HANDBALL
Nümbrecht II und Hückeswagen vor richtungsweisenden Spielen
Oberberg - Oberliga: Gelpe/Strombach II kann großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen - Löwen empfangen Bonn II - Verbandsliga: Die SSV-Reserve und Hückeswagen bekommen es mit direkten Abstiegskonkurrenten zu tun - Oberwiehl bekommt es mit einem Tabellennachbarn zu tun.
Vorschau Oberliga Männer
HC Gelpe/Strombach II – SC Fortuna Köln (Samstag, 15:15 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Hinspiel: 30:24.
Es fehlen: Lasse Jürges (Auslandaufenthalt), Mats Liebe (Verletzung).
Einsatz fraglich: Karol Makowiecki (krank), Marvin Röttel (Verletzung).
Acht Punkte beträgt der Vorsprung der HC-Handballer in der Oberliga auf die Abstiegsränge. Acht Spieltage vor dem Saisonende hat der Aufsteiger damit am Samstag die große Chance, das Thema Klassenerhalt bereits frühzeitig zu den Akten legen zu können. Voraussetzung hierfür: Ein Sieg gegen Fortuna Köln, den aktuellen Tabellenvorletzten. HC-Trainer Ilja Schattner will noch nicht so weit gehen, sagt aber auch: „Wir haben die Möglichkeit, uns weiter zu distanzieren und uns im Mittelfeld weiter festzubeißen.“ Er bleibt seiner Devise treu, weiter nur von Spiel zu Spiel zu denken. Zudem fordert er von seiner Mannschaft Wiedergutmachung für den desolaten Auftritt in Bonn bei der 23:36-Packung: „Nach diesem Spiel will ich am Wochenende ein anderes Gesicht der Mannschaft sehen.“
Die Kölner Fortuna müsste mit 8:28 Punkten derzeit in die Relegation mit den beiden anderen Tabellenvorletzten der Staffeln 2 und 3. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt drei Punkte. Zwar gewannen die Domstädter den wichtigen Abstiegskracher gegen Ligaschlusslicht Pulheim, insgesamt holte die Mannschaft von Stefan Tuitje seit Februar aber nur einen Sieg aus fünf Spielen. Schattner will trotzdem nicht von einem Selbstläufer sprechen und warnt: „Das ist eine groß gewachsene Mannschaft, die eine sehr physische Abwehr spielt und vorne versucht, das Spiel langsam zu machen. Da müssen wir konzentriert bleiben und den Druck aufrechterhalten.“ Zumal der HC-Reserve weitere Ausfälle drohen. Karol Makowiecki ist derzeit krank und Torhüter Marvin Röttel zog sich in Bonn eine leichte Blessur zu. (pn)
HBD Löwen Oberberg – TSV Bonn rrh. II (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Bergneustadt).
Hinspiel: 26:30.
Es fehlen: Alen Caber, Milo Gießelmann (beide Verletzung).
Die HBD Löwen Oberberg treten im Abstiegskampf weiter auf der Stelle. Mit 11:25 Punkten schwebt die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag weiter in akuter Abstiegsgefahr. Der Drei-Punkte-Vorsprung auf die Gefahrenzone ist trügerisch, zumal die Löwen der nächste schwere Gegner erwartet. Die TSV Bonn rrh. II kommt als aktueller Tabellenfünfter und der Empfehlung eines 36:23-Kantersieges gegen den HC Gelpe/Strombach II auf den Bursten. Mit Niklas Bitzer (110 Tore) und Thomas Behr (105) verfügen die Bonner über zwei herausragende Werfer.
An das Hinspiel hat Löwen-Trainer Maik Thiele nicht die besten Erinnerungen. Defensiv fehlte es den Oberbergern in der ehemaligen Hauptstadt an Kompaktheit, was in 14 Siebenmetern für die Bonner gipfelte. „Das ist eine junge und aggressive Mannschaft, die übers Tempo kommt und eine offensive 3:2:1-Deckung bevorzugt“, analysiert Thiele den Gegner. Von seinem Team erwartet er vor allem Geduld: „Wir müssen sie in der Abwehr laufen lassen, bis die Lücke da ist. Zuletzt haben wir zu oft die individuelle Lösung gesucht.“ Überhaupt hat der Löwen-Coach die 18:32-Packung in Königsdorf noch nicht wirklich verdaut: „Das war in allen Belangen zu wenig: Einsatz, Passqualität und Torabschluss waren nicht ausreichend.“ (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
SSV Nümbrecht II – SG Monheim (Samstag, 16 Uhr, GWN-Arena).
Hinspiel: 27:36.
Es fehlen: Moritz Menger (Schulterverletzung), Christoph Bitzer
Für die Verbandsliga-Männer des SSV Nümbrecht beginnt am kommenden Wochenende die entscheidende Phase im Abstiegskampf. Eine gute Gelegenheit, sich vom Tabellenende zu verabschieden ist dabei das Heimspiel gegen den Tabellenzwölften SG Monheim. „Unser erstes Endspiel, um aus dem Keller zu kommen. Wir haben den Anschluss durch die zwei Punkte gegen Geislar gehalten. Im Heimspiel gegen Monheim ist verlieren verboten“, gibt Trainer Patrick Seebaum die Marschroute vor. Die Gäste aus dem Düsseldorfer Vorort haben im laufenden Kalenderjahr noch nicht viel Zählbares geholt, so gelang ihnen beim 25:22-Heimsieg gegen die HSG Sieg der einzige Punktgewinn aus zehn Spielen.
