HANDBALL

Gelpe/Strombach mit Personalsorgen im Abstiegskampf

pn; 16.04.2026, 06:00 Uhr
Foto: Michael Kleinjung ---- Leonard Viebahn droht erneut auszufallen. Gegen den HC Weiden bekamen Gelpe/Strombach den Ausfall defensiv nicht kompensiert.
HANDBALL

Gelpe/Strombach mit Personalsorgen im Abstiegskampf

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pn; 16.04.2026, 06:00 Uhr
Oberberg - Beim Auswärtsspiel in Rheinhausen drohen gleich mehrere Leistungsträger auszufallen - Nümbrecht hofft gegen Korschenbroich auf die nächste Überraschung - Gummersbach II kämpft um Spielverlegung.

OSC Rheinhausen – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 18:45 Uhr).

 

Hinspiel: 34:29.

 

Es fehlt: Paul Roth (beruflich verhindert).

 

Einsatz fraglich: Arvid Pötz, Leonard Viebahn (Fußverletzung).

 

Im Saisonendspurt schlägt beim HC Gelpe/Strombach das Verletzungspech zu. Vor den Osterferien erwischte es Mike Heinzerling. Der Topshooter steht nach seiner Bänderverletzung inzwischen zwar wieder zur Verfügung, dafür fehlte beim Liga-Restart vergangene Woche gegen den HC Weiden Leonard Viebahn mit einer Fußverletzung. Das Ergebnis seiner MRT-Untersuchung stand am Mittwoch noch aus. Ebenfalls auszufallen droht Arvid Pötz, der gegen Weiden umgeknickt ist. „Wenn beide am Wochenende ausfallen würden, wäre das ein herber Schlag für uns“, meint HC-Co-Trainer Eduard Debnar, der gegen den OSC Rheinhausen zudem auf den defensivstarken Paul Roth verzichten muss. Die Oberberger müssten damit beim Tabellenzweiten in der Defensive umbauen.

 

Nicht die besten Voraussetzungen gegen eins der offensivstärksten Teams der Liga. 693 Tore erzielte die Mannschaft von Sascha Wistuba und Nico Biermann bislang in 21 Spielen. Nur Spitzenreiter Dormagen II ist noch torhungriger (708). „Sie sind von jeder Position gefährlich, sind stark im Eins-gegen-Eins, spielen clever über den Kreis und agieren mit sehr viel Tempo“, analysiert Debnar die Duisburger. Gleich zwei Spieler stechen aus dem OSC-Offensivwirbel noch einmal heraus: Lukas Hüller führt mit 162 Toren derzeit die Torjägerliste der Regionalliga an. Er profitiert dabei von den Räumen, die der torgefährliche Spielmacher Alexander Ernst (101 Tore) schafft.

 

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Am vergangenen Wochenende musste aber auch Rheinhausen einen Rückschlag hinnehmen. Mit der 30:32-Niederlage in Bonn dürfte sich das OSC-Team, das zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen hatte, endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf Dormagen II nun. Fünf Punkte beträgt auch der HC-Vorsprung auf die Abstiegsränge – fünf Spieltage vor dem Saisonende ein komfortables Polster, aber noch keins, das die HC-Handballer in Sicherheit wiegt. Trotz der drohenden Ausfälle wollen sich die Oberberger in Duisburg jedenfalls nicht verstecken. „Wichtig wird, dass wir unsere Stabilität in der Abwehr finden. Wir fahren nicht nur dahin, um die Punkte abzuliefern“, meint Debnar.

 

 

SSV Nümbrecht – TV Korschenbroich (Samstag, 20 Uhr, GWN-Arena).

 

Hinspiel: 21:34.

 

Es fehlen: Torben Lang, Benedikt Opitz (beide Verletzung).

 

Den Rückenwind vom 40:37-Heimsieg gegen den TV Aldekerk wollen Nümbrechts Handballer im Abstiegskampf der Regionalliga mitnehmen. SSV-Coach Manuel Seinsche spricht von nicht einkalkulierten Bonuspunkten, die im Kampf um den Ligaverbleib noch wichtig werden könnten. Für ihn war der Liga-Restart nach den Osterferien der Auftakt zu sechs Endspielen um den Klassenerhalt. Derzeit haben die SSV-Handballer zwei Punkte mehr als die beiden Konkurrenten BTB Aachen und Borussia Mönchengladbach. Es waren aber nicht nur die beiden Punkte, die Seinsche für den Saisonendspurt Hoffnung machen, sondern auch die Art und Weise, mit der seine Mannschaft aufgetreten ist.

 

„Die Jungs haben alles reingeworfen. Kämpferisch müssen wir gegen Korschenbroich genauso wieder überzeugen“, sagt der SSV-Coach. Die Gäste vom Niederrhein galten lange Zeit als Topfavorit auf den Titel. Nach der schweren Verletzung von Spielmacher Wolf konnte der Drittligaabsteiger mit seinem kleinen Kader aber fünf Spiele in Folge nicht gewinnen und verabschiedete sich mit 26:16 Punkten als Tabellenvierter vorzeitig aus dem Meisterschaftsrennen. Am vergangenen Wochenende sendete das Team von Trainer Frank Berblinger aber mal wieder ein Lebenszeichen: Der VfL Gummersbach II wurde mit 42:24 klar deklassiert.

 

Auch in Nümbrecht hat man keine guten Erinnerungen an das Hinspiel in Korschenbroich. „Da hatten wir gar keine Chance und haben uns ab der ersten Sekunde den Schneid abkaufen lassen“, erinnert sich Seinsche, der von seinem Team fordert, „dass wir dieses Spiel für uns ausblenden müssen“. Spielerisch erwartet er einen kompakt agierenden Gegner, der vor allem von seiner Körperlichkeit lebt. Beste Torschützen sind Max Zimmermann (119 Tore) und Florian Krantzen (82). „Unser Ziel muss es sein, sie von Anfang an unter Druck zu setzen und den Kampf anzunehmen. Dazu werden wir auch unsere Fans brauchen“, hofft Seinsche erneut auf eine volle GWN-Arena.

 

 

HSG am Hallo Essen – VfL Gummersbach II.

 

Am Samstagabend soll die U20 des VfL Gummersbach II laut Spielplan bei der HSG am Hallo Essen antreten. Das ist allerdings nicht möglich, da die Mannschaft von Jan Schwenzfeier bereits am Freitag ins rund 600 Kilometer entfernte München reisen wird, wo am Samstagnachmittag das Rückspiel des DHB-Pokalfinales um die Zweitligameisterschaft in der Jugend-Bundesliga stattfinden wird. Ob die Punkte kampflos nach Essen gehen oder das Spiel nachgeholt wird, stand bei Redaktionsschluss nicht fest. Gummersbach bemüht sich um einen Ersatztermin.

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