HANDBALL

Gummersbach zeigt im Derby die „schlechteste Saisonleistung“

pn; 28.02.2026, 12:40 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski --- Julius Walch und der HC Gelpe/Strombach feiern im Abstiegskampf der Regionalliga einen wichtigen Erfolg im Gummersbacher Stadtderby.
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Gummersbach zeigt im Derby die „schlechteste Saisonleistung“

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pn; 28.02.2026, 12:40 Uhr
Oberberg – Gelpe/Strombach zeigt gegen den Stadtrivalen eine abgeklärte Leistung und macht Boden im Abstiegskampf gut - Die Handball-Regionalliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.

HC Gelpe/Strombach – VfL Gummersbach II 32:21 (19:12).

 

Rund 600 Zuschauer erlebten ein überraschend einseitiges Gummersbacher Stadtderby. Während Gelpe/Strombach im Abstiegskampf der Regionalliga wichtige Punkte sammelte, tritt Gummersbach II als Tabellenletzter weiter auf der Stelle. VfL-Coach Jan Schwenzfeier nahm nach dem Abpfiff kein Blatt vor den Mund: „Man muss ganz klar klar: Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Wir haben weder in der Abwehr noch im Angriff stattgefunden. Leider haben wir es gar nicht geschafft, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten.“ Umso besser war die Laune bei HC-Trainer Daniel Rodriguez: „Es war das erwartete Kampfspiel, in dem wir Gummersbach ziemlich geärgert haben, sodass sie irgendwann keinen Bock mehr hatten. Wir haben sie dazu gezwungen, schlecht zu spielen.“

 

 

[Malte Meinhardt war mit acht Toren nicht nur torgefährlich, sondern unterstrich auf der Spitze der 5:1-Abwehr einmal mehr, warum er zu den besten Abwehrspielern der Liga zählt.]

 

Dabei gingen die Gäste in der Eugen-Haas-Halle durch Tore von Tim Rath und Fanou Ulmerich zunächst sogar mit 2:0 (2.) in Führung. Über 2:3 (4.) übernahm Gelpe/Strombach dank der guten 5:1-Defensive um Indianer Malte Meinhardt und einem bärenstarken Islam Elnoamany zwischen den Pfosten (Quote über 40 Prozent und sechs von sieben gehaltene Siebenmeter) aber zunehmend die Kontrolle. Selbst zwei frühe Zeitstrafen hielten die Gastgeber nicht auf: Gelpe/Strombach drehte die Partie über 6:3 (6.), 12:7 (16.) und 14:11 (24.). Ein starker 5:1-Lauf sorgte dann bis zur Pause bereits für eine Vorentscheidung. Gummersbach leistete sich allerdings auch deutlich zu viele Fehler im Aufbauspiel.

 

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Isy macht im Zusammenspiel mit der Abwehr ein Bombenspiel und vorne waren wir unheimlich geduldig und diszipliniert“, so Rodriguez, dem mit Felix Soldanski (Operation nach Mittelfußbruch) und Arvid Pötz (krank) im Rückraum Alternativen fehlten. Tobias Müller führte als Spielmacher aber klug Regie, dazu erwischte Mike Heinzerling einen echten Sahnetag. „Das war seine kompletteste Leistung diese Saison. Sowohl defensiv als auch vorne, wo er nicht nur wegen seiner Tore viel Verantwortung übernommen hat“, schwärmte sein Trainer.

 

Nach dem Seitenwechsel probierte es Gummersbach II dann mit dem siebten Feldspieler, darauf hatte Rodriguez sein Team unter der Woche aber vorbereitet, sodass die Führung sogar zum 25:15 (39.) ausgebaut wurde. Im Schlussdrittel brannte über 28:19 (51.) dann nichts mehr an. In der Schlussphase gelang Mikka Fischer dann noch sein erstes Regionalligator. „Trotz unserer schwierigen Kadersituation war das heute in allen Belangen viel zu wenig“, meinte VfL-Coach Schwenzfeier anschließend.

 

[Zu selten gelang es den Gummersbachern um Moritz Riedel sich klare Chancen zu erarbeiten. Dazu verwarfen die Gäste sechs Siebenmeter.]

 

Rodriguez blicke indessen auf den Abstiegskampf: „Man hat gemerkt, dass die Doppelbelastung ein Thema beim VfL zu sein scheint. Es ist schade für die Region, dass wir Oberberger uns im Kampf um den Klassenerhalt bekämpfen müssen, denn man lebt für solche Derbys. Für uns war es wichtig, endlich mal wieder ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen zu haben.“ Gelpe/Strombach hat vor den Spielen am Samstagabend nun ein Vier-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge.

 

Gelpe/Strombach: Mike Heinzerling, Malte Meinhardt (je 8), Felix Maier (8/2), Leonard Viebahn, Tobias Müller, Julius Walch (je 2), Mikka Fischer, Paul Roth (je 1).

 

Gummersbach II: Tim Rath (6), Moritz Riedel (4), Patrick Kiesewalter (4/1), Fanou Ulmerich (3), Paul Britz, Julian Krieg (je 2).

 

[Für Mike Heinzerling gab es von seinem Trainer nach dem Spiel ein Sonderlob.]

 

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