HANDBALL
Gummersbachs Gegner steht für Handball-Spektakel
Oberberg - Die VfL-Reserve empfängt Rheinhausen - Gelpe/Strombach will den Tabellenführer ärgern - Nümbrecht vor wegweisendem Spiel in Haan.
VfL Gummersbach II – OSC Rheinhausen (Samstag, 18 Uhr, SCHWALBE arena).
Es fehlen: Malte Petersen, Konstantin Kasch (beide Verletzung).
Einsatz fraglich: Hannes Hartmann (Handverletzung), Moritz Riedel (Außenbandverletzung).
Gegen den OSC Rheinhausen haben die Regionalliga-Handballer des VfL Gummersbach II am Wochenende die nächste Gelegenheit, Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsränge beträgt vor dem letzten Hinrundenspieltag zwei Punkte, wobei die Bundesliga-Reserve auch noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand hat. Mehr Sorgen sollte den VfL-Verantwortlichen allerdings machen, dass der Rückstand auf das untere Mittelfeld inzwischen auf fünf Punkte angewachsen ist. Trainer Jan Schwenzfeier lässt sich aber weiterhin nicht aus der Ruhe bringen und bereitet sein Team intensiv auf die anstehenden Aufgaben vor.
Mit Rheinhausen erwartet die VfL-Handballer nach dem Auswärtsmatch in Weiden erneut ein extrem torhungriger Gegner. Bis vergangene Woche stellte das Team von Sascha Wistuba und Nico Biermann noch die stärkste Offensive der Liga, die dann bei der 24:32-Niederlage gegen Dormagen II aber erstmals unter 30 Toren blieb. Überhaupt versprechen Spiele mit Rheinhausener Beteiligung Spektakel: Mit 381 Gegentoren stellen die Duisburger auch die drittschlechteste Defensive der Liga. Schwenzfeier sieht viel Arbeit auf sein Team zukommen: „Sie bieten offensiv sehr viel an und sind sehr flexibel. Mit Lukas Hüller haben sie einen Spieler, der ihrem Rückraum eine unfassbare Qualität gibt.“ Hüller liegt mit 89 Saisontoren derzeit auf Rang drei der Torjägerliste.
Für Gummersbach ist das Match gegen Rheinhausen das erste von vier Heimspielen in Folge, in denen Schwenzfeier die gezeigten Leistungen auch endlich in Punkte ummünzen will. „Für uns geht es darum, weiter unser Spiel zu machen und zu überlegen, wie wir unsere Qualitäten am besten einbringen können“, sagt er. In Weiden habe sein Team trotz der Niederlage spielerisch „viele gute Lösungen angeboten“ und sich trotz gebeuteltem Kaders gut präsentiert, meint er. Steigerungsbedarf gebe es allerdings weiterhin in der Defensive, wo die Gummersbacher zu anfällig waren. Neben den beiden Langzeitverletzten Kasch und Petersen drohen am Samstag auf Moritz Riedel und Hannes Hartmann auszufallen.
HC Gelpe/Strombach – TV Korschenbroich (Samstag, 19:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Es fehlt: Felix Soldanski (beruflich verhindert).
Zwei Spiele, zwei Siege. Die Handballer des HC Gelpe/Strombach sind in 2026 noch ungeschlagen und wollen sich am Wochenende auch gegen Titelfavorit Korschenbroich nicht verstecken. „Natürlich muss bei uns viel zusammenpassen, aber auch dieses Spiel fängt bei Null an und Korschenbroich ist keine unschlagbare Mannschaft“, gibt sich HC-Trainer Daniel Rodriguez vor dem Match gegen den Tabellenführer (20:4 Punkte) angriffslustig. Ein Grund für den Optimismus: Gelpe/Strombach ist zum Hinrundenende nicht nur in guter Form, sondern präsentierte sich bislang auch äußerst heimstark. Vier Siege und eine Niederlage gegen Rheinhausen stehen bislang in der Bilanz des Tabellenzehnten.
