HANDBALL

Nächstes Kellerduell für Gummersbach II

pn; 05.03.2026, 12:15 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski ---- Die Luft im Tabellenkeller wird für den VfL Gummersbach II zunehmend dünner. Das Team von Jan Schwenzfeier braucht dringend Siege im Abstiegskampf.
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Nächstes Kellerduell für Gummersbach II

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pn; 05.03.2026, 12:15 Uhr
Oberberg - Am Sonntagmittag empfängt die VfL-Reserve BTB Aachen in der SCHWALBE arena - Gelpe/Strombach muss zu einem starken Aufsteiger - Auch Nümbrecht bekommt im Tabellenkeller mit einem direkten Konkurrenten zu tun.

HSG am Hallo Essen – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 20 Uhr).

 

Hinspiel: 29:32.

 

Es fehlen: Felix Soldanski (Verletzung), Tobias Müller (privat verhindert).

 

Die Saison in der Handball-Regionalliga biegt allmählich auf die Zielgerade ein. Die Meisterschaftsfrage und der Abstiegskampf sind spannender denn je. Die halbe Liga zittert neun Spieltage vor dem Saisonende noch um den Klassenverbleib, mittendrin der HC Gelpe/Strombach als Tabellenneunter mit 14:20 Punkten. Trainer Daniel Rodriguez hat eine einfache Rechnung, mit einem Etappenziel: „Bis Ostern habe ich von den Jungs zwei Siege aus drei Spielern eingefordert, insgesamt brauchen wir bis zum Saisonende noch vier. Dann bleiben wir sicher drin.“

 

Bevor in den nächsten Wochen die beiden Abstiegskonkurrenten aus Mönchengladbach und Refrath/Hand in die Eugen-Haas-Halle kommen, muss das HC-Team am Samstag zunächst aber zum starken Aufsteiger aus Essen. Das Hinspiel hatten die Oberberger gegen den aktuellen Tabellendritten überraschend klar gewonnen und auch im Rückspiel sieht sich Rodriguez keineswegs chancenlos. „Wenn wir unsere Fehlerquote genauso gering halten wie gegen Gummersbach haben wir auch in Essen gute Chancen“, meint der HC-Trainer, der den Gegner mit Tempospiel und einer guten Defensive ärgern will.

 

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Am Hallo Essen verfügt über eine mit mehreren Ex-Profis gespickte Topmannschaft. Kopf der Mannschaft ist Matthis Blum, der mit 130 Toren gemeinsam mit Lukas Hüller (Rheinhausen) derzeit die Torjägerliste anführt. Defensiv räumt der ehemalige TuSEM-Kapitän Dennis Szczesny auf. „Es ist kein Geheimnis, auf wen man bei ihnen aufpassen muss. Blum hatten wir im Hinspiel gut im Griff, aber ganz ausschalten kann man ihn nie“, warnt Rodriguez. In 2026 kassierte Essen erst eine Niederlage und klopft dadurch plötzlich auch wieder im Titelrennen an. Zuletzt mühte sich das Team von Niklas Rolf aber zu seinen Punkten. In Aldekerk (28:27), gegen Nümbrecht (40:37) und in Bonn (32:31) wankte der Favorit mehrfach, fiel aber nicht. Gelpe/Strombach hofft, der Siegesserie nun ein Ende setzen zu können. Personell muss Rodriguez dabei auf den frisch operierten Felix Soldanski und den privat verhinderten Tobias Müller verzichten.

 

 

VfL Gummersbach II – BTB Aachen II (Sonntag, 12:45 Uhr, SCHWALBE arena).

 

Hinspiel: 30:30.

 

Es fehlt: Malte Petersen (Verletzung).

 

Die Stimmung war nach der happigen 21:32-Niederlage im Stadtderby gegen den HC Gelpe/Strombach im Keller. Trainer Jan Schwenzfeier sprach im Anschluss von der schlechtesten Saisonleistung. In dieser Form taumelt der VfL Gummersbach II der Oberliga entgegen. Zwar hat der Tabellenletzte zwei Spiele weniger als die Konkurrenz im Abstiegskampf absolviert, bislang holte das junge U20-Team aber auch erst zwei Punkte in 2026. Dem stehen fünf Niederlagen gegenüber. Schwenzfeier gibt sich trotzig: „Wir müssen dieses Spiel abhaken, Dinge verändern und besser machen.“

 

Den ersten Schritt in die richtige Richtung machten die Kreisstädter schon zwei Tage später beim 38:27-Auswärtserfolg in Hamburg in der 2. Jugend-Bundesliga, wo Gummersbach sich den Staffelsieg in der Nordgruppe sicherte und nun Anfang April im DHB-Pokalfinale um die Zweitligameisterschaft spielt. Bis dahin können die Oberberger zudem den vollen Fokus auf den Abstiegskampf der Regionalliga legen, wo vorerst bis zur Osterpause keine Doppelbelastung mehr zu verkraften ist.