Für Seebaum sprechen aber auch die zuletzt knappen Niederlagen der SG eine deutliche Sprache: „Wir dürfen Monheim nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie haben in den letzten Spielen auch performed. Wir werden das konzentriert angehen, um sie zu überholen.“ Sollte den Nümbrechtern ein Erfolg vor heimischen Publikum gelingen, würden sie mindestens einen, voraussichtlich sogar zwei Tabellenplätze nach oben klettern. Dementsprechend motiviert sind Seebaum und sein Team: „Voller Fokus, volle Konzentration auf die zwei Punkte, die absolut wichtig und verpflichtend sind.“ Bittere Nachrichten gab es zum Wochenstart: Moritz Menger wird aufgrund einer Schultereckgelenkssprengung in der laufenden Saison nicht mehr zurückkehren. (bm)
ATV Hückeswagen – TSV Aufderhöhe II (Samstag, 18 Uhr, Brunsbachtalhalle).
Hinspiel: 36:30.
Es fehlen: Pascal Tholl, Arne Höhfeld (beide Verletzung).
Einsatz fraglich: Moritz Mettler.
Plötzlich schweben Hückeswagens Handballer wieder in erhöhter Abstiegsgefahr. Während die Oberberger durch den Rückzug von Solingen-Gräfrath am vergangenen Wochenende spielfrei waren, holte der MTV Elberfeld ein sensationelles 36:20 im Derby beim LTV Wuppertal II. Damit trennt die ATV-Handballer mit 6:26 Punkten vom Relegationsrang nur noch das bessere Torverhältnis und der voraussichtlich gewonnene direkte Vergleich gegenüber dem Tabellenvorletzten. Kein Wunder, dass Trainer Markus Pabst vor dem Heimspiel gegen den TSV Aufderhöhe II von einem enorm wichtigen Match spricht: „Zum einen sind sie unser direkter Konkurrent, zum anderen haben wir die Chance, uns wieder ein wenig freizuschwimmen.“
Ans Hinspiel hat man in Hückeswagen gute Erinnerungen. Damals fanden die ATV-Handballer das richtige Tempo und überliefen den Gegner immer wieder. Der 36:30-Erfolg war der erste Saisonsieg nach zuvor vier Niederlagen. Bei den Solingern stechen vor allem Shooter Ruben Heinrichsdorff und Spielmacher Niklas Ohliger hervor. Defensiv agiert die TSV-Reserve aus einer körperlich-robusten Abwehr. „Dagegen müssen wir gute Lösungen finden und vor allem diszipliniert bleiben“, sagt Pabst, der auch personell durch die Rückkehr von Fabio Krempel wieder mehr Alternativen hat. Erneut ausfallen wird allerdings Arne Höhfeld. Der war gerade erst nach einem Daumenbruch in den Kader zurückgekehrt, erlitt durch die Belastung aber eine neuerliche Blessur. Pabst verbreitet indessen Optimismus: „Wir haben am Wochenende die Chance, eine kleine Serie zu starten und wollen das Ruder auf unsere Seite ziehen.“ (pn)
CVJM Oberwiehl – HSG Refrath/Hand II (Samstag, 20 Uhr).
Hinspiel: 28:31.
Es fehlen: Christopher Koch, Henrik Berndt, Leon Binder.
An das Hinrundenspiel gegen die Refrather Zweitvertretung erinnert man sich im Oberwiehler Lager nur äußerst ungern. Und das liegt gar nicht mal am Ergebnis, sondern an der Verletzung von Leon Binder, der sich bei dieser Begegnung das Kreuzband riss und seitdem ausfällt. Binder war beim Wurf in der Luft von seinen Gegenspielern hart attackiert worden und verdrehte sich bei der Landung das Bein. Damals übte Oberwiehls Trainer Christian Schüttenhelm Kritik am Schiedsrichtergespann, das, seiner Meinung nach, zu viele harte Aktionen durchgehen ließ. Bis zur Verletzung Binders hatten sich die beiden Teams einen ausgeglichenen Kampf geliefert. In der Phase nach der Verletzung Binders zogen die Gastgeber dann davon und konservierten den Vorsprung bis in die Endphase.
Aufgetreten waren die Refrather, wie man sie erwartet hatte und das gelte auch für das nächste Duell. „Refrath spielt eine aggressive 3:2:1-Deckung. Sie versuchen Fehler zu provozieren um über die erste Welle Tore zu machen. Dafür müssen wir mit Geschwindigkeit in die Lücken gehen und die Abwehr dazu bringen, sich zu bewegen. Das hat im Hinspiel gut funktioniert“, erklärt Schüttenhelm, der die Gäste damit in den Positionsangriff zwingen will. „Dann können sie ihre Stärken nicht ausspielen und lassen sich gut verteidigen.“ Dass das aber nur wenigen Mannschaften gelungen ist, zeigt die Tabelle. Platz fünf belegt die Spielgemeinschaft, einen Rang besser positioniert als die Oberwiehler und mit drei Pluspunkten Vorsprung noch halbwegs in Reichweite des CVJM. Intern habe man sich noch Ziele für die Saison gesetzt und will im Tableau noch klettern. Wie hoch, wollte Schüttenhelm nicht verraten. (thg)
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