HANDBALL
Löwen stehen vor wichtigem Spiel im Abstiegskampf
Oberberg - In der Oberliga wollen sich die Löwen und Gelpe/Strombach II weiter von den Abstiegsrängen distanzieren - Verbandsliga: Auch auf Hückeswagen wartet ein Kellerduell - Oberwiehl empfängt Nippes - Nümbrecht II gegen Opladen II vor unlösbarer Aufgabe.
Vorschau Oberliga Männer
HBD Löwen Oberberg – TV Palmersheim (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Derschlag).
Hinspiel: 32:36.
Es fehlt: Alen Caber (Verletzung).
Der 27:17-Auswärtserfolg im Kellerduell bei Fortuna Köln hat den HBD Löwen Oberberg im Abstiegskampf der Oberliga etwas Luft verschafft. Zum Liga-Restart nach der Osterpause hat das Team von Maik Thiele nun die Gelegenheit, sofort nachzulegen. Mit einem Heimsieg gegen den TV Palmersheim könnten die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag im Liga-Endspurt für eine kleine Vorentscheidung sorgen. Schon jetzt haben die Löwen drei Punkte Vorsprung auf den wahrscheinlichen Relegationsrang und zudem den direkten Vergleich gegenüber den Domstädtern auf ihrer Seite.
„Ich bin für Samstag optimistisch“, sagt Löwen-Coach Thiele. Gegen den Tabellenachten erwartet er ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Tagesform entscheidend sein wird. Schon das Hinspiel verlief weitgehend ausgeglichen. Nachdem die Oberberger in einem hart umkämpften Match lange bis zur 50. Minute geführt hatten, bekamen sie in der Schlussphase nach einem verworfenen Siebenmeter noch zwei Zeitstrafen und verloren schließlich mit 32:36. Doch nicht nur die gezeigte Leistung macht Thiele für das Rückspiel Hoffnung, auch der Blick auf die Statistik: Zwölf ihrer 17 Punkte holten die Palmersheimer in eigener Halle.
Palmersheim sorgte Ende März mit der Verpflichtung von Simon Schlößer von der HSG Siebengebirge-Thomasberg für Furore. Der torgefährliche Rückraumspieler verstärkt ab dem Sommer den ohnehin schon starken Rückraum der Euskirchener. Aktuell wirbeln dort bereits Marius Schmitz (142 Tore) und René Lönenbach (108). Auch Thieles Hauptaugenmerk liegt darauf, die starke zweite Reihe der Gäste in den Griff zu kriegen. „Mit ihren schnellen Beinen haben sie uns schon im Hinspiel einige Probleme bereitet. Da müssen wir gegenhalten“, meint der Löwen-Coach und ergänzt: „Wir haben die Qualität, dieses Spiel zu gewinnen. Das müssen wir aber auch zeigen.“ (pn)
HC Gelpe/Strombach II – HC Weiden II (Sonntag, 15:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Hinspiel: 33:36.
Es fehlt: Keiner.
Auch beim HC Gelpe/Strombach II hofft Trainer Ilja Schattner am Wochenende, den entscheidenden Schritt in Richtung vorzeitiger Klassenerhalt zu machen. Zuletzt schwächelte der Aufsteiger zwar enorm, hat aber weiter einen komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge. „Mit einem Sieg wären wir wahrscheinlich durch“, meint der HC-Coach vor dem Heimspiel gegen den HC Weiden II. Um sich auf das Duell mit dem Tabellennachbarn vorzubereiten, haben die Gummersbacher über die Osterferien durchtrainiert.
Die Gäste präsentieren sich diese Saison bislang äußerst auswärtsschwach. 13 ihrer 15 Punkte holten die Weidener in eigener Halle. In der Fremde reichte es für die junge Mannschaft der beiden Trainer Andreas Schmitz und Thorben Doum bislang nur zu zwei Unentschieden bei Fortuna Köln und in Longerich. Trotzdem warnt Schattner vor dem Gegner: „Das ist ein anderes Team als noch in der Hinrunde. Sie präsentieren sich inzwischen deutlich stärker und haben sich weiterentwickelt.“
Zuletzt sorgte Weiden mit dem 32:27-Sieg gegen den Tabellendritten Wölfe Voreifel vor der Osterpause für eine Überraschung. Kopf der Mannschaft ist Samuel Meurer, der mit 97 Toren auf Rang 14 der Torjägerliste steht. Schattner hofft für Sonntag, dass sein Team sich endlich aus der Negativspirale befreien kann. 3:11-Punkte lautet die magere Rückrundenbilanz. Zuletzt hagelte es nach dem 29:28-Coup gegen Königsdorf drei klare Niederlagen. Für Schattner kommt der Negativlauf nicht ganz unerwartet: „Ohne Julian Kolken und Ole Windhorst fehlten uns im Rückraum die Alternativen. Wir sind aus dem Rhythmus gekommen.“ (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
SSV Nümbrecht Handball II – TuS 82 Opladen (Samstag, 18 Uhr, GWN-Arena) .
Hinspiel: 19:40.
Es fehlt: Moritz Menger (Schulterverletzung).
Trainer Patrick Seebaum und die Verbandsliga-Männer des SSV Nümbrecht erwartet zum Start nach der Osterpause die schwerstmögliche Herausforderung. „Sie werden mit Sicherheit mindestens eine Nummer zu groß für uns sein“, beschreibt der Übungsleiter die Lage vor dem Heimspiel gegen den TuS 82 Opladen II. Die Gäste rangieren aktuell mit einem Vorsprung von neun Punkten an der Tabellenspitze und stehen bereits als Aufsteiger in die Oberliga fest. Während der SSV vor der Spielpause noch eine englische Woche zu meistern hatte, fielen für die Leverkusener zuletzt zwei Spiele aus, da weder die HSG Sieg noch der Polizei SV Köln zu ihren jeweiligen Auswärtspartien antraten, sodass dem TuS die Punkte am grünen Tisch zugesprochen wurden.