Korschenbroich, das erst eine Saisonniederlage (27:28 in Dormagen) kassierte und sich auf bestem Weg zurück in die dritte Liga befindet, hatte im neuen Jahr hingegen Probleme. Gab es gegen zuletzt schwächelnde Bonner noch einen ungefährdeten 36:31-Auswärtserfolg, geriet das Derby gegen den Vorletzten Borussia Mönchengladbach vergangene Woche zur Zitterpartie. Erst drei Sekunden vor Schluss erzielte Mats Wolf das erlösende 28:27. Rodriguez und sein Co-Trainer Eduard Debnar haben genau hingesehen und dabei einen Gegner beobachtet, der aus einer „verdammt starken Abwehr“ immer wieder die einfachen Tore über die erste Welle sucht. Vor allem über die linke Seite trägt das Team von Frank Berblinger immer wieder seine überfallartigen Angriffe vor.
Dass Korschenbroich mit bislang 320 Gegentoren aus zwölf Spielen über die beste Defensive der Liga verfügt, liegt auch an Torhüter Sven Bartmann, dem wahrscheinlich stärksten Keeper der Liga. Rodriguez Matchplan klingt einfach, dürfte in seiner Ausführung aber Höchstarbeit für die HC-Handballer werden: „Wir müssen vorne absolut effektiv sein, müssen Fehler vermeiden und blitzschnell nach hinten arbeiten, sonst werden sie uns gnadenlos überrennen. Können wir sie dagegen ins Positionsspiel zwingen, sehe ich eine realistische Chance für uns.“ Personell wird er dabei auf Felix Soldanski verzichten müssen. Der Linkshänder ist beruflich verhindert.
DJK Unitas Haan – SSV Nümbrecht (Sonntag, 11:15 Uhr).
Es fehlen: Benedikt Opitz, Torben Lang (Verletzung).
Auch wenn die Kommandos in der Trainingswoche nicht von SSV-Coach Manuel Seinsche kommen, wird beim SSV Nümbrecht intensiv trainiert. Denn während sich Seinsche derzeit mit seiner Schulklasse auf einer Skifreizeit befindet, bereiten Co-Trainer Ingo Werblow und Kapitän Tim Hartmann das Team gemeinsam auf das wichtige Schlüsselspiel bei Unitas Haan vor. Der Sieger aus dem Duell der beiden punktgleichen Teams (10:14 Punkte) verschafft sich zum Ende der Hinrunde noch ein wenig mehr Luft im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir brauchen jeden Punkt, um nicht in den Abstiegskampf zu rutschen. Das ist ein sehr wichtiges Spiel, nachdem wir bei Gelpe/Strombach die Punkte liegen lassen haben“, meint Werblow vor dem Match.
Dabei wollen die Nümbrechter auch nicht die Ausrede der ungewohnten Anwurfzeit gelten lassen. In Haan spielt kaum ein Gegner gern, denn das Team von Trainer Erwin Reinmacher trägt seine Heimspiele fast durchweg sonntags um 11:15 Uhr aus. Sechs ihrer zehn Punkte holten die Haaner in eigener Halle. „Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel. Jeder Punkt kann am Ende Gold wert sein“, wiederholt Werblow das Credo von Cheftrainer Seinsche, der extra früher aus der Skifreizeit zurückkehren wird, um am Wochenende auf der Bank sitzen zu können. Seinen beiden Vertretern hat er viel Videomaterial dagelassen, mit dem sich die Nümbrechter vorbereiten werden.
Werblow spricht von einem Gegner, auf den man sich aufgrund seiner Variabilität nur schwer einstellen könne: „Sie agieren immer ein wenig anders. Einen perfekten Matchplan dagegenzustellen wird schwierig.“ Aufpassen müssen die Oberberger auf jeden Fall auf Shooter David Bleckmann, der mit 56 Toren derzeit auf Rang 18 der Torjägerliste liegt. Zudem suchen die Gastgeber gerne ihren Kreisläufer Florian Brandenburg (39 Tore). Arbeiten muss Nümbrecht aber auch an der eigenen defensiven Stabilität. „Da haben wir in den beiden Spielen gegen Gelpe/Strombach und Aachen Lücken gezeigt“, weiß Werblow. Personell hat sich die Lage im Südkreis nicht verändert. Tim Hartmann, Erik Hampel und Tobias Schröter können aufgrund ihrer Knieprobleme weiterhin nur dosiert trainieren, werden am Wochenende aber im Kader stehen.
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