HANDBALL

Abstiegsendspurt: Nicht nur Hückeswagen kann sich am Wochenende retten

bm, pn, thg; 30.04.2026, 09:00 Uhr
Foto: Peter Notbohm ---- Der ATV Hückeswagen kann mit einem Sieg beim MTV Elberfeld den Klassenerhalt perfekt machen.
HANDBALL

Abstiegsendspurt: Nicht nur Hückeswagen kann sich am Wochenende retten

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bm, pn, thg; 30.04.2026, 09:00 Uhr
Oberberg - Oberliga - Gelpe/Strombach II und die HBD Löwen Oberberg können sich am Samstag aller Abstiegssorgen entledigen - Verbandsliga: Hückeswagen hat in Elberfeld ein echtes Endspiel um den Klassenerhalt - Oberwiehl spielt beim Tabellenletzten ohne Harz - Nümbrecht ist Außenseiter gegen Rösrath/Forsbach.

Vorschau Oberliga Männer

 

HC Gelpe/Strombach II – Longericher SC II (Samstag, 19 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Hinspiel: 24:26.

 

Es fehlen: Marius Euteneuer (Verletzung), Leon Schuster (privat verhindert).

 

Die Oberliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach II greifen momentan nach jedem Strohhalm. Einer starken Hinrunde ließ der Aufsteiger eine desolate Rückrunde folgen, nachdem man mehrere Stammkräfte an den Regionalligakader abgeben musste. Aus zehn Spielen holte das Team von Ilja Schattner nur noch magere drei Punkte, ist inzwischen auf Platz elf abgerutscht und verlor zuletzt sogar gegen Schlusslicht Pulheim. Und trotzdem winkt am Wochenende der Klassenerhalt. Schon ein Punkt gegen den Longericher SC II würde reichen. Damit die HC-Reserve überhaupt noch einmal in Gefahr geraten könnte, müsste der Tabellenvorletzte Fortuna Köln zudem die Maximalausbeute von sechs Punkte aus den verbleibenden drei Spielen holen.

 

Auch HC-Trainer Schattner weiß, dass das unwahrscheinlich ist, sagt aber trotzdem: „Wir sind noch nicht durch und wollen auch nur auf uns gucken.“ Er möchte den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen und sich nicht auf Ergebnisse der Konkurrenz verlassen. Gleichzeitig hofft er, dass sich sein Team in den letzten drei Spielen noch einmal fangen kann. „Unabhängig von Ergebnissen wollen wir uns wieder Selbstvertrauen holen. Dazu müssen wir uns an die Vorgaben halten und wieder geduldiger spielen“, meint er. Ein Hoffnungsschimmer ist aus seiner Sicht, dass gegen Pulheim zumindest die Abwehr wieder deutlich besser stand. Mit Longerich II treffen die Oberberger am Samstag allerdings auf einen Gegner, der zuletzt einen Lauf hatte. Fünfmal in Folge blieben die Kölner zuletzt ungeschlagen. (pn)

 

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Pulheimer SC – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 19:30 Uhr).

 

Hinspiel: 28:26.

 

Es fehlt: Alen Caber (Verletzung).

 

Einsatz fraglich: Anthony Hudak-Domokos (Verletzung).

 

Die rechnerische Wahrscheinlichkeit noch abzusteigen, ist bei den HBD Löwen Oberberg zwar eher gering, aber weiterhin vorhanden. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Fortuna Köln, dazu haben die Oberberger den direkten Vergleich auf ihrer Seite. Trainer Maik Thiele ist trotzdem genervt, dass sein Team nicht längst Fakten geschaffen hat. Die beiden Niederlagen in Weiden und gegen den 1. FC Köln stufte man im Löwen-Lager jedenfalls als unnötig ein. Den Klassenerhalt perfekt machen will die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag nun aber am Wochenende, wenn es zum Ligaschlusslicht nach Pulheim geht. „Ich hoffe, wir können den Bock endlich umstoßen. Dafür müssen wir aber alles reinwerfen“, sagt Thiele.

