Oberberg – Mit zehn Toren liegen die HC-Handballer gegen Haan zurück und kehren trotzdem noch einmal zurück ins Spiel – Rodriguez nervt der „Fehlerteufel“ - Die Handball-Regionalliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.
HC Gelpe/Strombach – DJK Unitas Haan 37:41 (14:20).
Die Regionalliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach bleiben ein Team mit zwei Gesichtern – nur eins davon gefällt Trainer Daniel Rodriguez. Nach der 37:41-Heimniederlage gegen die DJK Unitas Haan verpasst die Gummersbacher Spielgemeinschaft einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf und muss den Blick weiter nach unten richten. Sorgen dürften Rodriguez vor allem die ersten 30 Minuten machen. Denn bis zur Pause präsentierten sich die Oberberger kaum ligatauglich. Das Tor-Spektakel kündigte sich bereits in den ersten Minuten an. Nach nicht einmal sechs gespielten Minuten stand es bereits 5:5.
Was nun folgte war allerdings ein kollektiver Blackout der HC-Handballer, den Rodriguez mit dem Begriff „Fehlerteufel“ zusammenfasste. „Ohne, dass der Gegner uns stresst, produzieren wir reihenweise technische Fehler und spielen Haan Pässe über zwei Meter direkt in die Hände. Die Quote war viel zu hoch“, schimpfte Rodriguez, der nach einer Viertelstunde bereits zwei Auszeiten genommen hatte, damit den Lauf der Gäste zum 5:15 (18.) aber nicht gestoppt bekam. Obwohl die Oberberger bis zum Seitenwechsel immerhin dank eines 5:0-Laufs vom 7:17 (21.) zum 12:17 (26.) verkürzen konnten, lautete das Knallhart-Urteil von Rodriguez: „Bis zur Pause war das gar nichts von uns.“
Wie verwandelt zeigten sich die HC-Handballer im zweiten Durchgang. „Wir hatten eine bessere Abwehr, haben offensiv aggressiver agiert und dadurch auch mehr Zeitstrafen produziert, weil wir endlich in die Tiefe gegangen sind. Da haben wir uns als Mannschaft gezeigt“, so Rodriguez. Die Oberberger nutzen zwei Zeitstrafen gegen die Gäste, um vom 18:24 (35.) zum 21:24 (38.) zu verkürzen. Selbst eine Zeitstrafe gegen den meckernden HC-Trainer kompensierte sein Team und kam kurz darauf zum 25:25-Ausgleich (43.) und ging sogar mit 27:26 (44.) in Führung. Doch nun schlug erneut der Fehlerteufel zu. Haan nutzte die HC-Fehler und zog über 30:30 (49.) zum 32:36 (57.) davon. Zwar kam Gelpe/Strombach in der vogelwilden Schlussphase, in der die Tore im 20-Sekunden-Takt fielen, noch einmal zum 35:37 (59.) heran, das Risiko der offenen Deckung wurde am Ende aber nicht belohnt.
„Wir haben wieder 30 Minuten, in denen wir nicht das abliefern, was wir eigentlich können und was wir brauchen, um gegen so einen Gegner zu bestehen. Das reicht in dieser Liga nicht. Dass wir mehr können, haben wir auch heute gezeigt“, so Rodriguez, dem in der Schlussphase auch der Killerinstinkt fehlte: „Wenn man so einen Rückstand aufholt, muss man sich auch belohnen.“ Während Haan (16:14 Punkte) mit dem Sieg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machte, liegt Gelpe/Strombach mit 12:18 Punkten vor den Spielen am Samstagabend auf Platz zehn. „Ich habe immer gesagt, dass wir diese Saison klar gegen den Abstieg spielen“, sieht auch Rodriguez, dass die Euphorie des starken Jahresauftakts mit drei Siegen nach zwei Niederlage ebenso schnell wieder verflogen ist.
Gelpe/Strombach: Felix Maier (8/5), Malte Meinhardt (6), Arvid Pötz, Leonard Viebahn, Mike Heinzerling (je 5), Paul Roth (4), Felix Soldanski (3), Tobias Müller (1).
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