Soweit möchte Seebaum nicht gehen, dämpft aber die Erwartungen fürs Wochenende: „Wir werden das als Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen nehmen.“ Seiner Mannschaft hatte er zuletzt über die Feiertage eine Trainingspause verordnet, um die nötigen Kräfte für die entscheidende Saisonphase zu sammeln. „Wenn man den Kopf abschaltet, hat man danach auch wieder Bock auf Handball“, so der ehemalige Rückraumshooter. Viel entscheidender ist für ihn und die Nümbrechter sowieso die Woche darauf, wenn die Reserve zum Abstiegsgipfel bei der HSG Sieg antritt. Die Planungen für dieses möglicherweise vorentscheidende Duell beginnt daher für Seebaum schon mit dem Opladen-Spiel: „Wir werden versuchen, uns auf das nächste Endspiel in der kommenden Woche vorzubereiten.“ (bm)
CVJM Oberwiehl – TK Nippes (Samstag, 20 Uhr).
Hinspiel: 33:29.
Es fehlen: Leon Binder, Hendrik Berndt, Christopher Koch.
Einsatz fraglich: Julian Marenbach.
Auf die Oberwiehler wartet nach der Osterpause eine knifflige Aufgabe. Mit dem Turnerkreis aus dem Kölner Veedel Nippes gastiert eine der, zumindest nach Ergebnissen, formstärksten Mannschaften der Verbandsliga im Oberbergischen. Vier Siege aus den jüngsten fünf Spielen holten die Domstädter und unterlagen nur beim Ligaprimus Opladen II. Dort warf man immerhin 31 Tore. „Das ist keine Mannschaft, die einfach schnell aufgibt, sondern immer wieder nach Lösungen sucht. Sie stehen zwar im Tabellenmittelfeld, aber es ist keine Mannschaft, die man unterschätzen darf, sondern gegen die wir defensiv wie offensiv unsere Leistung bringen müssen“, sagt Oberwiehls Trainer Christian Schüttenhelm und erinnert sich an das Hinrundenduell, das mit dem ersten Auswärtssieg der Saison endete. „In Nippes hatten wir auch einen guten Start und haben auch gut geführt. Am Ende der ersten Halbzeit und am Anfang der zweiten Hälfte haben wir den Gegner aber wieder herankommen lassen.“
In eigener Halle wollen die Oberwiehler nichts anbrennen lassen. „Wir wollen natürlich zu Hause gewinnen. In den vergangenen Spielen haben wir eine gute Deckung gezeigt. Damit wollen wir sie knacken. Jedes Tor, dass wir hinten nicht kassieren, müssen wir vorne nicht werfen. Grundsätzlich wollen wir mit einer stabilen und robusten Abwehr zu Ballgewinnen und dann über die erste und zweite Welle zu einfachen Abschlüssen kommen, um uns das Leben einfach zu machen. Wir wollen unser Spiel über 60 Minuten durchspielen und hochprozentig abschließen“, so Schüttenhelm. An der Verletztenliste hat sich nichts geändert. Julian Marenbach war allerdings jüngst krank und hat noch Trainingsrückstand. Sein Einsatz ist unsicher. (thg)
ATV Hückeswagen – LTV Wuppertal II (Sonntag, 18 Uhr, Brunsbachtalhalle).
Hinspiel: 23:27.
Es fehlt: Maximilian Cantow (krank).
Einsatz fraglich: Moritz Mettler (krank).
Beim ATV Hückeswagen zittern sie weiter um den Klassenerhalt. Das Polster auf den wahrscheinlichen Relegationsrang beträgt weiterhin nur zwei Punkte. Immerhin: Den direkten Vergleich mit dem Vorletzten MTV 61 Elberfeld gewinnen die Oberberger voraussichtlich. Doch ATV-Trainer Markus Pabst will es gar nicht erst auf das direkte Rückrundenduell am 2. Mai in Wuppertal ankommen lassen, sondern schon vorher die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt holen. Am besten schon am Wochenende, wenn der LTV Wuppertal II seine Visitenkarte im Brunsbachtal abgibt. „Wir haben jetzt die Chance, in den nächsten vier Wochen die Saison einzutüten“, sagt der erfahrene Coach.
Das Hinspiel verloren die Hückeswagener relativ unnötig. 20 Minuten vor dem Abpfiff lagen die Oberberger noch mit 20:17 vorne, verloren dann aber vollkommen den Faden und fanden vor allem defensiv keinen Zugriff mehr auf den Gegner. „Diese Niederlage lag nur an uns. Wir waren nicht zu 100 Prozent da“, meint Pabst rückblickend. Die Gäste präsentieren sich in den vergangenen Wochen äußerst wechselhaft in ihren Leistungen. Gegen den Tabellendritten Wermelskirchen gab es einen 34:33-Überraschungserfolg, gegen den Abstiegskandidaten Elberfeld aber auch eine 20:36-Klatsche. Bester Torschütze der Wuppertaler ist Veit Pilatus mit 87 Toren. Pabst will aber weniger auf den Gegner, sondern vielmehr auf sein Team schauen: „Gerade im Heimspiel müssen wir unsere Leistung durchdrücken.“ Nicht mehr zum ATV-Kader gehört Pascal Tholl, der kürzertreten will und nur noch für die zweite Mannschaft der Hückeswagener auflaufen wird. (pn)
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