 

Sein Team wird dabei wahrscheinlich erneut auf ihn verzichten müssen, da sich der Löwen-Coach noch von den Folgen einer Knieoperation erholt. Für ihn würden erneut Alen Caber und Anthony Hudak-Domkos auf der Bank übernehmen. Hudak-Domokos könnte sogar ein Blitz-Comeback geben. Hieß es vergangene Woche noch, die Saison sei für den Shooter wegen seiner Ellbogenverletzung beendet, haben Nachuntersuchungen gezeigt, dass die Verletzung wohl doch nicht ganz so schlimm wie zunächst befürchtet ist. Gegner Pulheim kämpft derweil ums Überleben in der Oberliga. Mit einem Sieg könnte das PSC-Team auf den Relegationsrang springen.

 

Die Saison endet für die Löwen derweil schon eine Woche früher. Das Auswärtsmatch vom letzten Spieltag bei Wölfe Voreifel wurde auf Wunsch der Wölfe auf kommenden Donnerstag vorverlegt. (pn)

 

 

Vorschau Verbandsliga Männer

 

SSV Nümbrecht II – HSG Rösrath/Forsbach (Samstag, 18 Uhr, GWN-Arena).

 

Hinspiel: 32:32.

 

Es fehlen:  Moritz Menger (Schulterverletzung).

 

Auch drei Spieltage vor dem Saisonende schweben die Verbandsliga-Männer des SSV Nümbrecht (11:35 Punkte) immer noch in akuter Abstiegsgefahr. Da die Südkreisler vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten HSG Sieg haben, scheint zumindest der direkte Abstieg aber vom Tisch zu sein. Der Relegationsplatz, den aktuell die SG Monheim (10:36) belegt, ist aber möglicherweise nur eine Niederlage entfernt. Das Team um Trainer Patrick Seebaum trifft im ersten von drei Endspielen auf die HSG Rösrath/Forsbach, die aktuell den vierten Platz inne hat. Die Rösrater sind damit der nominell stärkste Gegner, den der SSV noch vor der Brust hat. Seebaum weiß um Lage nach der deutlichen Derby-Niederlage in Wiehl: „Wir müssen die letzte Woche erstmal verarbeiten. Wir hatten ein längeres Gespräch beim Training und es ist jetzt abgehakt. Insgesamt brauchen wir noch einen Sieg. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir den Sieg in einem der drei Spiele holen.“

 

Trotz der klaren  Ausgangslage verleiht den Gastgebern der Blick aufs Hinspiel Hoffnung. In der nachgeholten Partie Mitte März hielten sie überraschend lange mit und belohnten sich am Ende mit einem verdienten Auswärtspunkt. Abgesehen von diesem Ausrutscher meistert die HSG ihre Rückrunde souverän und musste nur gegen direkte Konkurrenten aus dem oberen Drittel Federn lassen. „Die Voraussetzungen sind anders als beim letzten Spiel gegen Rösrath. Ich sehe uns in der Außenseiterrolle. Wir haben den nötigen Respekt und wissen, dass da eine gute Mannschaft kommt“, so Seebaum. Unabhängig vom Ergebnis geht der Abstiegskampf für die Nümbrechter nach dem Spiel weiter, denn es stehen noch die Duelle mit DJK Unitas Haan III und BTB Aachen III an, die aktuell nur einen Zähler mehr als die Oberberger haben. (bm)

 

 

MTV 61 Elberfeld – ATV Hückeswagen (Samstag, 19:30 Uhr).

 

Hinspiel: 27:37.

 

Es fehlt: Keiner.

 

Einsatz fraglich: Fabio Krempel (Verletzung).

