HANDBALL
Nümbrecht verabschiedet Trio nach klarer Niederlage gegen Haan
Oberberg - Die oberbergischen Regionalligisten beenden die Saison mit Niederlagen - Die Handball-Regionalliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.
SSV Nümbrecht – DJK Unitas Haan 32:41 (13:24).
Den ganz großen Bahnhof hatte der SSV Nümbrecht für Tim Hartmann, Tobias Schröter und Dag Dissmann aufgefahren. Für das Trio war die 32:41-Niederlage gegen Unitas Haan am letzten Spieltag in der Handball-Regionalliga das vorerst letzte Spiel im SSV-Trikot. Im Foyer der GWN-Arena wurde es anschließend emotional. Der Verein hatte Videos mit Grußbotschaften zahlreicher Wegbegleiter zusammengestellt. „Wir haben sie gebührend verabschiedet. Mit ihnen verlieren wir drei absolute Charaktere, deren Abgänge uns total wehtun werden. Ich glaube zwar, dass wir weiterhin in gutem Kontakt bleiben werden und sie um die Mannschaft herumschwirren werden, trotzdem ist das auch menschlich ein ganz herber Verlust für uns“, würdigte Trainer Manuel Seinsche seine drei Spieler nach dem Match.
Sportlich wird das letzte Saisonspiel den Nümbrechtern dagegen weniger gut in Erinnerung bleiben. Besonders vor der Pause durften die Gäste aus Haan schalten und walten wie sie wollten. „Mit dem ersten Durchgang konnten wir nicht zufrieden sein. Jeder Fehler von uns wurde gnadenlos bestraft. Wir waren bis zur Pause überhaupt nicht da und haben viele falsche Entscheidungen getroffen“, sah Seinsche bis zur Pause 24 Gegentore. Besonders mit seinen Torhütern hatte er über 1:5 (6.), 6:13 (15.) und 10:20 (25.) Mitleid. „Deutlich versöhnlicher verlief der zweite Durchgang, den der SSV über 22:32 (46.) sogar knapp für sich gestalten konnte. „Das Kapitel Regionalliga ist für uns erst einmal beendet. Wir wollen mit den jungen Leuten, die wir haben, nun etwas Neues aufbauen“, so Seinsche, der seinem Team nun erst einmal bis Mitte Juli eine Pause geben will.
Nümbrecht: Dag Dissmann, Dominik Donath (je 6), Fabian Benger (4), Tim Hartmann, Tobias Schröter (je 3), Mats Weber (3/3), Tim Henrichs, Marcel Miebach (je 2), Lennart Last, Niklas Witthaut, Philipp Donath (je 1).
OSC Rheinhausen – VfL Gummersbach II 39:31 (16:19).
Der VfL Gummersbach hat sich mit Anstand aus der Regionalliga verabschiedet. Nachdem der Abstieg schon seit mehreren Wochen feststeht und an diesem Wochenende zudem parallel die Qualifikation zur neuen Jugendbundesliga stattfindet, reiste der Akademienachwuchs mit dem letzten Aufgebot nach Duisburg. Sieben Feldspieler und Torhüter Lars Machnacz standen VfL-Coach Jan Schwenzfeier zur Verfügung, darunter drei Kreisläufer und nur zwei Rückraumspieler. Der VfL-Taktiktüftler machte aus der Not eine Tugend, ließ viel mit dem siebten Feldspieler und drei Kreisläufern agieren. „Für den Kader, den wir zur Verfügung hatten, war das sehr gut“, fand Schwenzfeier.
Über 2:3 (5.), 9:6 (15.) und 16:15 (21.) kippte das Match nach einer Vier-Minuten-Strafe gegen OSC-Spieler Alexander Ernst zu Gunsten der Gäste zum 16:19. Zwar fing sich Rheinhausens Coach Sascha Wistuba nach dem Seitenwechsel ebenfalls innerhalb von zwölf Sekunden die Gelbe Karte und eine Zeitstrafe ein, doch anschließend besannen sich die Duisburger wieder auf ihre Offensivstärken. Bis zum 22:26 (41.) hielt das VfL-Rumpfteam die Führung noch, dann nahm Rheinhausen einen der beiden VfL-Rückraumspieler in Manndeckung. „Damit kam ein Bruch in unser Spiel. Es fehlten die Alternativen und wir kriegen auch einige Gegentore ins leere Tor“, so Schwenzfeier, der mitansehen musste, wie Rheinhausen zunächst zum 26:26-Ausgleich (44.) kam und schließlich über 31:27 (49.) bis zum Abpfiff davonzog.
Gummersbach II: Paul Britz (7/2), Patrick Kiesewalter, Konstantin Kasch (je 5), Sota Shimizu (4), Fanou Ulmerich (4/1), Hannes Hartmann, Carlo Bohnenkamp (je 3).
TV Korschenbroich – HC Gelpe/Strombach 36:35 (16:14).
Nur eins fehlte HC-Trainer Daniel Rodriguez zum perfekten Abschied: ein Sieg beim TV Korschenbroich. Trotzdem war der scheidende Coach begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft beim neuen Vizemeister. „Es war ein schöner Abschluss. Ein Remis wäre gerecht gewesen. Ich bin einfach nur stolz, was die Mannschaft diese Saison geleistet hat“, meinte er nach Abpfiff. Mit 22:30 Punkten holten die Oberberger trotz des Umbruchs im Sommer nur vier Punkte weniger als in der Vorsaison. „Es gab viele, die nicht an uns geglaubt haben. Die Mannschaft hat es aber geschafft. Punktetechnisch waren wir nicht weit weg vom Ergebnis aus dem Vorjahr. Schade, dass der Weg nun auseinandergeht. Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn wir mit dieser Mannschaft weitergearbeitet hätten, wir in zwei oder drei Jahren oben hätten angreifen können“, so Rodriguez.
500 Zuschauer sahen ein munteres letztes Saisonspiel. Über 7:7 (10.) und 12:11 (19.) rannten die Oberberger ohne den erkrankten Malte Meinhardt lange Zeit einem knappen Rückstand hinterher. Nach dem 22:18 (35.) und einer HC-Auszeit kippte das Match dann zum 24:25 (40.) und blieb über 31:31 (50.) bis in die Schlussphase spannend. Beim 33:35 (56.) haderten die Gäste laut Rodriguez mit zwei Pfiffen der sonst guten Schiedsrichter. Korschenbroich zeigte sich eiskalt und kam mit der Schlusssirene durch Dustin Franz noch zum 36:35-Siegtreffer. „Handballerisch war das heute super. Nur die Abwehr hat mir phasenweise nicht so gut gefallen. Aber wir haben heute auch immerhin gegen den Vizemeister gespielt“, resümierte Rodriguez ein temporeiches Match. Ein Sonderlob bekam Mike Heinzerling von seinem Coach: „Das war offensiv heute sein bestes Saisonspiel.“
Kommende Woche will Gelpe/Strombach die ersten Neuzugänge für kommende Saison präsentierten. Ein Name sickerte bereits durch. Der Longericher SC II machte den Wechsel von Christopher Falkenreck ins Oberbergische auf Instagram öffentlich.
Gelpe/Strombach: Mike Heinzerling (12), Lukas Altjohann (6), Felix Maier (5), Jerome Dräger (4), Leonard Viebahn (3), Arvid Pötz (2), Paul Roth, Tobias Müller, Julius Walch (je 1).
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