HANDBALL
Riedels Buzzer-Beater sichert Gummersbach einen Punkt im Kellerduell
Gummersbach – Im Nachholspiel trotzt der VfL Gummersbach II Broussia Mönchengladbach mit einem gebeutelten Kader ein Remis ab - Die Handball-Regionalliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.
Borussia Mönchengladbach – VfL Gummersbach 27:27 (13:13).
Regionalliga-Schlusslicht VfL Gummersbach II hat sich in einem packenden Duell beim Tabellenvorletzten Borussia Mönchengladbach einen Punkt erkämpft. Mit der Schlusssirene schlug der Buzzer-Beater von Moritz Riedel (Foto) im Mönchengladbacher Tor zum 27:27-Endstand ein. Angesichts der Umstände konnte VfL-Trainer Jan Schwenzfeier mit der Punkteteilung im Nachholspiel gut leben. Die Oberberger mussten kurzfristig auf mehrere Spieler verzichten. Neben den Langzeitausfällen Petersen und Kasch standen auch Paul Britz, Julien Kübler und Hugo Fleisch nicht zur Verfügung. „Wir hatten heute eine sehr gute Energie und hatten trotz des kleinen Kaders Spaß am Handball. Das nehmen wir mit“, so der VfL-Coach.
Gummersbach agierte von Beginn an mit dem siebten Feldspieler und ging sofort mit 3:0 (5.) in Führung. Nun fand auch Mönchengladbach vor 120 Zuschauern zunehmend besser in die Partie und kam zum 5:5-Ausgleich (16.). Über 7:10 (21.) ging es schließlich mit einem 13:13 in die Kabinen. „Zwei, drei unnötige Fehler waren der Grund, warum wir zur Pause nicht führen“, meinte Schwenzfeier, der auch einen starken Start seiner Mannschaft in den zweiten Durchgang sah. 14:18 (36.) hieß es nach wenigen Minuten.
Doch die zweite Hälfte wurde zum „Spiel der Phasen“, wie es Schwenzfeier ausdrückte. Die Handball-Fohlen konterten. Dem Borussen Domenik Roth gelangen vier Tore in Folge bis zur 41. Minute. Plötzlich führten die Hausherren mit 19:18. Nach dem 19:19-Ausgleich durch Malte Haglund entwickelte sich nun ein dramatisches Schlussdrittel, in dem die Führung mehrfach wechselte. Über 24:23 (56.) und 24:25 (57.) hätte beinahe ein Wechselfehler 50 Sekunden vor dem Ende die Partie entschieden. Den nahm Schwenzfeier auf seine Kappe, nachdem er Patrick Kiesewalter zu früh aufs Spielfeld geschickt hatte. Für den Abwehrspezialisten bedeutete das nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte.
Im Vier gegen Fünf – auch Mönchengladbachs Thomas Prinz hatte eine Minute zuvor die dritte Zeitstafe kassiert – erkämpfte sich der VfL aber den Ball und brachte nach einer Auszeit ein letztes Mal den zusätzlichen Feldspieler. Mit Erfolg: Der Schlagwurf von Moritz Riedel sicherte den verdienten Ausgleich. „Am Ende mussten wir vielleicht auch ein wenig dem kleinen Kader unseren Tribut zollen“, so Schwenzfeier, der trotz der sportlichen Brisanz von „einer sehr fairen Partie mit sehr guten Schiedsrichtern“ sprach. Gummersbach verweilt auf dem letzten Tabellenplatz, hat nun vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und noch ein weiteres Nachholspiel ausstehend.
Gummersbach II: Tim Rath (7/3), Malte Haglund, Fanou Ulmerich (je 5), Moritz Riedel, Patrick Kiesewalter (je 4), Lars Machnacz, Hannes Hartmann (je 1).
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