HANDBALL

Löwen doppelt gefordert: Thiele will sich mit Sieg verabschieden

bm, pn, thg; 07.05.2026, 06:00 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski ---- Für die HBD Löwen Oberberg endet die Saison bereits an diesem Samstag mit dem Heimspiel gegen Longerich II.
HANDBALL

Löwen doppelt gefordert: Thiele will sich mit Sieg verabschieden

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bm, pn, thg; 07.05.2026, 06:00 Uhr
Oberberg - In der Oberliga spielen die Löwen bereits heute Abend bei Wölfe Voreifel - Gelpe/Strombach II empfängt im letzten Heimspiel am Wochenende ebenfalls die Wölfe - Verbandsliga: Hückeswagen und Nümbrecht II kämpfen in Solingen und Aachen um den Ligaverbleib.

Vorschau Oberliga Männer

 

Wölfe Voreifel - HBD Löwen Oberberg (Donnerstag, 20:30 Uhr).

 

Hinspiel: 28:27.

 

HBD Löwen Oberberg – Longericher SC II (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Derschlag).

 

Hinspiel: 28:23.

 

Es fehlen: Alen Caber, Anthony Hudak-Domokos (beide Verletzung), Till Malek, Marcel Mesenhöler (beide beruflich am Donnerstag), Maik Thiele.

 

Vier Jahre lang war Maik Thiele Chef der Löwen-Handballer. Am Samstag endet seine Ära als Trainer bei der Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag mit dem Heimspiel gegen den Longericher SC II. Und dass obwohl am Wochenende eigentlich erst der vorletzte Spieltag ansteht. Das letzte Duell der Saison, das Auswärtsmatch bei Wölfe Voreifel, wurde auf Wunsch der Gastgeber auf heute Abend vorgezogen. Nach Heimerzheim wird der Löwen-Trainer erneut nicht mitreisen, da er sich weiterhin von den Folgen einer Knieoperation erholt und weite Autofahrten noch nicht möglich sind. Für ihn werden wieder die beiden Verletzten Alen Caber und Anthony Hudak-Domokos das Coaching übernehmen.

 

Am Samstag will Thiele bei seinem offiziellen Abschied aber auf der Bank sitzen. Für ihn steht fest: „Ich will mich mit einem Sieg verabschieden.“ Der Rückblick auf die vier Jahre fällt durchwachsen aus. Immer wieder musste der erfahrene Handballlehrer mit kleinen Kadern zurechtkommen. Nur im zweiten Jahr wurden die Löwen ihrem eigenen Selbstverständnis gerecht und Dritter hinter der HSG Siebengebirge-Thomasberg und dem SSV Nümbrecht; ansonsten fanden sich die Oberberger meist im Abstiegskampf wieder. Auch in dieser Saison rettete sich das Team erst am vergangenen Wochenende. Vorfreude auf die Handballpause kommt beim angehenden Kämmerer der Stadt Gummersbach nicht auf. „Aber vielleicht tut es mir mal ganz gut“, meint er.

 

Gleichzeitig hofft er auf einen positiven Saisonabschluss „mit zwei schönen Spielen für die Galerie“. Das Match in Heimerzheim heute Abend wollen die Löwen auch als Testballon für ihre eigene A-Jugend nutzen, für die die Qualifikationsrunde zur kommenden Saison ansteht. „Die Jungs sollen zeigen, was sie können. Wenn die Wölfe Lust haben, wird das eine schwierige Aufgabe für uns, zumal zusätzlich Marcel Mesenhöler und Till Malek fehlen werden“, meint Thiele. Auch Longerich stuft er als unangenehmen Gegner ein: „Sie haben zuletzt gut gepunktet. Für beide Teams geht es um nichts mehr, aber wir wollen uns mit zwei guten Leistungen aus der Saison verabschieden.“ (pn)

 

 

HC Gelpe/Strombach II – Wölfe Voreifel (Samstag, 17:30 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Hinspiel: 24:24.

 

Es fehlt: Keiner.

 

Einsatz fraglich: Mats Liebe, Leon Schuster (beide Verletzung), Julian Kolken, Ole Windhorst.

