HANDBALL
Derby als Schlüsselspiel im Abstiegskampf
Oberberg - Für den SSV Nümbrecht geht es im Derby gegen bereits gesicherte Gelpe/Strombacher um viel - Gummersbach II will sich vernünftig aus der Liga verabschieden.
SSV Nümbrecht – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 20 Uhr, GWN-Arena).
Hinspiel: 29:43.
Es fehlen: Benedikt Opitz, Torben Lang (beide Verletzung) – Felix Soldanski (Verletzung), Tobias Müller (privat verhindert).
Einsatz fraglich: Dag Dissmann – Karol Makowiecki (beide Verletzung).
Unterschiedlicher könnten die Ausgangslagen vor dem letzten oberbergischen Derby dieser Saison kaum sein. Während der SSV Nümbrecht ums Überleben im Abstiegskampf der Handball-Regionalliga kämpft, durfte der HC Gelpe/Strombach nach dem 30:25-Heimsieg gegen den TV Aldekerk vergangenes Wochenende den vorzeitigen Klassenerhalt feiern. Zusätzliche Würze bekommt das Match dadurch, dass beide Teams bereits am Freitagabend im Endspiel um den diesjährigen Kreispokal im Zunft Kölsch Cup aufeinandertreffen.
Für SSV-Coach Manuel Seinsche ist der Pokal aufgrund der Situation in der Liga nur zweitrangig: „Wir wollen und müssen am Samstag unser Herz auf der Platte lassen.“ Deutlich entspannter kann HC-Coach Daniel Rodriguez das Ligamatch sehen: „Dadurch, dass wir bereits gerettet sind, ist das Pokalspiel für uns vielleicht einen Tick wichtiger. Das heißt aber nicht, dass wir am Samstag Geschenke verteilen werden. Wir nehmen dieses Spiel absolut ernst.“
Einen Punkt Vorsprung hat Nümbrecht momentan auf die beiden Abstiegsränge. Dazu ist noch unklar, ob der Tabellenvorletzte BTB Aachen seinen angekündigten Einspruch gegen die Wertung des 28:28-Remis gegen Rheinhausen durchziehen wird. Seinsche konzentriert sich im Abstiegskampf aber ohnehin nur auf sein Team: „Wir dürfen am Samstag nicht den Kopf verlieren, müssen vorbereitet sein und unser Ding durchziehen.“ An das Hinspiel erinnert er sich nur ungern zurück. Bei der 29:43-Klatsche war sein Team von den HC-Außen Meinhardt und Maier gnadenlos überlaufen worden. „Damals haben wir viele Fehler gemacht und haben auch nicht gut verteidigt. Wir müssen vor dem Tor deutlich kaltschnäuziger sein, sondern droht uns dasselbe“, so Seinsche, der noch nicht weiß, ob ihm Dag Dissmann zur Verfügung stehen wird. Der Allrounder konnte diese Woche nur Lauftraining bestreiten.
Personalprobleme plagen aber auch Daniel Rodriguez. Wie im Pokalspiel am Freitag wird er erneut mit einem kleinen Rückraum agieren müssen. Neben dem verletzten Felix Soldanski fehlt auch Tobias Müller aus privaten Gründen. Zudem droht Karol Makowiecki auszufallen. „Wir wissen, dass uns in Nümbrecht ein heißer Tanz erwartet. Der SSV verfügt über einen starken Rückraum und wird topmotiviert sein“, meint Rodriguez.
HSG Refrath/Hand – VfL Gummersbach II (Sonntag, 16 Uhr).
Hinspiel: 33:29.
Es fehlen: Malte Petersen, Konstantin Kasch, Moritz Riedel (alle Verletzung).
Auch wenn der Absturz in die Oberliga seit dem vergangenen Wochenende besiegelt ist, wollen sich die U20-Handballer des VfL Gummersbach vernünftig aus der Regionalliga verabschieden und die verbleibenden drei Spiele nicht abschenken. „Wir werden am Sonntag nach Bergisch Gladbach fahren, um vernünftigen Handball zu spielen und nach Möglichkeit auch die Punkte zu holen. An unserer Zielsetzung ändert sich in der restlichen Saison nichts“, sagt VfL-Trainer Jan Schwenzfeier. Zur Wahrheit gehört laut ihm aber auch, „dass für unsere A-Jugend in drei Wochen die Qualifikation zur Jugend-Bundesliga ansteht. Für den Verein ist das ein wichtiges Ziel, sodass wir gewisse Schwerpunkte in der Trainingsarbeit legen werden“.
Auf Refrath/Hand trafen die Gummersbacher erst vor einem Monat. Das verlegte Hinspiel verloren die Oberberger mit 29:33 in der SCHWALBE arena. An Schwenzfeiers Einschätzung über den Gegner hat sich seitdem nichts verändert: „Das ist eine sehr aggressive Mannschaft, die versucht viel Druck und Kontakt in der Abwehr aufzubauen, was sie auch wirklich gut machen.“ Knacken will er das Team von Kelvin Tacke mit einer starken Defensive: „Es geht darum, ihnen die Power zu nehmen und so viel Druck aufzubauen, dass wir sie vor Probleme stellen.“ Die spielbestimmenden Spieler bei der HSG sind zwei Sommer-Neuzugänge: Mittelmann Pascal Noll (161 Tore) und Shooter Lukas Dibowski (121) finden sich beide in den Top10 der Torjägerliste wieder. Defensiv räumt Cosmin Capota auf. Für den Tabellenachten geht es am Sonntag um nichts mehr, da der vorzeitige Klassenerhalt der HSG (21:25 Punkte) bereits seit dem 22. Spieltag feststeht.
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