 

Vielleicht ein weiterer Vorteil am Wochenende: Gummersbach empfängt am ungewohnten Sonntagmittag BTB Aachen zum Abstiegsknaller in der SCHWALBE arena – nicht der beliebteste Anwurftermin unter Handballern, schon gar nicht wenn man über 100 Kilometer am frühen Morgen im Bus saß. Die Kaiserstädter starteten mit 7:1 Punkten stark ins neue Jahr, kassierten zuletzt verletzungsgebeutelt aber auch wieder drei Niederlagen in Folge und schweben als Tabellenzwölfter (11:23 Punkte) ebenfalls in erhöhter Abstiegsgefahr. Schwenzfeier spricht von einem erfahrenen Gegner, „der viel Wurfgewalt aus der zweiten Reihe hat und häufig den siebten Feldspieler nutzt“. Überragender Akteur ist Carsten Jacos, der mit 129 Toren aktuell auf Platz drei der Torjägerliste steht.

 

 

HSG Refrath/Hand – SSV Nümbrecht (Sonntag, 17 Uhr).

 

Hinspiel: 28:25.

 

Es fehlen: Benedikt Opitz, Torben Lang (beide Verletzung).

 

Einsatz fraglich: Fabian Benger (krank), Tom Rydzewski (Verletzung).

 

„Wir haben nur noch Endspiele“, sagt Nümbrechts Trainer beim Blick auf die Tabelle. Am vergangenen Wochenende endete für den Aufsteiger mit dem 34:32-Heimerfolg im Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach zwar endlich die Sieglosserie von sechs Spielen, im Abstiegskampf der Regionalliga bedeutet das neun Spieltage vor dem Saisonende aber nur ein kurzes Durchatmen. Der Sieg gegen die Handball-Fohlen war dabei aber aus doppelter Sicht wichtig: Denn nach dem 28:28-Remis im Hinspiel hat Nümbrecht (12:22 Punkte) den direkten Vergleich gewonnen, sodass Mönchengladbach (10:22 Punkte), das momentan auf dem ersten Abstiegsplatz liegt, derzeit sogar drei Punkte gutmachen müsste.

 

Seinsche will nur noch von Woche zu Woche planen. Schon am Sonntag erwartet sein Team den nächsten Abstiegsthriller bei der HSG Refrath/Hand, die mit 15:17 Punkten noch längst nicht gesichert ist. An das Hinspiel wird man sich in Nümbrecht nicht nur wegen der 25:28-Heimniederlage ungern zurückerinnern. In einem nickelig geführten Match ließ sich Dominik Donath derart provozieren, dass er seinen Gegner umrannte und dafür die Blaue Karte sah. Auch am Sonntag erwartet Seinsche keinen Leckerbissen, sondern warnt sein Team vor der robusten Defensive des Gegners: „Refrath ist eine unheimlich körperliche Mannschaft, gegen die wir äußerst geduldig agieren müssen. Wichtig wird, dass wir diese kämpferische und leidenschaftliche Leistung wie zuletzt gegen Mönchengladbach wieder auf die Platte bekommen.“  

 

Zum Faktor sollen auch die SSV-Fans werden. Seinsche hofft in der ohnehin stimmungsvollen Halle an der Steinbreche in Bergisch Gladbach auf viel Unterstützung: „Ich hoffe, das ganze Dorf reist mit und bietet ihren Fans Paroli. Gute Nachrichten gibt es zudem aus dem Nümbrechter Lazarett, dass sich allmählich lichtet. Nachdem bereits gegen Mönchengladbach mehrere Spieler wieder in den Kader zurückgekehrt waren, sind fürs Wochenende nur noch Tom Rydzewski und Fabian Benger fraglich. Seinsche: „Das gibt uns wieder mehr Entlastung, vor allem für die Spieler, die zuletzt viel ackern mussten.“

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