 

Die Erleichterung bei den HC-Handballern war am vergangenen Wochenende mit Händen greifbar. Nach sechs Niederlagen in Folge machte das Team von Ilja Schattner mit dem 31:30-Heimsieg gegen den Longericher SC II endlich den Klassenerhalt perfekt. Die Freude darüber war nicht nur dem HC-Chefcoach im Anschluss anzuhören: „Für uns war es wichtig, einfach mal wieder zwei Punkte geholt zu haben. Jetzt können wir entspannt in die letzten beiden Saisonspiele gehen.“ Gleich für mehrere verdiente Spieler wird das Heimspiel gegen Wölfe Voreifel der vorerst letzte Auftritt im HC-Trikot sein. Sie werden im Anschluss an das Regionalligaspiel am Samstagabend vom Verein verabschiedet.

 

Das Match gegen die Spielgemeinschaft aus Ollheim/Straßfeld und Rheinbach sieht Schattner als „undankbare Aufgabe“ für ein letztes Heimspiel: „Das ist ein Topgegner mit viel Qualität und Breite im Kader.“ Im Hinspiel konnten die Oberberger den Tabellendritten (31:17 Punkte) ärgern und entführten beim 24:24-Remis einen Punkt. „An diese Leistung wollen wir anknüpfen und erneut den Schwerpunkt auf eine gute Abwehr legen. Damals haben wir uns ein Remis erkämpft, was uns auch niemand zugetraut hat“, hofft Schattner auf eine Wiederholung. Dabei drohen ihm allerdings gleich mehrere Spieler auszufallen. Mats Liebe und Leon Schuster sind umgeknickt. Julian Kolken und Ole Windhorst haben private bzw. berufliche Verpflichtungen. (pn)

 

 

Vorschau Verbandsliga Männer

 

BTB Aachen III - SSV Nümbrecht Handball II (Samstag, 14 Uhr).

 

Hinspiel: 28:24.

 

Es fehlt:  Moritz Menger (Schulterverletzung),

 

Abstiegsangst im Aachener Gillesbachtal: Bevor sich am Abend die ebenfalls stark gefährdeten ersten Mannschaften aus Aachen und Nümbrecht in der Regionalliga duellieren, treffen bereits mittags die Dritte des BTB und die Zweite des SSV aufeinander. Beide Teams haben aktuell zwölf Zähler auf der Habenseite und belegen die rettenden Tabellenplätze elf und zwölf. Da die SG Monheim letztes Wochenende einen Überraschungsieg gegen den designierten Vize-Meister HSG Siebengebirge-Thomasberg II landete und punktemäßig aufschloss, schweben beide Kontrahenten weiterhin in akkuter Abstiegsgefahr.

 

Die Kaiserstädter zeigen sich aktuell in blendender Form: So verloren sie zuletzt ihr Heimspiel gegen den bereits feststehenden Oberligaaufsteiger TuS 82 Opladen II nur knapp mit 31:32. Auch der SSV Nümbrecht wusste zu überzeugen und landete mit dem Bonuspunkt gegen die HSG Rösrath/Forsbach einen unerwarteten Erfolg, an den Trainer Patrick Seebaum anknüpfen möchte: „Wir wollen auf das Spiel gegen Rösrath aufbauen. Dort waren wir fokussiert und ballsicher in der zweiten Halbzeit. Wir versuchen unseren Stiefel zu spielen. Da wir auswärts antreten, würde ich nicht sagen, dass wir der Favorit sind.“

 

Da alle Abstiegskandidaten, ähnlich wie in der Bundesliga, einen starken Schlussspurt hinlegen, wäre ein Auswärtssieg für die Seebaum-Sieben Gold wert. „Es wird immer enger und enger. Das wird das erste von zwei Endspielen gegen einen direkten Konkurrenten“, so der Übungsleiter. (bm)

 

 

Solinger TB – ATV Hückeswagen (Samstag, 19 Uhr).

 

Hinspiel: 32:30.

 

Es fehlt: Paul Borisch (beruflich verhindert).