 

Der Druck könnte nicht viel größer sein. Die Handballer des ATV Hückeswagen müssen am Samstagabend zum entscheidenden Kellerduell nach Wuppertal. Beim MTV Elberfeld kann das Team von Markus Pabst den letzten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Die Voraussetzungen sprechen für die Oberberger. Mit 10:32 Punkten hat der ATV derzeit zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Auch das Hinspiel wurde bereits deutlich gewonnen, sodass auch der direkte Vergleich wohl für Hückeswagen spricht. Selbst bei einer Niederlage würde das Pabst-Team also noch nicht in die rote Zone abrutschen. Der ATV-Coach ist allerdings kein Freund von Rechenspielen und wünscht sich mit einem Sieg auf der Zielgeraden der Saison Fakten im Abstiegskampf: „Mit der Relegation wollen wir uns eigentlich nicht beschäftigen.“

 

Aber auch in Elberfeld kämpft man um die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Sechs seiner acht Punkte holte der Aufsteiger in der Rückrunde, überraschte zuletzt sogar mit einem 30:29-Auswärtssieg beim Tabellendritten Wermelskirchen. In Hückeswagen ist man jedenfalls gewarnt. „Sie haben zur Rückrunde einige Spieler dazubekommen, dazu geht es für sie in diesem Spiel um alles“, rechnet Pabst mit einer hitzigen Atmosphäre in der Halle. Auch taktisch weiß MTV-Trainer Sven Orschel immer wieder zu überraschen. Beim ATV hat man sich diese Woche deshalb auf diverse offensive Deckungsformationen vorbereitet. „Wir haben eine gute Ausgangsposition und wollen unbedingt gewinnen“, sagt Pabst. Dabei könnte ihm allerdings mit Fabio Krempel ein wichtiger Abwehrspieler fehlen. (pn)

 

 

HSG Sieg – CVJM Oberwiehl (Sonntag, 16 Uhr).

 

Hinspiel: 22:37.

 

Es fehlen: Hendrik Berndt, Christopher Koch, Leon Binder, Julian Klein.

 

Die Oberwiehler stehen vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe der Rückrunde. Gegen den Tabellenletzten wäre alles andere als ein Sieg eine Riesenüberraschung. Allerdings gibt es einen Haken: „Auch wenn sie Letzter in unserer Liga sind, wird es eine ganz schwere Aufgabe für uns. Ich habe mir die letzten drei Heimspiele angeschaut. Sie haben gegen Polizei Köln nur mit drei Toren verloren, gegen Köln-Wahn nur mit einem und gegen die HSG Siebengebirge nur mit zwei Toren. Die sind wesentlich stärker zu Hause als auswärts. Das liegt daran, dass sie in ihrer Halle kein Harz benutzen dürfen. Das bedeutet für uns, dass es eine ungewohnte Situation ist. Dazu kommt, dass der Spieltermin auch nicht unsere Zeit ist, zu der wir normalerweise Handball spielen. Das ist eine Herausforderung für uns, die wir annehmen müssen. Aber selbstverständlich wollen wir unsere Leistung abrufen und das Spiel gewinnen“, erklärt CVJM-Trainer Christian Schüttenhelm.

 

Das Hinrundenspiel ist dementsprechend kein Wegweiser für das zweite Aufeinandertreffen, das gleich nach der Weihnachtspause ausgetragen wurde. Damals brauchten die Oberwiehler einige Minuten, um den angesetzten Rost abzuschütteln, setzten sich aber bis zur Pause schon auf sieben Tore ab und dominierten die Gäste in Durchgang zwei nach Belieben. Grundlage des Erfolgs war eine starke Abwehrleistung. „Das ist wieder das Ziel. Wir wollen wieder eine sehr gute Deckung hinstellen, um uns das Leben einfacher zu machen. Das hat die letzten Spiele gut funktioniert. Viel mit Tempo nach vorne zu arbeiten und kurze schnelle Pässe zu spielen und einfach eine breite Spielanlage zu haben, um zu vermeiden, dass wir uns schwierige Würfe aus dem Rückraum ohne Harz nehmen müssen. Wir wollen uns gute Chancen erspielen, um gar nicht in diese Situation zu kommen“, so Schüttenhelm. (thg)

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