ferne Aachen, Hückeswagen nach Remscheid - Nümbrecht II steht im Abstiegskracher bei Unitas Haan unter Druck.
Vorschau Oberliga Männer
HBD Löwen Oberberg – Wölfe Voreifel (Samstag, 19 Uhr, Burstenhalle Bergneustadt).
Es fehlen: Alen Caber (Verletzung), Milo Gießelmann (Knieprobleme).
Nach dem Sieg in Longerich im ersten Spiel des Jahres können die Oberliga-Handballer der HBD Löwen Oberberg vor dem letzten Hinrundenspieltag ein wenig entspannter auf die Tabelle schauen. Mit 8:14 Punkten hat sich die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag zumindest einen kleinen Vorsprung auf die beiden Abstiegsränge erarbeitet und hat zudem noch das Nachholspiel gegen Pulheim in der Hinterhand. Trainer Maik Thiele will sich darauf aber keineswegs ausruhen, sondern im „Tier-Duell“ gegen die Wölfe Voreifel möglichst nachlegen. „Mit einer ähnlich guten Leistung haben wir auch in diesem Spiel eine Chance auf Punkte. Dafür müssen wir defensiv aber wieder genauso auftreten. Dass wir gegen die Topteams der Liga mithalten können, haben wir außer gegen Königsdorf bislang immer gezeigt“, meint er.
Wölfe Voreifel liegt derzeit mit 16:8 Punkten auf Platz drei der Tabelle. Im neuen Jahr sucht die Mannschaft von Markus van Zuilekom aber noch ihren Rhythmus. Nach der 33:36-Heimniederlage gegen Birkesdorf ließ die Spielgemeinschaft aus Ollheim und Rheinbach auch beim 24:24-Remis gegen Gelpe/Strombach II einen Punkt liegen. Ein Ergebnis, mit dem auch Thiele im Vorfeld nicht gerechnet hatte: „Das ist eine gute Mannschaft, deshalb war ich wirklich überrascht, dass ein ersatzgeschwächter HC dort einen Punkt mitnimmt.“ Bei den Wölfen müsse man vor allem auf Routinier Mike Ribbe aufpassen. Der 36-jährige Shooter ist immer noch Dreh- und Angelpunkt im Rückraum. „Er strahlt einfach eine unheimliche Ruhe aus und weiß genau, was er macht“, sagt Thiele, der sein Team zudem vor den variablen Auftakthandlungen des Gegners warnt: „Da werden wir uns auf einiges einstellen müssen.“ (pn)
HC Gelpe/Strombach II – TV Birkesdorf (Sonntag, 15:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Es fehlt: Lasse Jürges (Verletzung).
Einsatz fraglich: Mikka Fischer, Yannick Wendler (beide A-Jugend).
Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den TV Birkesdorf könnten die HC-Handballer die Hinrunde mit einem ausgeglichenen Punktekonto abschließen. Unabhängig vom Ergebnis am Sonntagnachmittag sagt Trainer Ilja Schattner aber auch schon vor dem letzten Hinrundenspiel: „Wir sind voll im Soll.“ Das Match gegen Birkesdorf sieht er als Bonusspiel im Kampf um den Klassenerhalt, will sich trotz des kleiner gewordenen Kaders aber auch gegen den Tabellenfünften nicht verstecken. „Nach den Abgängen von Felix Soldanski, Paul Roth und Tobias Müller muss bei uns natürlich noch mehr passen als vorher schon. Aber wir haben in Heimerzheim gesehen, dass viel über den Kampf möglich ist. Diesen Flow wollen wir mitnehmen“, blickt der HC-Coach noch einmal auf den überraschenden Punktgewinn vom Wochenende zurück.
Besonders beeindruckte Schattner, dass wie selbstverständlich andere Spieler die Verantwortung beim 24:24 bei Wölfe Voreifel übernommen haben. Gegen Birkesdorf erwartet er nun einen Gegner, der einen schnellen Ball spielt und häufig mit Durchbrüchen agiert. Denker und Lenker ist dabei Aaron Ernst im Rückraum. „Uns erwartet ein temporeiches Spiel. Sie lassen viel und vor allem schnell den Ball laufen, sind aber auch gefährlich aus der zweiten Reihe“, analysiert er die Gäste, die seit vier Spielen ungeschlagen sind. Im neuen Jahr gewann Birkesdorf zunächst bei Wölfe Voreifel (36:33), tat sich vergangenes Wochenende gegen Ligaschlusslicht Fortuna Köln aber auch lange schwer und drehte das Match erst in den letzten sieben Minuten nach einem 24:27-Rückstand in einen 30:27-Heimsieg. (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
BTB Aachen III – CVJM Oberwiehl (Samstag, 14 Uhr).
Es fehlen: Lukas Kirchner, Christopher Koch, Leon Binder, Henrik Berndt, Jascha Hartmann.
Einsatz fraglich: Ole Knotte.
Die Aachener Drittvertretung hat am vergangenen Wochenende für reichlich Trubel im Oberbergischen gesorgt. Im Verbandsliga-Kellerduell besiegten die Kreisstädter die Reserve des SSV Nümbrecht mit 28:24 und sorgten damit indirekt für die Entlassung von SSV-Trainer Jörg Beger, der nach einer unbefriedigenden Hinrunde am Sonntag vom Verein freigestellt wurde. Die Aachener feierten in Nümbrecht erst den ersten Auswärtssieg. Kein Wunder, hat das Team doch die insgesamt weitesten Anfahrten der Ligateams zu bewältigen. Der Grund: Da auch die BTB-Zweitvertretung in der Verbandsliga spielt wurde das Team statt in die geografisch günstigere Staffel 5 in die Staffel 4 platziert.