 

Einsatz fraglich: Fabio Krempel (Ellbogenverletzung)

 

Die Konstellation im Abstiegskampf könnte aus Hückeswagener Sicht kaum einfacher sein. Mit einem Sieg aus den letzten zwei Saisonspiel sind die ATV-Handball endgültig gerettet. Den Klassenerhalt hat man also weiter in eigener Hand. Bei zwei Niederlagen droht hingegen doch noch die Relegation, auf die man in Hückeswagen nur wenig Lust verspürt. Dafür müsste Schlusslicht Elberfeld, das am vorletzten Spieltag durch den Rückzug von Solingen-Gräfrath spielfrei hat, allerdings am letzten Spieltag erst einmal punkten. Natürlich würden die Oberberger am liebsten schon am Samstag Fakten im Abstiegskampf schaffen, ATV-Coach Markus Pabst ist aber realistisch genug, dass der Solingen TB eine hart zu knackende Nuss sein dürfte. „Wenn wir eine Überraschung schaffen, nehmen wir sie natürlich gerne, aber unser Fokus liegt auf dem letzten Spieltag gegen Remscheid“, sagt er.

 

Soligen hatte man schon beim Hinspiel „eine große Abwehrschlacht geliefert“, meint Pabst. Letztlich habe man sich der großen Qualität aus dem TB-Rückraum aber geschlagen geben müssen. Zu allem Übel drohen am Wochenende mit Paul Borisch und Fabio Krempel gleich zwei Leistungsträger auszufallen. „Das würde unsere Aufgabe nicht leichter machen“, sagt Pabst, der unter der Woche aber auch noch den Auftritt in Elberfeld aufzuarbeiten hatte, wo sein Team sich vollkommen disziplinlos zeigte und zwölf Zeitstrafen kassierte. „Eine sinnvolle Erklärung, warum das so eskaliert ist, konnte keiner geben. Die Mannschaft ist in den nächsten zwei Wochen jetzt in der Pflicht. Am Ende zählt nur, wie wir handeln und nicht, was erzählt wird. Unabhängig vom Ergebnis, erwarte ich, dass wir uns anders präsentieren“, so Pabst. (pn)

 

 

HSG Rösrath/Forsbach – CVJM Oberwiehl (Samstag, 19 Uhr).

 

Hinspiel: 31:30.

 

Es fehlen: Julian Marenbach, Johannes Schneevogt, Christopher Koch, Henrik Berndt, Leon Binder.

 

Bei den Oberwiehlern steht derzeit alles auf Zielerfüllung. Einen Platz im oberen Drittel der Verbandsligatabelle hatte man angestrebt und ist klar auf Kurs, diesen auch zu erreichen. Nachlassen will man im Lager des CVJM jedenfalls nicht. Bei der HSG Rösrath/Forsbach geht es nun darum, einen Tabellennachbarn zu distanzieren. „Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und unsere letzten Spiele volle Kanne durchziehen. Es geht für uns nicht um die Goldene Ananas. Jeder ist bereit, durchzuziehen. Einen Spannungsabfall sehe ich nicht“, sagt CVJM-Co-Trainer Simon Oberbüscher, der den beruflich verhinderten Coach, Christian Schüttenhelm“, vertritt. Auch perspektivisch mache es keinen Sinn, jetzt die Zügel schleifen zu lassen. Bereits im Juni soll es wieder mit der Vorbereitung auf die neue Saison losgehen. „Es ist wichtig, mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung zu gehen“, sagt Oberbüscher.

 

Mit der HSG haben die Oberwiehler auch noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel verlor man knapp mit einem Tor. „Da haben wir uns überwiegend selbst geschlagen. Wir haben zu viele Fehler gemacht“, erinnert sich Oberbüscher, dass es den beiden Topschützen Nick Kutter und Niclas Balz, zu leicht gemacht wurde. Insgesamt 20 der 31 Treffer gingen auf die beiden. Balz ist derweil mit 208 Toren in 22 Spielen sogar bester Schütze der gesamten Liga. „Der Fokus ist bei uns auf die Defensive gerichtet, um die Kreise der beiden einzugrenzen. Da müssen wir schnell und aggressiv sein. In der Offensive müssen wir unsere Angriffe zu Ender spielen und unsere Chancen verwerten.“ (thg)

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