„Wir wollen auswärts natürlich gerne die zwei Punkte mitnehmen, aber das wird kein einfaches Spiel. Einerseits ist es die weiteste Anfahrt der Saison für uns und andererseits ist der Gegner zu Hause deutlich stärker als auswärts“, macht sich Oberwiehls Trainer Christian Schüttenhelm auf eine schwere Aufgabe im letzten Spiel der Hinrunde gefasst. „Das ist eine junge Truppe, die viel Eins-gegen-Eins spielt. Zumindest war das im letzten Spiel so. Und wenn wir es richtig gesehen haben, haben sie keinen Linkshänder. Die große Gefahr wird also eher von der linken Seite ausgehen. Abhängig davon, wie sie verlagern, ist das aber trotzdem auch gefährlich“, erklärt Schüttenhelm. Neben einer guten Deckung brauche man selbstredend auch einen guten Angriff. „Da wollen wir an die zweite Halbzeit gegen Rösrath anknüpfen. Das war eine deutliche Steigerung“, erinnert der Coach an die jüngste Begegnung mit der HSG, die am Ende nur knapp mit 30:31 verloren ging. (thg)
HG LTG/HTV Remscheid II – ATV Hückeswagen (Samstag, 16:30 Uhr).
Es fehlen: Pascal Tholl, Arne Höhfeld (beide Verletzung).
Einsatz fraglich: Felix Scheider, Tobias Bonekämper.
Auf einen positiven Abschluss der Hinrunde hoffen die Verbandsliga-Handballer des ATV Hückeswagen. Mit einem Sieg im Auswärtsspiel bei der Reserve der HG Remscheid könnten die Oberberger auf Platz zehn der Tabelle springen. Für Trainer Markus Pabst kein gänzlich unrealistisches Szenario vor dem Spiel beim Tabellenneunten (9:13 Punkte). „Ich sehe uns auf Augenhöhe. Wir haben in den letzten Wochen unsere Leistungen stabilisieren können und kommen am Samstag auch für Punkte in Frage, wenn wir das erneut abrufen können“, meint er. Seine ATV-Handballer sieht er beim nächsten Entwicklungsschrit angekommen: „Wir bewegen uns auf der nächsten Stufe und sind deutlich weiter als noch zu Saisonbeginn.“
In Remscheid erwartet Hückeswagen einen schwer ausrechenbaren Gegner. Besonders auffällig: Bei den Torschützen finden sich immer wieder viele unterschiedliche Namen, was für die Ausgeglichenheit im Kader von Trainer Fabian Flüß spricht. Lucas Müller (57 Tore) und Florian Kinder (52 Tore) ragen dabei noch heraus. Spielerisch sucht Remscheid sein Heil im Tempospiel und agiert dabei taktisch variabel. Nachdem zuletzt beide Kreisläufer ausfielen, spielte das HG-Team auch schon mit vier Rückraumspielern. „Da müssen wir uns defensiv drauf einlassen und versuchen, ihnen mit Stopp-Fouls das Tempo wegzunehmen. Außerdem brauchen wir einen guten Rückzug“, sagt Pabst. Bei den ATV-Handballern gibt es am Wochenende erneut einige Baustellen im Kader. Tobias Bonekämper klagt weiter über Knieprobleme und Felix Scheider konnte nach seiner Bänderverletzung bislang nur Krafttraining absolvieren. (pn)
DJK Unitas Haan III - SSV Nümbrecht Handball II (Sonntag, 17:30 Uhr)
Es fehlen: Christoph Bitzer, Stephan Bitzer.
Einsatz fraglich: Mats Weber, Lennart Last.
Die Mission Klassenerhalt gehen die Verbandsliga-Männer des SSV Nümbrecht II ab Sonntag mit einem neuen, aber keineswegs unbekannten Trainer an (OA berichtete). Patrick Seebaum, Nachfolger von Jörg Beger, hat sich bereits einen ersten Eindruck seiner neuen Mannschaft verschafft: „Ich habe beim ersten Training vernommen, dass das Engagement da war. Ich habe einige Einzelgespräche geführt und mit denen, die noch nicht kenne, ein bisschen länger gequatscht.“ Der ehemalige SSV-Spieler hat dabei direkt eine sehr wichtige Aufgabe vor der Brust. Die Partie bei DJK Unitas Haan III ist das Duell Letzter gegen Vorletzter und somit Abstiegskampf pur.
Die Gastgeber aus dem Düsseldorfer Vorort waren mit Erfolgen in die Saison gestartet, so bezwangen sie am dritten und vierten Spieltag den BTB Aachen III und die HSG Sieg. Danach musste das Team um Trainer Daniel Baumbach aber eine Serie von acht Niederlagen in Folge schlucken und steht, ähnlich wie die SSV-Reserve, mit dem Rücken zur Wand. „Das ist eine fremde Halle, da wird noch keiner gespielt haben. Es ist sicher etwas schwer sonntags nachmittags zu spielen“, weist Neu-Trainer Seebaum auf die Unwägbarkeiten seines ersten Einsatzes hin. Entscheidend ist für ihn aber das Auftreten der Nümbrechter: „Das soll aber keine Ausrede sein. Wir wollen als Mannschaft zusammenrücken und das Vier-Punkte-Spiel mit vollem Ehrgeiz angehen.“ (bm)
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